Schweizer Aktienmarkt

08. Januar 2016 18:30; Akt: 08.01.2016 18:33 Print

Börse schliesst mit starkem Minus

Die Börsenwoche geht mit einem weiteren Einbruch des Aktienmarkts zu Ende. Die Kurse der 30 wichtigsten Titel brachen ein.

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Misslungener Start ins neue Jahr: Logo der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich. (Archivbild / 26.1.2015) (Bild: Keystone/Steffen Schmidt)

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Der Schweizer Aktienmarkt hat am Freitag erneut markant nachgegeben, zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal an den bisherigen fünf Börsentagen des neuen Jahres. Der Start ins neue Jahr ist damit gründlich misslungen und die von vielen Prognostikern vorausgesagte hohe Volatilität ist früher und stärker eingetroffen als gedacht.

Geprägt war das Geschehen auch vor dem Wochenende vor allem vom weltweit turbulenten Börsenverlauf wegen der Verwerfungen in China. Am Markt herrsche deswegen vor allem Verunsicherung, sagte ein Händler in Zürich. Betroffen davon waren auch die ansonsten stabilen Schwergewichte. In China beruhigte sich das Geschehen zwar vorerst etwas, dies war aber vor allem Interventionen des Staates geschuldet.

Der Swiss Market Index (SMI) gab schliesslich 2,28 Prozent auf 8257,28 Punkte nach. Im Wochenvergleich ergab sich ein selten starkes Minus von 6,4 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) büsste 2,10 Prozent ein auf 8527,36 Punkte. Von den 30 wichtigsten Titeln gingen alle im Minus aus dem Handel.

Einbussen für UBS und CS

Am Nachmittag hatte ein robuster und besser als erwartet ausgefallener Arbeitsmarktbericht in den USA die Aktien gestützt, allerdings nur für ganz kurze Zeit. Danach setzte sich der Abwärtstrend fort. Offenbar gewann die Meinung die Oberhand, dass starke Konjunkturzahlen den Zinserhöhungszyklus in den USA eher beschleunigen werden. Entsprechend gab auch der Dow Jones nach einem starken Start seine anfänglichen Gewinne zu einem guten Teil wieder preis.

Unter den Einzeltiteln bei den Blue Chips brachen die Titel des Ölbohrkonzerns Transocean (-7,5 Prozent) einmal mehr am deutlichsten ein: Hauptgrund ist hier der tiefe Ölpreis. Dahinter erlitten mit UBS (-5,5 Prozent) und CS (-3,7 Prozent) aber auch die Aktien der beiden Grossbanken empfindliche Einbussen. Die Credit Suisse hatte am Morgen rückwirkend revidierte Ergebniszahlen für die vergangenen fünf Jahre publiziert.

Hauptverantwortlich für den tiefroten Schluss des Gesamtmarktes waren aber vor allem die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche (je -2,6 Prozent). Am wenigsten unter Druck standen die Titel des Baustoffherstellers Sika (-0,7 Prozent), des Rückversicherers Swiss Re und des Hörgeräteherstellers Sonova (je -0,8 Prozent).

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • liber am 09.01.2016 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    fünf

    Das Geld ist nicht weg. Es hat jetzt nur ein anderer

    einklappen einklappen
  • Suissr am 09.01.2016 01:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann ist Schluss

    Irgendwann ist die Wirtschaft übersättigt. Dann kann es nur noch runtergehen.

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  • Mike Meier am 09.01.2016 07:15 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinne waren trotzdem möglich

    Der Schweizer Aktienmark ist schon sehr klein. Gute Diversifikation ist, wenn überhaupt, nur sehr beschränkt möglich. Mit globalem Engagement waren auch in der vergangenen Woche durchaus Gewinne möglich...mit Aktien, selbstverständlich.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Mirko am 11.01.2016 20:06 Report Diesen Beitrag melden

    TitelM

    ich verstehen nicht gut die Börse. ich bin aus Ausland hart arbeiten.

  • Chrishumor am 10.01.2016 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Börsen

    Die Idee der Börse, war die Firma zu übernehmen. 2 Firmenen zusammen Schweissen oder vor Finanzenpleite zubewahren. 2 Idee waren die Neuen Projekten Finanzieren lassen um ein Firma zugründen eine Starthilfe. Das war übersichtlich, das Gesetz hat es Verschlafen alle haben Börse zutritt auch die auch Betrügen und Verkaufen Faule Aktien... Resultat Massen Crash... Bis Weltweit kollabs. Ich hätte die Börse Abgeschaft. Und nur Börse für der Staat und nicht Banksystem. Die Verlierer sind immer die Angestellten die immer mit Entlassungen Rechnen müssen um die Gewinne auschütten lassen.

  • S. Emmi am 10.01.2016 13:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vermeintlich

    jeder Aktionär meint, er habe Geld verdient, wenn die Aktie steigt, aber verdient ist erst, wenn man den Gewinn realisiert...

  • webbly am 09.01.2016 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weiter

    das ist sehr gut so.

  • Schlussfolgerer am 09.01.2016 21:00 Report Diesen Beitrag melden

    Börse ... Börse !? ... Börse ?!

    "Die Börse gehört abgeschafft" schreien die Schweizer - und ersteigern sich darauf was Nettes bei Ricardo. Was ich mir für die Schweiz wünsche: Mehr Bildung !!!

    • Spotdigger am 09.01.2016 21:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Schlussfolgerer

      Der vergleich zeigt, dass Sie gar nichts verstanden haben. Bitte zurück auf Feld 1.

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