Lohnrunde 2012

14. Dezember 2011 12:43; Akt: 14.12.2011 15:30 Print

Bescheidene Lohnerhöhung bei der UBS

Nur ein kleines Weihnachtsgeschenk: Die Lohnerhöhung für die unteren Angestellten der UBS fällt weitaus geringer aus als vor Jahresfrist. Viele werden wohl leer ausgehen.

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Schalterhalle der UBS an der Zürcher Bahnhofstrasse. (Bild: Keystone)

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Die Grossbank UBS erhöht die Löhne für ihre in der Schweiz tätigen Mitarbeitenden bis und mit Stufe mittleres Kader ab 1. März 2012 um 0,7 Prozent. Dies sei das Ergebnis der Verhandlungen zwischen Arbeitgeberseite und Arbeitnehmervertretung, teilte die UBS am Mittwoch mit.

Damit fällt die aktuelle Lohnerhöhung weitaus geringer aus als jene vor Jahresfrist. Damals hatte die UBS die Salärsumme für Angestellte um 2 Prozent erhöht.

Die UBS-Konkurrentin Credit Suisse hat Ende November angekündigt, im kommenden Jahr 0,5 Prozent der Lohnsumme für individuelle und leistungsabhängige Gehaltserhöhungen zu verwenden.

«Der Bonustopf wird dieses Jahr nochmals deutlich kleiner sein», sagte denn auch CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner in einem am Mittwoch erschienenen Interview mit der «Handelszeitung». Da sich die ganze Bankbranche fundamental wandle, müsse sich dies zwangsläufig auch auf die Löhne auswirken.

Viele gehen leer aus

Denise Chervet, Generalsekretärin des Schweizerischen Bankpersonalverbands, zeigte sich gegenüber der Nachrichtenagentur SDA enttäuscht über die «geringen Fixlohnerhöhungen». Da die Erhöhungen nicht für alle gälten und für die Angestellten unterer Stufen auch an den Boni gespart werde, würden wahrscheinlich viele Mitarbeitende leer ausgehen.

Der zuletzt von UBS und CS aus Spargründen angekündigte Stellenabbau sorge zudem dafür, dass gleichzeitig der Druck auf die verbleibenden Angestellten steige, erklärte Chervet weiter. Die Einsparungen seien nur nachvollziehbar, wenn die Lohnunterschiede zwischen den Mitarbeiterstufen kleiner würden und die Angehörigen der oberen Etagen auf einen Grossteil ihrer Boni verzichteten.


(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Marti am 14.12.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    arme Backofficler

    Leer ausgehen werden wohl die unteren Chargen und die Backofficler. Mein Beileid an die. Die Abzocker in den Teppich Etagen werden sich weiterhin fett an den Töpfen bedienen. Halt immer noch nichts gelernt.

  • Egger Tanja am 14.12.2011 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Geben wir doch lieber dem oberen Kader ein bisschen mehr. Das sind ja schliesslich auch diejenigen, die es wirklich brauchen "Ironie aus"

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  • Jacky am 16.12.2011 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Zuverlässige Quellen

    Aus zuverlässigen Quellen ist mir bekannt, dass es in der UBS treue, sehr gute und fleissige Mitarbeiter gibt, die schon über zehn Jahre bei der UBS angestellt sind und während dieser Zeit eine Lohnerhöhung von total 100.-- Franken erhalten haben, sprich Jahr wurde der Lohn im Durchschnitt 10 Franken erhöht. Welch eine Superleistung der "grosszügigen" UBS. Manager, CEO etc bekommen pro Jahr rund 20 % mehr Lohn. Soviel zu den Tatsachen und den ach so tollen und gut zahlenden Banken. Wer von einer Lohnerhöhung von z.B 5 % liest muss also wissen: Angestellte: 0 %, Geschäftsleitung: 20 %

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacky am 16.12.2011 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Zuverlässige Quellen

