Zugriffsdaten geklaut

21. August 2019 07:38; Akt: 21.08.2019 09:20 Print

Schweizer Revolut-Kunde um 30'000 Fr. betrogen

Einem Revolut-Kunden wurden innert weniger Minuten 30'000 Franken über die Karte geklaut. Er vermutet, dass die Smartphone-Bank ein Datenleck hat.

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Ein Schweizer Revolut-Kunde wurde am Wochenende Opfer eines fiesen Betrugs: 30'000 Franken wurden innert kürzester Zeit über die Revolut-Karte von Herbert Z.* abgebucht – nachdem das Geld zuerst mal in arabische Dirham getauscht wurde.

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Eine Smartphone-Bank...

Bemerkt hat Z. den Schwindel nur, weil die UBS, von deren Konto das Geld abgezogen wurde, ihn über die Abbuchungen von sechsmal 5000 Franken informierte. In der eigenen Revolut-App erschienen die gewohnten Zahlungsbenachrichtigungen gar nicht, wie er zu 20 Minuten sagt. Er ist darum überzeugt, dass Betrüger an seine Login-Daten gekommen sind.

Datenleck?

Da Z. im Bereich IT-Security arbeitet, ist er überzeugt, dass er selbst vorsichtig genug mit seinen Daten umgegangen und auch nicht auf Phishing-Versuche hereingefallen ist. Darum vermutet er ein Datenleck bei Revolut.

Die Smartphone-Bank streitet das auf Anfrage von 20 Minuten jedoch ab. Es laufe eine Untersuchung zu einem einzelnen Phishing-Angriff, heisst es lediglich. Den konkreten Fall wolle man nicht kommentieren.

Limite ignoriert

Für Z. stellt sich somit vor allem die Frage, wie er wieder an sein Geld kommt. Der Kundendienst konnte ihm darauf keine Antwort geben.

Der Revolut-Kunde fragt sich zudem, wie es überhaupt möglich ist, dass innert so kurzer Zeit 30'000 Franken abgehoben werden konnten – denn er hatte eine Limite von 15'000 Franken pro Monat gesetzt. Auch dazu lieferte die Bank bisher keine Antwort.

Revolut-Kundendienst gibt Swisscom die Schuld

Ein Kundendienst-Mitarbeiter sagte allerdings zu Z., seine SIM-Karte sei gehackt worden. Bei der Swisscom hingegen, dem Provider der Karte, heisst es, sie sei weder gehackt noch manipuliert worden.

Z. sagt zu 20 Minuten, der Kundendienst habe nur versucht, ihn abzuwimmeln, statt ihm zu helfen. Und das, obwohl Z. als «Metal»-Kunde von besonderem Service profitieren sollte.

*Name geändert

(rkn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Petra Schmid am 21.08.2019 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Komisch

    Wie kann Revolut Geld von einem Konto bei einer andere Bank abbuchen? Bin selber revolut Kunde und überweise nur jeweils 500 Franken; revolut hat null Zugriff auf mein Bankkonto. Bin bisher sehr gut gefahren. Anstatt Spesen von 3.5% bis zu 4% im Ausland bezahle ich jetzt 0% bis 0.5%

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  • jay jay am 21.08.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    interessant

    revolut ist prepaid. das heisst bei der bank muss ein zahlungszweck für revolut angegeben werden damit geld auf das revolutkonto übertragen wird. wenn also die bank geld überweisst, ist wohl eher sein ebanking gehackt worden anstatt sein revolut.

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  • Yves am 21.08.2019 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    IT-Security..

    Super IT-Security... Warum hinterlegt er dann die UBS Kreditkarte? Sicherer wäre nur via E-Banking Auftrag aufs Revolut Konto Geld zu laden.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Bronco Bama am 23.08.2019 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Komische Geschichte

    Ich benutze Tranferwise. Da die st eine Kreditkartenummer hinterlegt. Jedesmal wenn ich von der Geld lade (was ich eigentlich nie mache, weil Gebühren zu teuer sind mit dieser Methode), muss ich den Security Code eingeben. Auch wenn einer meinen Transferwise account hacken sollte, kann er nichts von der KK auf irgend ein Konto überweise ohne den Code. Und das Konto hat eine 2 Faktor Authentifizierung. Ohne mein Handy kommt man da auch nicht so einfach rein. Ist also eine äusserst seltsame Geschichte.

  • Rev kunde am 23.08.2019 07:30 Report Diesen Beitrag melden

    Kk

    Oder kreditkarte bei revolut hinterlegt!

  • Ueli Knecht am 22.08.2019 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wer da mitmacht ist selbst Schuld

    Wer meint elektronisches Banking sei sicher, glaubt wahrscheinlich auch an den Osterhasen. IT ist und bleibt unsicher. Jeder, der mithilft das Bargeld abzuschaffen, stellt sich selbst seine Gruben, in die er dann logischerweise reinfällt.

    • Davina am 22.08.2019 21:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli Knecht

      Bargeld wird jeden Tag gestohlen, ist es nun auch unsicher?!

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  • Vreni SG am 22.08.2019 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu bedenken

    Jeder der Revolut hat ist selber Schuld.

    • mrblack am 22.08.2019 13:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Vreni SG

      Sicherlich jeder der solche Beträge auf Revolut hat. Ich persönlich nutze transferwise weils für mich besser ist aber auch da werden maximal 2000.- für den Urlaub drauf geladen. Vreni, nicht alles neue ist der Teufel;)

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  • mrblack am 22.08.2019 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht mein Ding

    Revolut ist bekannt für katastrophalen Kundendienst. So ein Betrag müsste klar versichert sein und da müsste umgehend eine Lösung angeboten werden. Aber auch die versteckten 12.- Überweisungsgebühren auf Schweizer Bankkonten trotz "Null Kosten Werbung" und obwohl innereuropäische SEPA Zahlungen eigentlich komplett Gebührenfrei sein sollten, zeigen doch auf was das für eine Firma ist. Das Geld ist einfach weg und man wird abgewimmelt vom Kundendienst.