Salt, Sunrise und Swisscom

08. Februar 2019 06:54; Akt: 08.02.2019 08:16 Print

Bei diesen Anbietern gibt es bald 5G

Salt, Sunrise und Swisscom erhalten vom Bund die Mobilfunkfrequenzen für 5G. Die Auktionseinnahmen belaufen sich auf 380 Millionen Franken.

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Swisscom, Sunrise und Salt haben neue Mobilfunkfrequenzen für insgesamt 380 Millionen Franken ersteigert. Die meisten Frequenzblöcke schnappte sich die Swisscom. Mit den ersteigerten Frequenzen können die Telekomanbieter nun die Einführung der zukunftsträchtigen 5G-Technologie in Angriff nehmen.

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5G soll vielen neuen Anwendungen den Weg bahnen, etwa dem Internet der Dinge, medizinischen Anwendungen, Virtual- und Augmented Reality oder selbstfahrenden Fahrzeugen.

Einnahmen für Bundeskasse

Die in der Schweiz nun bezahlten 380 Millionen Franken für die Frequenzen fliessen in die Bundeskasse. Das Bieterrennen um die Frequenzen hatte bei 220 Millionen für alle Frequenzen begonnen. Fünf Frequenzblöcke à 5 Megahertz blieben jedoch ungenutzt. Die ComCom will diese zu einem späteren Zeitpunkt erneut ausschreiben.

Die Schweiz gehöre in Europa zu den ersten Ländern, welche die 5G-Frequenzen den Netzbetreibern bereits zur Verfügung habe stellen können, teilten die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) und das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Freitag mit. In Deutschland dagegen könnte eine Klage des Netzbetreibers Telefónica eine geplante Auktion stoppen.

Swisscom sichert sich am meisten

Die Swisscom bezahlt nun 195,6 Millionen Franken für die von ihr ergatterten Frequenzen. Sunrise wendet 89,2 Millionen Franken auf und Salt 94,5 Millionen. Auch die britische Netzwerkfirma Dense Air hatte mitgeboten, erwarb jedoch letztlich keine Frequenzen. Die Firma hatte sich zuvor in Neuseeland und Australien als Überraschungsbieter entsprechende Frequenzen gesichert. Dort will sich Dense Air als Dienstleister für 5G-Netzwerkbetreiber positionieren.

Swisscom, Sunrise und Salt können die Frequenzen nun für 15 Jahre nutzen. Im Vorfeld hatte es bereits ein Gerangel um die Frequenzverteilung gegeben. Die Telekomanbieter kritisierten die Bietbeschränkungen, die die Comcom festgelegt hatte.

Kein Betreiber solle leer ausgehen, erklärte die Comcom bei der Vorstellung der Auktionsregeln im Sommer. Bei den 700 MHz-Frequenzen durfte ein Anbieter maximal die Hälfte ersteigern, bei den 3,5 bis 3,8 GHz-Frequenzen waren es höchstens 40 Prozent.

Sunrise und Salt störten sich vor allem an der zu grosszügigen Maximalgrenze von Frequenzblöcken. Die Swisscom könnte damit auch Frequenzblöcke ersteigern und diese ungenutzt lassen, nur damit sie der Konkurrenz nicht zur Verfügung stünden.

Genau das Gegenteil bemängelte die Swisscom: Die Bietbeschränkungen seien viel zu eng gesteckt. Die Swisscom habe heute mit Abstand am wenigsten Frequenzen pro Kunde. Dieser Zustand werde nun zementiert: Die Swisscom-Konkurrenten hätten nach der Versteigerung mindestens die Hälfte mehr Frequenzen pro Kunde zur Verfügung als die Marktführerin.

Einführung noch 2019

Salt und Sunrise zeigten sich nun in einer Mitteilung sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Auktion, während sich die Swisscom in Zurückhaltung übte.

Die Telekomanbieter wollen nun 5G so schnell wie möglich einführen. Noch dieses Jahr sollen den ersten Kunden entsprechende Dienste zur Verfügung gestellt werden. Bis dahin werden auch erste Smartphones erwartet, die tatsächlich die Vorteile von 5G ausschöpfen können: Mehr Tempo, schnellere Reaktionszeiten und höhere Kapazitäten.

(sda)

sentifi.com

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • interessiiert am 08.02.2019 07:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    5g?

    wie schädlich ist 5g? ein artikel darüber wär toll!

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  • Andrea am 08.02.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte beweisst erst,

    dass 5G KEINE negativen Folgen auf Mensch und Umwelt hat. Wir sind nicht eure Versuchskaninchen!!!

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  • Hörbi Z. am 08.02.2019 07:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gesundheit?

    Was kommt da bloss an Strahlenbelastung auf uns zu? Vorher gültige Grenzwerte werden wohl einfach erhöht werden, damit es wieder passt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • von Roth Philip Alexander am 09.02.2019 20:35 Report Diesen Beitrag melden

    5G

    5 G wird bereits vielerorts eingesetzt, obwohl die gesetzliche Grundlage fehlt und zahlreiche wirtschaftsunabhaengige Studien die bereits sichtbaren gesundheitlichen Schaeden belegen. Es ist beschaemend, wie das Vertrauen vieler nichtsahnenden Buerger missbraucht wird.

  • Bona am 09.02.2019 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anbieter wechseln

    Also eins ist klar, die Swisscom nicht mehr unterstützen.

  • Anonym am 09.02.2019 19:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Beängstigend

    Es wurden ja Test in Holland durchgeführt und die sind beängstigend. Die Strahlenbelastung ist enorm und nun ist die Frage wer wiedermal gewinnt und profitiert. Reicht und das Tempo wirklich nicht mehr aus? Langsam führt das zur totalen Kontrolle der Menschheit.

  • Martin am 09.02.2019 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Vom unendlichen Wachstum

    Verloren haben auf jeden Fall alle Menschen und Tiere, die jetzt als Versuchskaninchen für unklare Gesundheitsrisiken herhalten müssen. Gibt es eigentlich noch soziale Verantwortung, oder ist das auch ewig gestrig?

  • Donald Dumb am 09.02.2019 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So geil

    Jetzt kann man noch mehr ins Smartfon gaffen.