Traumjobs?

18. Juli 2015 23:30; Akt: 19.07.2015 08:09 Print

Bettvorwärmer – nicht der einzige kuriose Beruf

Auch Ameisenverkäufer, Velofischer oder menschliche Vogelscheuchen haben es in ihrem Berufsalltag nicht immer leicht.

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Manchmal steckt man beruflich in einer Sackgasse. Wie wäre es in einem solchen Fall mit einem dieser Jobs, die laut «Washington Post» die kuriosesten aller Zeiten sind?

Bettvorwärmer, Uniform vorgeschrieben
Faulpelze für Schoggi-Job gesucht: In der Arbeitsuniform – einem «All-in-one Fleece Sleeper Suit» – wärmt man abends Hotelgästen das Bett vor. Diese sollen sich später in die warmen Bettlaken kuscheln können. Bei einer amerikanischen Hotelkette wird dieser Service seit 2010 angeboten.

Velofischer
Arbeitsort: Amsterdam. In der niederländischen Hauptstadt sind Personen hauptamtlich angestellt, um Velos aus den Grachten zu fischen. Arbeitslosigkeit und Langeweile herrscht in dieser Branche bestimmt keine – Rüpel-Touristen sorgen täglich für neue Arbeit. Jährlich landen rund 15'000 Velos in den Kanälen. Um die Drahtesel aus dem Wasser zu bergen, steht den Arbeitern eine hydraulische Greifzange zur Verfügung.

Mülldetektiv
Angestellt als deutscher Müllpolizist durchsucht man Abfallsäcke und Mülltonnen von Privathaushalten nach falsch entsorgten Dingen. Dabei handelt man im Namen des strengen deutschen Abfallgesetzes. Und wie ein Beitrag des Prosieben-Magazins «Galileo» zeigt, haben die deutschen Mülldetektive eine hohe Berufsethik: Sie befragen Nachbaren, prüfen Einkaufsrechnungen und beobachten Mülltonnen, um Beweise für das Fehlverhalten sicherzustellen.

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Anzugträger zum Mieten
Massgeschneidert für den Anzug: Amerikanische Firmen suchen Männer, die ihr Unternehmen chic angezogen in China vertreten. Mit dem Spruch «Rent a White Guy» können sich Kostüm-Beaus den Firmen anpreisen. Grosse Qualifizierungen oder Berufserfahrung sind für den Stellenantritt meist irrelevant, die Fähigkeit zur Hochstapelei ist jedoch wärmstens willkommen. Anzugsträger Mitch Moxley erzählt dem Magazin«The Atlantic» aus seinem Arbeitsalltag. 1000 Dollar erhielt er für eine Woche Händeschütteln in China. Sein Kollege Jake meint: «Grundsätzlich müssen Sie einen Anzug anziehen, ein paar Hände schütteln und dabei Geld verdienen. Sind Sie dabei?»

Ameisen-Verkäufer mit biologischen Kenntnissen
Viel zu erklären gibt es nicht: Ameisen-Verkäufer verdienen ihre Brötchen, indem sie Ameisen verkaufen. Aber Achtung bei Bestellungen à la Carte: Weltweit gibt es über 12'000 Arten von Ameisen. Bewerbungen beispielsweise an die FirmaAntstoremit Sitz in Berlin.

Beifahrer im Akkordlohn
Indirekt hat die indonesische Regierung diesen Job geschaffen. Wegen überfüllter Strassen hat die Behörde in den 90er-Jahren veranlasst, dass während Stosszeiten mindestens drei Personen in einem Wagen mitfahren müssen. Seither warten am Strassenrand Personen, die sich für eine Fahrt mieten lassen. Pro Fahrt verdient man ungefähr einen Dollar. Bei der Verkehrsdichte Indonesiens könnte sich das Geschäft gar zu lohnen beginnen.

Vogelscheuche
Die offizielle Bezeichnung lautet «Spezialist für biologische Sicherheit im Luftverkehr». In der Praxis wird aber eher eine Vogelscheuche gesucht. Gepflegt darf man dennoch auftreten: Per Anruf wird der Spezialist aufgeboten, um auf einer Flugzeuglandebahn wartende Vögel mit Warnschüssen aus der Schreckschusspistole zu vertreiben. Schnelligkeit ist dabei wichtig: Das Flugzeug kreist bereits in der Wartschlaufe. Damit es nicht allzu oft zu solchen Übungen kommt, sollen die Tiere schon präventiv vom Areal vertrieben werden.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Meier am 19.07.2015 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    kühl ist besser als warm

    Dass man für einen Bettvorwärmer bezahlt, verstehe ich nicht. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als warme Betten oder (vom Vorgänger) vorgewärmte Stühle.

  • Martin W. am 19.07.2015 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Vogelscheuche

    Als ich mit meiner Frau auf Mauritius war, gab es in der Hotelanlage einen Angestellten, der die einzige Aufgabe hatte, die Vögel von den Esstischen des Aussenrestaurants zu vertreiben. Er stand jeden Morgen mit einem Tuch bewaffnet dort und erledigte seine Arbeit sehr gewissenhaft.

  • M. D. am 19.07.2015 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Beamte

    Beamte könnte man auch noch rein nehmen. Kaffee-Trinker, Kleingärtner, Nachbarn-Beobachter, "Knöllchen"-Verteiler.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Reisender am 19.07.2015 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schilderhalter

    In Irland gibt es Schilder-Halter. Diese stehen in den Strassen und halten wort- und bewegungslos Wegweiser fest zu Läden und Firmen, die in den Seitenstraßen zu finden sind...

  • Reto Meier am 19.07.2015 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    kühl ist besser als warm

    Dass man für einen Bettvorwärmer bezahlt, verstehe ich nicht. Für mich gibt es nichts Schlimmeres als warme Betten oder (vom Vorgänger) vorgewärmte Stühle.

  • M. D. am 19.07.2015 07:59 Report Diesen Beitrag melden

    Beamte

    Beamte könnte man auch noch rein nehmen. Kaffee-Trinker, Kleingärtner, Nachbarn-Beobachter, "Knöllchen"-Verteiler.

    • Tom Marty am 19.07.2015 08:27 Report Diesen Beitrag melden

      Shaq

      Wäre ein Job für Shaqiri (mit Bänkli's weiss er ja schon wie's geht).

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  • Martin W. am 19.07.2015 07:55 Report Diesen Beitrag melden

    Vogelscheuche

    Als ich mit meiner Frau auf Mauritius war, gab es in der Hotelanlage einen Angestellten, der die einzige Aufgabe hatte, die Vögel von den Esstischen des Aussenrestaurants zu vertreiben. Er stand jeden Morgen mit einem Tuch bewaffnet dort und erledigte seine Arbeit sehr gewissenhaft.