Hansjörg Wyss

01. November 2018 07:51; Akt: 01.11.2018 08:31 Print

Berner Mäzen spendet eine Milliarde Dollar

Der 83-jährige Hansjörg Wyss will mit seiner Stiftung für bessere Luft und sauberes Trinkwasser sorgen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der gebürtige Berner Unternehmer und Mäzen Hansjörg Wyss will mit seiner Stiftung eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz spenden. Mit dem Geld sollen Landstreifen und Meeresgebiete geschützt werden für bessere Luft und sauberes Trinkwasser.

Der 83-Jährige schrieb in einem Gastbeitrag für die US-Zeitung «New York Times» vom Mittwoch, dass er das Geld in den nächsten zehn Jahren über seine Stiftung spenden werde. Landflächen und Gewässer würden am besten erhalten, wenn diese zu öffentlichen Nationalparks, Wildtiergebieten oder Meeresschutzgebieten würden.

Der Bauingenieur und Manager, der an der US-Ostküste lebt, will dazu beitragen, bis ins Jahr 2030 rund 30 Prozent der Erdfläche in einem natürlichen Zustand zu erhalten, wie die «The Wyss Foundation» mitteilte.

Forschung an der Uni Bern

Konkret will die «Wyss Campaign for Nature» lokale Bemühungen unterstützen, etwa für eine bessere Verwaltung von Parks und Schutzgebieten. Daneben will der Mäzen auch die Forschung an der Universität Bern unterstützen, damit Wissenschaftler die effektivsten Erhaltungsmassnahmen ermitteln können.

«Jeder von uns – Bürger, Philanthropen, Wirtschafts- und Regierungschefs – sollte sich über die enorme Kluft zwischen dem, wie wenig von unserer natürlichen Umwelt derzeit geschützt ist, und dem, was geschützt werden sollte, Sorgen machen», schrieb Wyss. «Es ist eine Lücke, die wir dringend schliessen müssen, bevor unser menschlicher Fussabdruck die letzten verbleibenden wilden Orte der Erde verschlingt.»

Wyss hat laut eigenen Angaben bisher mehr als 450 Millionen Dollar in Umweltschutzprojekte in Afrika, Südamerika, Nordamerika und Europa gesteckt. Er will damit Arten auf einer Fläche von rund 40 Millionen Hektaren schützen.

Reich dank Firmenverkauf

Der in Bern geborene Bauingenieur und Manager ist mit der Orthopädiefirma Synthes reich geworden, die er an den US-Multi Johnson & Johnson verkaufte. Das Wirtschaftsmagazin Bilanz schätze sein Vermögen im vergangenen Jahr auf sieben bis acht Milliarden Franken.

Wyss schenkte bisher unter anderem der ETH Zürich und der Universität Zürich 120 Millionen US-Dollar für ein gemeinsames Forschungszentrum. Er engagiert sich neben dem Landschaftsschutz etwa als Präsident der Basler Fondation Beyeler auch für die Kunst sowie für den Breitensport.

(chk/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gregorilla am 01.11.2018 06:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke

    Da kann man nur danke sagen! Es wäre schön, wenn sich andere Superreiche ein Beispiel an ihm nehmen würden.

    einklappen einklappen
  • Eidgenosse69 am 01.11.2018 05:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Es giebt ihn doch noch, den barmherzigen Samariter. Wenn jemand so viel Geld verschenkt, ist es mehr als nur ein Zeitungsartikel wert. Bravo.

    einklappen einklappen
  • roll2go am 01.11.2018 07:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Vermögende haben nicht nur viel, sie geben auch viel - zumindest jene, die es selber erarbeitet haben! Danke!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Frtz am 03.11.2018 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Grosszug

    1 Mia. wenn man deren 6 oder 7 hat, die man im Himmel eh nicht ausgeben kann? Wie grosszügig!

  • Lilly Wolf am 03.11.2018 10:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Spende 1 mil.

    Ein Milliarde spendet ein Schweizer ? Ich hoffe es sehr an unsere Rentner , wo mit Minimum Rente leben müssen! Man muss nicht weit gehen zum Spenden ! Auch bei uns in der Schweiz gibt es bedürftige Familien , einzelne Personen , alleinstehende Mütter , Vätter ! Grosszügig ?

    • Leo65 am 03.11.2018 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Lilly Wolf

      ich gehe mit ihnen vollkommen einig, es ist nicht nachvollziehbar, dass herr wyss diese milliarde nicht an schweizer bedürftige menschen spendet. Sehr schwach herr wyss!!!

    einklappen einklappen
  • Konrad am 02.11.2018 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Priorität richtig?

    Mit 83 wäre ich ganz oft in der Kirche und würde noch versuchen nicht Schätze auf Erden sondern im Himmel anzuhäufen und für die Verbreitung der Guten Nachricht zu spenden.

  • Pascal Troller am 02.11.2018 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz herzlichen Dank!

    Einmal mehr unterstützt Herr Hansjörg Wyss eine grossartige Sache. An dieser Stelle von ganzem Herzen ein riesiges Dankeschön!!

  • Wachtauf am 02.11.2018 11:56 Report Diesen Beitrag melden

    Blender

    Informiert euch unabhängig von den Mainstream, dann erkennt Ihr schnell wie das Böse Spiel gespielt wird. Herr Wyss ist genau so einer der von den 90% profitierte und sich jetzt so präsentiert.