Jobwunder Schweiz

21. Dezember 2018 05:41; Akt: 21.12.2018 10:15 Print

Derzeit sind 188'000 Jobs frei – so viele wie noch nie

von Isabel Strassheim - Wer jetzt einen neuen Job sucht, hat eine Rekordauswahl: Mit 188'000 offenen Stellen gibt es so viele wie noch nie in der Schweiz.

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Egal ob für Hoch- oder Niedrigqualifizierte: Derzeit gibt es eine Rekordzahl an ausgeschriebenen Stellen. Per 15. Dezember 2018 waren im Internet 188'367 Stelleninserate geschaltet. Der Rekord vom Vorjahr wird damit nochmals klar überflügelt: Damals waren es 164'886. Das zeigt der Jobradar von X28, der per Suchmaschine die Firmenwebsites und Jobportale für die gesamte Schweiz erfasst.

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Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt setzt sich fort. Er geht durch fast alle Branchen. Nicht nur Pflegepersonal, Bauarbeiter und Informatiker sind gesucht, sondern auch Kräfte für den Detailhandel, die öffentliche Verwaltung oder in der Architektur/Planung.

Hohes Plus im Bau und Detailhandel

Im Vergleich zu Mitte Dezember 2017 haben die offenen Stellen für Bauarbeiter mit einem Plus von rund 4000 am stärksten zugenommen. Auffällig ist, dass auch im Detailhandel deutlich mehr Mitarbeiter gesucht werden (plus knapp 3000). Stark zugenommen haben die Stelleninserate auch im Gesundheitswesen (plus 2200) und in der Gastronomie/Hotellerie (plus 2000).

Da verwundert es nicht, dass die Zahl der Arbeitslosen auf sehr tiefem Niveau liegt. Die entsprechende Quote stieg im November 2018 zwar minimal auf 2,5 Prozent, nachdem sie seit Mai bei 2,4 Prozent verharrt hatte. Bereinigt um saisonale Effekte nahm sie jedoch von 2,5 auf 2,4 Prozent ab.

Trotzdem gibt es kaum mehr Lohn

«Rein ökonomisch gesehen müssten mit dem Aufschwung und der steigenden Zahl offener Stellen die Löhne steigen», sagt Daniel Lampart, der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, zu 20 Minuten. Doch durch die jahrelang fehlende Inflation hätten Arbeitgeber leichteres Spiel gehabt, auf einen Lohnausgleich und eine allgemeine Erhöhung zu verzichten. «Wir stellen bei den Arbeitgebern eine neue Härte in den Lohnverhandlungen fest.» Statt auf mehr Lohn zu drängen, hätten viele Angestellte gekündigt und auf einen besser bezahlten Job gewechselt.

Wie geht es im neuen Jahr weiter? Die Aussichten dürften gut bleiben und die Zahl der offenen Stellen weiter steigen, wie der UBS-Ökonom Alessandro Bee im Interview (siehe unten) erklärt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Die Pessimistin am 21.12.2018 05:56 Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminierung 50plus

    Und so viel ü50 Srbeitslose oder Ausgesteuert gab es auch noch nie.

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  • Konkurs Amt am 21.12.2018 06:06 Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten umsonst . . .

    Ich möchte nicht nur einen Job, ich möchte auch ende Monat einen Zahltag!

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  • Bear1 am 21.12.2018 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lohn

    Dann zahlt richtige Löhne damit ende Monat noch Geld übrig ist und nicht umgekehrt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Der Grinch am 22.12.2018 18:21 Report Diesen Beitrag melden

    Fachräftemangel? Eine Täuschung!

    Und es gibt offiziell ca. 192000 Arbeitslose... Also wo ist der Fachkräftemangel?.. Stimmt, Trauben ernten will man nicht, nur Wein trinken....

  • ChickenPie am 22.12.2018 14:43 Report Diesen Beitrag melden

    Warum man ab 50 keine Arbeit mehr findet

    1. Der Körper wird älter, macht nicht mehr gleich mit wie früher - Die (körperliche) Leistung lässt nach, Unfall- und Krankheitsrisiko nimmt zu. Klar, die Versicherung bezahlt ihren Teil, es bleiben aber immernoch der Ausfall (AN fehlt in der Firma) und die Prämien erhöhen sich mit jedem Schadensfall. 2. Lohnvorstellungen wie vor 30 Jahren, jedes Jahr muss es etwas mehr sein. Während die ü50er in einer wirtschaftlich guten Zeit arbeiten durften (Alles im Umland war verbombt, Arbeit gab es mehr als genug), sind die "jungen" von heute mit Wirtschaftskrisen und "Crashes" gross geworden. (usw)

    • ChickenPie am 22.12.2018 16:42 Report Diesen Beitrag melden

      Warum man ab 50 keine Arbeit mehr findet

      3. Ältere Mitarbeiter tun sich eher schwer mit technischen Neuerungen. Jüngere MA bringen meist schon von sich aus viel Wissen mit (z.B. mit Computer, Internet, Social Media, etc...). 4. Allgemeine Veränderungen, sei es im Arbeitsprozess oder in anderen Bereichen werden von älteren MA öfters abgelehnt (ich habe das dreissig Jahre so gemacht und will jetzt nichts mehr neues lernen). 5. Das ungeschriebene Gesetz, dass man ab 50 eine Woche mehr Urlaub hat. || Ich weiss, das wird hier nicht gerne gelesen - aber es ist halt einfach so....

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  • Für am 22.12.2018 13:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts

    Mich..(bin Studiert..) und was hier frei ist.?..überall nur Handarbeit...!

  • Cavi33 am 22.12.2018 07:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kosmetik für die Statistik

    Fragt sich nur zu welchem Lohn diese Stellen angeboten werden. Die Älteren gut ausgebildeten Leute können ja nicht halb gratis arbeiten.

  • Chef am 21.12.2018 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Ich Chef

    Ich stelle keine Frauen ein, nur Männer. Frauen werden Schwanger und leisten nur die Hälfte von einem Mann. Sie brauchen Handtasche und Handy und zicken untereinander. Sowas kann man nicht gebrauchen... Und Multi-Tasking könnten die auch nicht, das ist die Realität....