USA

14. Oktober 2016 10:14; Akt: 14.10.2016 10:14 Print

Behinderte ziehen gegen Uber vor Gericht

Uber nimmt kaum Rollstuhlfahrer mit. Passende Fahrzeuge fehlen. Behindertenorganisationen in den USA klagen nun wegen Diskriminierung.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Behindertenrechtler haben den Fahrdienstleister Uber verklagt. Die von dem Unternehmen eingesetzten Fahrzeuge seien für Rollstuhlfahrer praktisch nicht nutzbar, heisst es in einer am Donnerstag in Chicago eingereichten Klage.

Umfrage
Nutzen Sie Uber?
52 %
48 %
Insgesamt 939 Teilnehmer

Uber biete in Chicago Millionen Fahrten an, habe aber zwischen 2011 und 2015 nur 14 Motorrollstühle mitgenommen. Das Gericht solle Uber per Anordnung zur Einhaltung des US-Behindertenschutzgesetzes zwingen.

Uber versucht abzuwiegeln

Eine Uber-Sprecherin sagte, das Unternehmen fühle sich auch der Mobilität Behinderter verpflichtet. Sie ging aber nicht auf Einzelheiten der 19 Seiten starken Klageschrift ein. Uber vermittelt mit Hilfe eines Smartphoneprogramms Fahrer, die mit ihren Privatautos Kunden transportieren.

Die Firma argumentiert bislang, sie sei kein Transport-, sondern ein Technologie-Unternehmen und deshalb nicht für behindertengerechte Fahrzeuge verantwortlich. Kritiker werfen Uber vor, auf diese Weise Bestimmungen zu umgehen, die konventionelle Taxiunternehmen zu hohen Kosten erfüllen müssen. Ein Urteil in dem Fall gilt als wegweisend.

Uber ist sehr umstritten

Der Fahrdienst Uber ist sehr umstritten. Auch in der Schweiz kommt es immer wieder zu Protesten gegen das Unternehmen, das sich selbst als reine Vermittlungsplattform begreift und deshalb nicht bereit ist, seine Fahrer als Angestellte zu betrachten.

In Zürich kam es beispielsweise schon zu Protesten der Nationalen Taxi-Union gegen Uber. Die Chauffeure der regulären Taxis fühlen sich gegenüber den Fahrern des Fahrdienstes benachteiligt, da diese im Vergleich zu ihnen bedeutend weniger Vorschriften einhalten müssen.

Das Video zeigt eine Anti-Uber-Demo von Taxifahrern in Zürich.

(kwo/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Rolli am 14.10.2016 10:30 Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung

    Das Wort Diskriminierung wird heutzutage sogar für jede Randgruppe verwendet. Ich finde es auch diskriminierend, dass ich als Autofahrer immer hinter der ZVV aus strassenbautechnischen Gründen hinterherfahren muss und die ZVV sogar die Ampeln steuern kann und ich nicht. Auch finde ich es diskriminierend, dass Radfahrer auf Trottoirs und über Rotlichampeln fahren und nicht dafür gebüst werden doch ich als Autofahrer wird immer gebüst.

    einklappen einklappen
  • Schmunzler am 14.10.2016 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Sauerrei!!

    Man sollte EMI und Universal Music auch verklagen, dass keine Musik für Taube produziert wird....! Frechheit sowas!

    einklappen einklappen
  • Luca am 14.10.2016 10:28 Report Diesen Beitrag melden

    Absurd

    Finde die Klage etwas überrissen und es zeigt auf, dass diese Organisationen das Funktionsprinzip von Uber nicht ganz verstanden haben. Uber hat in diesem Falle klar die Rolle des Vermittlers, somit ist es nachvollziehbar dass sich der Markt den Bedürfnissen der Mehrheit beugt.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Marco am 14.10.2016 22:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hmm?

    Ist jetzt Uber ein Technologie-Unternehmen oder ein dienstleistungs unternehmen... sie vermitteln ja dienstleistungen über 3te und verdient ziemlich gut dabei.

    • Ex-Uber-Trottel am 15.10.2016 15:51 Report Diesen Beitrag melden

      I am!!

      Uber ist alles!! Nur eines nicht, nie, auf keinen Fall: ein Taxiunternehmen! Weil, dann müssten sie sich an das Personentransportgesetz halten. Geht gar nicht. Und treibt erst noch die Preise hoch, so AHV, Suva, Ferien, Steuern... Uber braucht so was nicht.

    einklappen einklappen
  • Adagio am 14.10.2016 19:46 Report Diesen Beitrag melden

    Blödsinn

    Das ist bestimmt KEINE Diskriminierung. Ich verstehe diesen verband nicht. Uber hat wie im bericht steht nicht dafür geeignete Fahrzeuge, der Dienst Funktioniert auch anderst als ein Taxi unternehmen. Somit gibt es da nichts zu klagen und meckern. Ich frage mich echt was bei solchen Orginisationen vorgeht, wenn sie statt Argumente mit diskriminierung kommen müssen.

  • Anazazi am 14.10.2016 18:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ob es sinn macht oder nicht

    In den usa gibt es halt viele gesetze, welche es bei uns nicht gibt. Gerade das ganze "diskriminierungsding" ist da ganz gross. Und bei gehbehinderten ist amerika sehr sensibel, da viele veteranen sind. Das können wir schlicht nicht nachvollziehen, wie stark das da verankert ist. Die chance auf erfolg dieser klage, steht wohl gar nicht so schlecht, denke ich...

    • Nik am 15.10.2016 16:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Anazazi

      Das hat mit Veteranen weniger etwas zu tun. In Amerika gibt es die Möglichkeit Sammelklagen einzugeben, was es bei uns nicht gibt. Es gibt viele die sich irgend in einer Art diskriminiert fühlen. Da findet man immer genügend Klientel für eine lukrative Verklagung..

    einklappen einklappen
  • Martial2 am 14.10.2016 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    Hat mit Diskriminierung nichts zu tun!

    Das ist soweit logisch, da UBER nur mit Limousinen fährt. Für Rollstuhlfahrer bräuchte es Minibus oder Kastenwagen...

  • Sam Sami am 14.10.2016 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sam

    Typisch wieder diese amerikaner! Klagen gegen jeden pipifax! Es herrscht freie marktwirtschaft und auch ein hnternehmen wie uber sollte seine dienstleistung anbieten! Ganz einfache VWL: Taxis sind Qualitativ besser und uber kostengünstiger