    Aus zuverlässigen Quellen ist mir bekannt, dass es in der UBS treue, sehr gute und fleissige Mitarbeiter gibt, die schon über zehn Jahre bei der UBS angestellt sind und während dieser Zeit eine Lohnerhöhung von total 100.-- Franken erhalten haben, sprich Jahr wurde der Lohn im Durchschnitt 10 Franken erhöht. Welch eine Superleistung der "grosszügigen" UBS. Manager, CEO etc bekommen pro Jahr rund 20 % mehr Lohn. Soviel zu den Tatsachen und den ach so tollen und gut zahlenden Banken. Wer von einer Lohnerhöhung von z.B 5 % liest muss also wissen: Angestellte: 0 %, Geschäftsleitung: 20 %

    • Miriam Keller am 16.12.2011 11:05 Report Diesen Beitrag melden

      Zuverlässige Quellen

      Ja, das kann ich bestätigen. Habe schon seit 2002 keinen roten Rappen mehr Lohn bekommen.

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  • Petra am 15.12.2011 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    VON OBEN - UNTEN GLEICHE BEDINGUNGEN

    einführen. Die Abzockerei muss entlich aufhören.

  • Tommy am 15.12.2011 00:06 Report Diesen Beitrag melden

    Neider und Jammerliesen

    Hier hat's wieder mal ganz viele Neider (Nichtbanker) und Jammerliesen(Banker in "unteren" Chargen). Ich finde es positiv, dass die UBS in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit mehr Salär ausbezahlt, auch wenn es "nur" 0.7% sind. Zudem finde ich es besser, wenn die Angestellten und auch die Chefs gut verdienen, als wenn die Aktionäre all die Kohle einsacken. Jeder, der neidisch ist, kann sich ja selbst für einen solchen Job bewerben. Und wer mehr will, kann auch Chef werden und wer dann nicht als Abzocker gelten will, kann ja einen Teil spenden!!!

  • Daniel am 14.12.2011 18:33 Report Diesen Beitrag melden

    Modell des Grundlohns

    Lohnexzesse müssen von der untersten bis obersten Etage unterbunden werden. Die Schweiz sollte zum Modell der Grundlöhne zurückkehren und diese dem europäischen Niveau annähern. Damit wird die Exportindustrie konkurrenzfähiger. Wenn die Wirtschaft floriert, gibt es für die gesamte Belegschaft mehr Lohn. Damit müssen bei Konjunkturabschwung nicht gleich Leute auf die Strasse gestellt werden. Im Rahmen der jährlichen Lohnererhöhung sollte max. die Teuerung ausgeglichen werden. Das dämpft die Preisspirale.

    • Userli am 15.12.2011 06:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Europäisches Einkommensniveau

      Nicht nur das Einkommensniveau müsste in diesem Fall auf europäisches Niveau gebracht werden, sondern auch die Lebenshaltungskosten. Z.B. Wohnkosten, Zinsent etc. Freudi Härz. Das isch de Revoluzion!

    • Andy am 15.12.2011 07:08 Report Diesen Beitrag melden

      Löhne auf Europäisches Niveau anpassen!?

      O.K. einverstanden, die Löhne an das Europäische Niveau anzupassen. Dann müssen wir aber auch unsere Lebenshaltzungskosten an das Europäische Niveau anpassen. Die Mieten müssen massiv runter, die Lebensmittelpreise müssen massiv runter etc. Wie wollen wir unseren Lebensunterhalt bei tieferen Löhnen sonst bestreiten, wenn bei uns alles gleich teuer bleibt. Familien haben heute ja schon Mühe damit.

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  • Stefan Marti am 14.12.2011 17:20 Report Diesen Beitrag melden

    arme Backofficler

    Leer ausgehen werden wohl die unteren Chargen und die Backofficler. Mein Beileid an die. Die Abzocker in den Teppich Etagen werden sich weiterhin fett an den Töpfen bedienen. Halt immer noch nichts gelernt.