Wohnungsbau

07. März 2011 11:20; Akt: 07.03.2011 11:26 Print

Boom auf dem Land, Flaute in der Stadt

Während in den Städten Zürich, Basel und Bern im Jahr 2010 weniger Wohnungen gebaut wurden als ein Jahr zuvor, nahm der Wohnungsbau in den kleinen Gemeinden zu.

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Neue Wohnungen wurden vor allem in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern gebaut. (Bild: Keystone)

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Der Wohnungsbau in der Schweiz bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Im vierten Quartal des vergangenen Jahres wurden landesweit 12 430 Wohnungen fertiggestellt. Das sind 12 Prozent mehr als in derselben Periode im Jahr davor.

Höher als vor einem Jahr war Ende 2010 auch die Zahl der Wohnungen, die sich noch im Bau befanden. Sie stieg um 10 Prozent auf 67 030 Wohnungen, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte.

Vor allem in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern

Übers ganze Jahr 2010 wurden in der Schweiz 40 700 Wohnungen fertig gebaut, 5 Prozent mehr als 2009. Neue Wohnungen bezogen werden konnten dabei vor allem in Gemeinden mit weniger als 10 000 Einwohnern. In den grösseren Gemeinden wurde dagegen weniger gebaut als im Jahr zuvor, was gemäss BFS namentlich auf einen Rückgang der Wohnbautätigkeit in den Agglomerationen Bern, Zürich und Basel zurückzuführen ist.

Dass der Bauboom auch mittelfristig auf gleich hohem Niveau anhält, ist anhand der vierteljährlich erhobenen Baustatistik nicht klar erkennbar. So wurden in den letzten drei Monaten des Jahres 2010 weniger Baubewilligungen erteilt als 2009.

Die Zahl der Bewilligungen sank um 12 Prozent oder 1540 Wohnungen auf 11 650. Übers ganze vergangene Jahr gesehen sank die Zahl der Bewilligungen um 1 Prozent. Besonders markant fiel der Rückgang der Baubewilligungen laut BFS in mittelgrossen und grossen Gemeinden aus. Ausnahme davon bildet die Agglomeration Basel.

(sda)