Aktienmärkte

18. März 2011 07:15; Akt: 18.03.2011 08:32 Print

Börsen im Plus nach G-7-Hilfe für Yen

Steigende Aktienkurse, sinkender Yen: Die asiatischen Märkte erhielten am Freitag auftrieb, nachdem die G-7-Staaten eine Intervention für den japanischen Yen angekündigt hatten.

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Stromsparen an der Tokioter Börse. Bildschirme, die normalerweise Yen-Kurse anzeigen, waren am 18. März 2011 ausgeschaltet. (Bild: Reuters)

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Von der beschlossenen Devisen-Intervention der sieben führenden Industrienationen (G7) profitierte der exportorientierte Tokioter Aktienmarkt, der zuletzt durch die Atom-Katastrophe arg gebeutelt wurde. «Das ist die erste konzertierte Intervention seit 2000, das wird eine nachhaltige Wirkung auf den Markt haben», sagte Analystin Kathy Lien von GFT.

Händlern zufolge begann die japanische Notenbank mit dem Dollar-Aufkauf. Medienberichten zufolge intervenierte sie in einem Volumen von mehr als 25 Mrd. Dollar. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit 2,7 Prozent im Plus bei 9206 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,4 Prozent auf 830 Zähler.

Auch die übrigen Märkte in Asien verbuchten Gewinne. Die Börse in Hongkong notierte 0,5 Prozent höher, der chinesische Leitindex in Shanghai lag ebenfalls 0,5 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea stieg um 1,1 Prozent.

Unsicherheit weiterhin gross

Trotz der Gewinne beschäftigte die Atom-Katastrophe in Japan die Märkte. Solange die Lage am Unglücks-AKW Fukushima aber nicht im Griff sei und es noch kein vollständiges Bild über die wirtschaftlichen Auswirkungen gebe, herrsche nach wie vor viel Unsicherheit am Markt, sagten Händler.

Es gab auch Zweifel am langfristigen Nutzen der Devisen-Interventionen: «Das wirkt wie ein nervöser Kampf zwischen der Notenbank und Spekulanten», sagte Norihiro Fujito von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

In Singapur enttäuschte der weltweit grösste Hafeninvestor und - betreiber Hutchison Port Holdings bei seinem Börsengang. Die Aktie eröffnete bei 0,975 Dollar, rund 3,5 Prozent unter dem Ausgabepreis. Das Emissionsvolumen des grössten Börsengangs in Südostasien lag bei 5,5 Mrd. Dollar.

Der Dollar gewann mehr als 3 Prozent auf 81,75 Yen. «Das war eine positive Überraschung», sagte Mitsuru Sahara, Chef-Devisenmanager in Tokio, zu dem Beschluss der G7 für eine konzertierte Intervention. Zum Franken schwächte sich der Yen dagegen um gegen 3 Prozent auf 1.10 Franken ab.

(sda)