Outsourcing

26. Dezember 2018 12:38; Akt: 26.12.2018 12:38 Print

Bei diesen Firmen ist der Kundendienst im Ausland

von R. Knecht - Schweizer Firma, südafrikanischer Kundendienst: Bei vielen Telecom- und Luftfahrtunternehmen ist es üblich, die Hotline ins Ausland zu legen.

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Wer bei einer grossen Schweizer Firma den Kundendienst anruft, dürfte eigentlich erwarten, dass das Anliegen in der Schweiz behandelt wird. Viele Unternehmen haben den Kundendienst aber längst ausgelagert. Vor allem in der Telekommunikationsbranche und im Bereich der Luftfahrt zeigt sich, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz nicht nur auf Schweizer Kundendienst setzen. Diese Firmen haben Callcenter im Ausland:

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• Sunrise: Deutschland, Kosovo, Rumänien, Türkei
Ausser den beiden Schweizer Standorten in Zürich und Prilly gibt es mehrere Sunrise-Callcenter im Ausland. Diese werden von einer Partnerfirma betrieben, wie eine Sprecherin zu 20 Minuten sagt. Die Angestellten in diesen Callcentern würden ausschliesslich für Sunrise arbeiten. Technische Anfragen werden laut Sunrise grösstenteils in den Schweizer Callcentern bearbeitet.

• Salt: Griechenland, Portugal
Salt betreibt ein eigenes Callcenter in Biel und arbeitet zusätzlich mit dem französischen Outsourcing-Partner Teleperformance zusammen. Dieser betreibt für Salt je ein Callcenter in Athen und Lissabon. Salt sei derzeit dabei, den Standort in Portugal zu internalisieren, sagte ein Sprecher zu 20 Minuten. Das Callcenter in Lissabon werde also künftig ebenfalls von Salt selbst betrieben.

• UPC Schweiz: Deutschland, Marokko, Rumänien, Slowakei
Eine Sprecherin von UPC sagte zu 20 Minuten, dass über die Hälfte der Anrufe an den Kabelnetzbetreiber derzeit in der Schweiz bedient würden. Die restlichen Anfragen landen in Schwerin, Bratislava, Brasov und Marrakesch. UPC sei dabei, den Kundendienst innerhalb der Schweiz weiter auszubauen, weil das die Qualität und Effizienz der Dienstleistung steigere.

• Edelweiss Air: Südafrika
Bei der Airline Edelweiss wird der Kundendienst in Zürich gesteuert, wie ein Sprecher zu 20 Minuten sagt. Das Callcenter des Unternehmens befindet sich allerdings in Kapstadt, wo die Anrufe dann am Ende landen.

• Swiss: China, Fiji, Indien, Japan, Philippinen, Südafrika, Thailand, Türkei, Tschechische Republik, Ukraine, Vereinigte Arabische Emirate
Die Swiss betreibt Callcenter in insgesamt zwölf Ländern. Zwar ist eines davon in Basel angesiedelt, die Airline verrät allerdings nicht, ob das Callcenter auch wirklich für alle Schweizer Kunden zuständig ist oder ob Anrufe aus der Schweiz auch mal in Osteuropa oder anderswo landen. Details zu den geographischen und inhaltlichen Zuständigkeitsgebieten kommuniziere das Unternehmen nicht extern, sagte ein Sprecher auf Anfrage zu 20 Minuten.

• Swissport: Rumänien
Im September wurde bekannt, dass der Flughafen-Dienstleister Swissport die Gepäcksuche vom Callcenter in Zürich in die rumänische Hauptstadt Bukarest auslagert. Grund dafür ist, dass die Telefonauskunft zu verlorenem Gepäck, allgemeinen Fundsachen und Check-in von Swiss und Edelweiss in Zürich nicht kostendeckend betrieben werden konnte, wie eine Sprecherin zu 20 Minuten sagte.

• Easyjet Switzerland: Deutschland, Marokko, Polen, Südafrika
Der Billigflieger Easyjet hat in der Schweiz zwar eine eigene Tochterfirma, das Unternehmen teilt den Kundendienst jedoch mit der britischen Mutter. Das Unternehmen arbeitet mit der französischen Outsourcing-Firma Webhelp zusammen, und Kundenanfragen landen in Deutschland, Polen, Marokko und Südafrika, wie eine Sprecherin zu 20 Minuten sagte.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • coka am 26.12.2018 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Und in der Schweiz ist?

    Und bitte auch aufzeigen welche Firmen den Kundendienst noch in der Schweiz haben! Danke

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  • Roger am 26.12.2018 12:47 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizerdeutsch

    Firmen, die keine Hotline in Schweizerdeutsch anbieten, meide ich und suche Alternativen. Anstatt aufzuzählen wer im Ausland ist währe es sinnvoller, Hotlines zu nennen die in der Schweiz sind

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  • Jackie am 26.12.2018 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    The purge

    Somit verdient die GL noch mehr. Bonus... The Purge

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Martin am 27.12.2018 18:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Wir sind schon bünzlis und motzen über alle und alles! Früher holte man die Arbeiter in die Schweiz weill kein Schweizer die Arbeit ausüben wollte oder zu wenig Fachkräfte vorhanden waren. Da haben wir uns gewährt weil wir keine Ausländer wollten. Nun hat man einen anderen Weg eingeschlagen in dem man die Arbeit ins Ausland verlagert. Problem Einwanderung gelöst und schon wieder ist das schlecht! Was wollt ihr überhaupt? Ich glaube langsam uns geht es wirklich zu gut! Und motzen einfach mal daruaf, weil wir keine anderen Sorgen haben.

  • Markus A. am 27.12.2018 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schwizerdütsch...

    wenn ich kein schweizerdeutsch sprechen kann dann meide ich fen anbieter. das problem ist dass man gewisse anbieter nehmen muss weil es keine alternativen gibt.

    • Marti Etter am 27.12.2018 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus A.

      Ojee ich habe immer gedacht Sprache ist ein wichtiges Verständigungsmittel. Es sprechen nur wenige Menschen diesen Dialekt. Bei Taste 9 kommt ein D CH Mitarbeiter, kostet leider 20 CHF mehr. Nur von 8 bis 11.45 und von 13.30 bis 16.30 Uhr. Montag und Mittwoch und Wochenende geschlossen.

    • Andi Hofer am 27.12.2018 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Markus A.

      Welchen CH Dialekt hätten wir den gerne?

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  • Mary Tamas am 27.12.2018 17:22 Report Diesen Beitrag melden

    Firmen dürfen

    ja ja die Firmen dürfen ins Ausland. Aber wenn Schweizer wo wenig Geld haben ins Ausland einkaufen gehen, da wird gemeckert

  • Dozer1968 am 27.12.2018 15:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Support hier, Support da...

    Wer sagt eigentlich, das der Support aus dem Ausland schlechter ist. Mir ist es doch egal, welches Deutsch an der Hotline gesprochen wird. Hauptsache ist dich, man bekommt freundliche und kompetente Hilfe. Und durch die Globalisierung ist offt ein 24h Support nötig. Warum also nicht den Support nachts auf die andere Seite der Erde auslagern, dann braucht hier keiner die ungeliebte Nachtschicht zu schieben.

  • Teutates am 27.12.2018 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Ja das sind wirkliche Hotlines!

    Es kommt von dort nur heisse Luft!