Jahresrechnung

09. Dezember 2010 09:56; Akt: 09.12.2010 10:54 Print

Billag rüstet sich gegen wütende Kunden

Nächstes Jahr will die Billag die Gebühr eines ganzen Jahres auf einmal kassieren. 70 neue Mitarbeiter sollen die zahlreichen erwarteten «Anfragen» dazu bewältigen.

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2011 flattert eine gesalzene Rechnung der Billag ins Haus. Die Radio- und Fernsehgebühren werden nicht mehr vierteljährlich, sondern nur noch einmal pro Jahr einkassiert. Betroffen sind praktisch sämtliche Haushalte in der Schweiz. Es handelt sich um die bedeutendste Änderung in der Rechnungsstellung seit mehr als zehn Jahren, wie die Billag am Donnerstag mitteilte.

Die Billag erwartet aus der Bevölkerung «zahlreiche Anfragen» zur Jahresrechnung, besonders im Januar. Anfangs 2011 wird sie den Personalbestand im Contact Center deshalb vorübergehend auf 140 Mitarbeitende verdoppeln.

Zwölf Zahler-Gruppen nach Zufallsprinzip

Für die Umstellung von der vierteljährlichen auf die jährliche Rechnungsstellung werden die drei Millionen Kundinnen und Kunden in zwölf gleich grosse Gruppen eingeteilt. Die Zuteilung erfolgt gemäss Billag nach dem Zufallsprinzip. Jeden Monat erhalte eine neue Gruppe ihre erste Jahresrechnung. Jene Gruppen, die noch nicht an der Reihe sind, erhalten zuerst eine «Übergangsrechnung». Diese Rechnungen sollen an alle im Januar versandt werden. Die Jahresrechnungen folgen dann ab Februar.

Dreimonatsrechnung gegen Aufpreis

Die Jahresrechnung ist nach dem Willen des Bundesrates künftig die Regel. Wenn jemand lieber weiterhin alle drei Monate bezahlen möchte, ist das möglich. Gemäss Bundesrat ist ein Zuschlag von 2 Franken pro Rechnung zu bezahlen, um den Mehraufwand zu decken. Der Zuschlag entfällt für jene Kunden, die bereit sind, ihre Dreimonatsrechnung per Lastschriftverfahren, Debit Direct oder E-Rechnung zu bezahlen. Wer auf Dreimonatsrechnung wechseln will, muss selber aktiv werden und das der Billag mitteilen.

10 Millionen Franken sparen

Mitte Oktober hat der Bundesrat die Radio- und Fernsehverordnung angepasst. Diese bestimmt auch die Fälligkeiten der Rechnungen: Die Kunden haben neu rund 90 Tage Zeit für die Bezahlung. Bei den Übergangsrechnungen mit Zahlungsperioden zwischen einem und elf Monaten ist die Fälligkeit je nach Zahlungsperiode unterschiedlich.

Durch die jährliche statt vierteljährliche Rechnungsstellung fallen Kosten für Druck, Versand und Zahlungsverkehr weg. Bei drei Millionen Rechnungsempfängern macht das rund 10 Millionen Franken pro Jahr. Der grösste Anteil ergibt sich bei den Spesen für den Zahlungsverkehr: rund 6 Mio. Franken. Die Einsparungen kommen der SRG und den Privatsendern zugute. Im Gegenzug hat der Bundesrat auf eine Gebührenerhöhung verzichtet.

(rub)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco am 09.12.2010 10:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nun ja...

    das Januarloch wird wieder vergrössert!

  • Theo Merz am 09.12.2010 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Einsparung?

    Da soll also gespart werden: 70 neue Mitarbeiter, eine Übergangsrechnung für alle (so ein Unsinn) im Januar, 12 Zufallsgruppen für den monatlichen Versand der Jahresrechnungen!!! Da muss man doch nur noch den Kopf schüttel. Die Billag gehört schon lange eliminiert, Einzug der Gebühren (zuerst sollten aber die SF-Fernsehmacher auch mal etwas anständiges bieten) via Steuerrechnung.

  • Hansjakobli am 09.12.2010 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Billag

    Die Billag ist ein Institution die sich am Publikum zu unrecht bereichert. Dass überhaupt Geld verlangt wird für eine Verbreitung von TV Programmen wie die vom Schweizerfernsehen produzierten Sendungen mit Epiney,Kilchsberger und Co ist eine absolute Frechheit.Selbst wenn man mich noch dafür bezahlen würde ginge ich lieber ins Kino als mir solchen Schrott zu Gemüte zu führen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kari Schweizer am 15.07.2012 18:36 Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz der Monopolstaat

    Es lebe das Monopol. So was ist nur in der Schweiz möglich

  • Angelika Kühne am 20.07.2011 08:51 Report Diesen Beitrag melden

    Rechnungsdruck funktioniert nicht!

    Was viel schlimmer ist, wir bekommen Rechnungen die nicht stimmen. Wir reagieren, sie ändern diese. Seit anfang Jahr hat die Billag - anscheinend - ein Problem mit dem Rechnungsdruck. Ich bekomme keine neue Rechnungen die ich in der Buchhaltung verwenden kann/muss aber die Belastung am Konto hat bereits mit 01.04.2011 stattgefunden. Es ist mir unerklärlich wie ein solches Unternehmen keine neuen Rechnungen drucken kann! Meine ständigen Interventionen haben bis jetzt nicht genützt eigentlich sollte man diesem Problemen auch mal auf den Grund gehen und sie durch die Presse ziehen.

  • Ueli Stefu am 24.05.2011 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Es liegt am Bundesrat

    Was wäre wenn 200'000 Leute die Rechnung einfach nicht Bezahlen würden? Genau der Bundesrat müsste etwas Unternehmen und nicht immer der SRG Rückendeckung geben. Mir reicht es langsam.

  • Roli am 24.05.2011 17:51 Report Diesen Beitrag melden

    Billag - wer ?

    Das Problem ist ja nicht die Billag ..... das viel grössere Problem sind "unsere" Politiker die solche Ideen kreieren .... und die mindestens alle 4 Jahre wiederholenden leeren Versprechungen ....

  • ayse steinbrenner -alcan am 18.05.2011 21:51 Report Diesen Beitrag melden

    keine andwort von billag :(

    habe billag geschrieben,ab30.06 bis 04.08 bin nicht in der schweiz bin juli monat kein gebrauch.Undsogar auch das billag tv empfangsender löschen soll oder antenenstecker blombieren soll bei mir zu hause ab 30 juni.ich habe keine zeit fur tv schauen sehr sehr gering.Und das billag mir neue rechnung machen soll,aber es kamm keine andwort oder ein schreiben,auf meine e-mail von firma billag.warum soll ich 1 jahr vorraus zahlen wenn ich keinen ganze jahr in schweiz bin?? ich will das billag meine tv steckdosen fur empfang total blokiert und neue rechnug macht. was kann ich tun??