Gesundheitsorganisationen

03. Februar 2019 09:31; Akt: 03.02.2019 16:03 Print

Bill Gates' Milliarden-Spende in der Schweiz

Seit ihrer Gründung hat die Stiftung von Bill und Melinda Gates mehr als 45 Milliarden Dollar gespendet. 2017 flossen alleine 1,2 Milliarden in die Schweiz.

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Die Bill & Melinda Gates Foundation ist die mit Abstand grösste weltweit. Per Ende 2017 belief sich das Stiftungsvermögen auf mehr als 50 Milliarden Dollar. Allein 2017 spendete das Ehepaar Gates 4,7 Milliarden Dollar, schreibt die «NZZ am Sonntag». Ein grosser Teil der Spenden des Microsoft-Mitgründers kommt Schweizer Organisationen zugute.

Gemäss der im November 2018 veröffentlichten 979-seitigen Steuererklärung für 2017 floss mit rund 1,2 Milliarden Dollar mehr als ein Viertel der gesamten Zuwendungen in die Schweiz. Die Summe teilt sich in bereits ausgeschüttete sowie bewilligte künftige Spenden auf.

Die Beträge der 176 Einzelspenden variieren zwischen wenigen zehntausend und einigen hundert Millionen Dollar, schreibt die Zeitung weiter. Am meisten floss an Gesundheitsorganisationen in Genf. Mit 376 Millionen Dollar ist der grösste Einzelbetrag dem sogenannten Global Fund versprochen, weitere 100 Millionen Dollar hat die Organisation bereits erhalten.

Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria

Der 2002 von den G-8-Staaten angestossene Fonds investiert jährlich gut 4  Milliarden Dollar in die Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria. Des Weiteren flossen kumuliert rund 354 Millionen Dollar der Genfer Impfallianz Gavi zu. Der Microsoft-Mitgründer bedachte auch die Weltgesundheitsorganisation mit 120  Millionen Dollar, so die «NZZ am Sonntag».

In der langen Liste finden sich auch Spenden an Organisationen, die eher überraschen. So unterstützt Gates die Stiftung des deutschen Milliardärs Klaus-Michael Kühne mit Zahlungen von 2   Millionen Dollar. Auch die Stiftungen von Aga Khan und Kofi Annan erhalten Zuschüsse von mehreren hunderttausend Dollar sowie die wohltätigen Einrichtungen des mittlerweile unter chinesischer Kontrolle befindlichen Basler Agrochemiekonzerns Syngenta und des weltweit grössten Generikaherstellers Teva mit Dependance in Rapperswil. Zudem flossen fast 600'000 Dollar von Seattle nach Zell (LU) zur Firma Maropack, einer Spezialistin für die keimfreie Abfüllung von Flüssigkeiten.

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