Spiegelglatt

28. Februar 2011 13:38; Akt: 28.02.2011 18:14 Print

Besser länger schlafen, statt Unfall bauen

Nach einem Eisregen ist die Unfallgefahr bis zu 30 Mal höher. Die Suva empfiehlt deshalb, bei morgendlichem Eisregen später mit der Arbeit zu beginnen.

storybild

Bei Eisregen ereignen sich bis zu 30 Mal mehr Unfälle als üblich. (Bild: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Werktags zwischen 5 und 8 Uhr ereigneten sich im Januar jeden Tag rund 70 Verkehrsunfälle, wie die Suva in ihrer Mitteilung vom Montag schreibt. Am vergangenen 6. Januar, einem Donnerstag, verzeichnete die Versicherung in diesen drei Morgenstunden dagegen fast 500 Unfälle.

Grund war ein Eisregen, den die Meteorologen zwar angekündigt hatten, der aber doch viele überraschte. In den am stärksten betroffenen Kantonen Schaffhausen, Aargau und Solothurn ereigneten sich bis zu 30 Mal mehr Unfälle als üblich.

Tiefere Prämien

In den teilweise betroffenen Kantonen Bern und Zürich stieg die Zahl der Unfälle etwa um den Faktor 10. In Basel, Freiburg und Thurgau wurde rund das Fünffache des Durchschnittswerts gezählt. Laut Suva dürfte die tatsächliche Zahl der Unfälle höher sein, da nur bei der Suva versicherte Arbeitnehmer erfasst wurden.

Eisregen trete in der Regel zeitlich sehr limitiert auf, hält die Suva fest. Um Unfälle und beachtliche Kosten zu vermeiden, wäre im Sinn der Prävention ein späterer Arbeitsbeginn zu empfehlen. Davon profitieren würden auch die Versicherten - in Form von tieferen Prämien.

(sda)