Nach Abstürzen

17. Mai 2019 05:06; Akt: 17.05.2019 05:13 Print

Boeing schliesst Software-Update für 737 MAX ab

Nach zwei Abstürzen von Flugzeugen des Typs 737 MAX gilt seit März ein weltweites Flugverbot für diese Maschinen. Nun hat Boeing die Steuerungs-Software aktualisiert.

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Der US-Flugzeugbauer Boeing hat nach eigenen Angaben das Software-Update für Maschinen des Typs 737 MAX abgeschlossen. «Wir haben alle technischen Testflüge für das Software-Update absolviert», erklärte Konzernchef Dennis Muilenburg am Donnerstag. Das Unternehmen bereite sich nun für den «letzten Zulassungsflug» vor.

Insgesamt seien 207 Flüge mit einer Gesamtdauer von 360 Stunden mit dem aktualisierten Stabilisierungssystem MCAS geflogen worden. Bevor die 737 MAX den Flugbetrieb wieder aufnehmen kann, muss die US-Luftfahrtbehörde FAA einer Wiederzulassung zustimmen.

Nach zwei Abstürzen von Maschinen des Typs 737 MAX binnen weniger als fünf Monaten war im März ein weltweites Flugverbot für diese Flugzeuge verhängt worden. Zunächst stürzte im Oktober 2018 eine solche Boeing vor der indonesischen Insel Java ab, alle 189 Insassen starben. Im März verunglückte dann eine Maschine der Fluggesellschaft Ethiopian Airlines in Äthiopien. Alle 157 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Möglichst bald weltweit wieder im Einsatz

In beiden Fällen steht das speziell für die Boeing 737 MAX entwickelte Stabilisierungssystem MCAS (Maneuvering Characteristics Augmentation System) im Verdacht, eine verheerende Rolle gespielt zu haben. Es drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern.

Die FAA hat für den 23. Mai ein Treffen mit internationalen Luftfahrtbehörden anberaumt, um den Prüfungsprozess für die 737 MAX abzusprechen. So soll der Flugzeugtyp möglichst bald weltweit wieder zum Einsatz kommen können.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nick am 17.05.2019 05:48 Report Diesen Beitrag melden

    Ob das jemand riskieren will?

    Ich bin echt gespannt, ob/wer den Mut hat, zu unterschreiben, dass diese Kiste jetzt sicher fliegen kann. Wenn wieder was passiert, möchte ich nicht in seiner Haut stecken.

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  • Scherer Sonja am 17.05.2019 06:59 Report Diesen Beitrag melden

    Sensor

    Das Problem ist keineswegs gelöst das Flugzeug hat noch immer nur einen Fluglage Sensor.

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  • Craig Birkenmayer am 17.05.2019 06:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NO GO

    Ich fliege auf jeden Fall nicht mit so einer Kiste.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A.B. am 20.05.2019 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ich warte noch fünf Jahre...

    Also wenn die Maschine wieder zugelassen wird, warte ich noch fünf Jahre bis ich wieder in eine solche Maschine einsteige. Wenn in diesem Zeitraum keine Maschine vom Himmel fällt, scheint sie wohl wieder sicher zu sein.

  • expat am 20.05.2019 02:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Massenmörder

    BBC Artikel macht klar, Boeing wusste alles von der Entwicklung her damit ist die 737 eine Mordwaffe... Software sollte Konstruktionsmangel beheben geht aber nicht

  • Fabian Egger am 19.05.2019 20:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Habs überlebt

    bin gestern mit einer 737 max (southwest airlines) von LA nach Atlanta geflogen. Habs überlebt. Thank God :)

    • J. Dee am 19.05.2019 22:07 Report Diesen Beitrag melden

      Zuerst nachforschen dann schreiben...

      Die 737 MAX-7 ist seit 2017 bei Southwest in betrieb. Die gegroundete Max ist die 9 also 737 MAX-9 welche bei Lion sowie Ethiopian abgestürzt ist.

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  • Informatiker am 19.05.2019 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    Downdate wäre wohl treffender

    Die zwei Boeing Flieger sind abgestürzt, weil die Piloten es nicht geschafft haben, die Software zu deaktivieren. Was um Himmelswillen will da Boeing updaten, um die Sicherheit zu verbessern?! Abgesehen davon, braucht das Flugzeug die Software [nur in Extremfällen nicht] weil es eine Fehlkonstruktion ist, die Turbinen sind beim MAX an den Flügel nicht optimal positioniert.

    • Analytiker am 21.05.2019 23:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Informatiker

      Genau so ist es.

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  • EMMM am 19.05.2019 13:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zitat

    ((Es drückt bei einem drohenden Strömungsabriss die Nase des Flugzeugs automatisch nach unten, auch wenn die Piloten gegensteuern)) Hmmm, so ist es wenn man allzu viel auf die Technik Verlässt. Es sollte doch dem Piloten auch die möglichkeit geboten werden, das Flugzeug im Notsituation Manuell steuern zu können. In dem man den Notschalter einbaut, falls der Computer spinnt.

    • Flugzeugschrauber am 19.05.2019 23:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @EMMM

      Diese Möglichkeit gibt es natürlich. Beim 2ten Absturz hatten die Piloten das System deaktiviert, allerdings fehlte Flughöhe und somit Zeit, um das Flugzeug wieder abzufangen. MCAS brachte die Trimmung in die vorderste Lage, die Piloten haben das System ausgeschaltet und die Trimmung von Hand zurück gekurbelt. Das benötigt aber Muskelkraft und Zeit, die schlicht und einfach gefehlt hat. Solche Systeme unterstützen die Piloten auch in Not-Situationen und werden daher nicht einfach "pauschal" abgeschaltet. Die oft gefeierte Landung im Hudson-River, währe wahrscheinlich zu einer Katastrophe geworden, hätte der Flugrechner die Eingaben des Kapitäns nicht korrigiert/begrenzt.

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