Jahreszahlen 2018

14. Februar 2019 01:48; Akt: 14.02.2019 07:48 Print

CS verzeichnet einen Gewinn von 2,1 Milliarden

Die Credit Suisse hat die Zahlen für das letzte Jahr präsentiert. Der Grossbank gelang demnach der erste Gewinn nach drei Jahren.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Credit Suisse hat im vergangenen Jahr erstmals seit 2014 wieder Gewinn gemacht. Das vierte Quartal war indes – wie auch bei der Konkurrenz – sehr schwierig und geprägt von Volatilität und einer geringen Kundenaktivität.

Im Geschäftsjahr 2018 erzielte die Grossbank einen Reingewinn von 2,06 Milliarden nach einem Verlust von 983 Millionen Franken im Jahr zuvor. In den vorangegangenen drei Jahren war es wegen verschiedener Sonderfaktoren jeweils zu Milliardenverlusten gekommen.

Erträge im vierten Quartal tiefer als im Vorjahr

Im vierten Quartal 2018 erzielte die Grossbank einen Reingewinn von 292 Millionen Franken nach einem Verlust von 2,13 Milliarden Franken im Vorjahr. Damals hatten hohe Wertberichtigungen wegen der US-Steuerreform von Donald Trump das Ergebnis deutlich in die roten Zahlen gedrückt.

Die Erträge waren im vierten Quartal mit 4,80 Milliarden Franken tiefer als im Vorjahr. Bei einem ebenfalls rückläufigen Geschäftsaufwand von 4,11 Milliarden ergibt sich ein Verhältnis aus Kosten und Erträgen (Cost/Income-Ratio) von 85,6 Prozent. Das heisst, die Bank gibt für jeden eingenommen Franken nicht ganz 86 Rappen aus.

Erwartungen übertroffen

Mit den Gewinnzahlen hat die Credit Suisse die Markterwartungen übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Analysten hatten für das vierte Quartal mit einem Gewinn vor Steuern von 363 Millionen und einem Reingewinn von 214 Millionen gerechnet.

Der Bank flossen im vierten Quartal Nettoneugelder in Höhe von lediglich 0,5 Milliarden Franken zu verglichen mit 16,6 Milliarden im dritten Quartal. Die verwalteten Vermögen wurden per Ende Dezember 2018 mit 1'347 Milliarden Franken ausgewiesen und damit fast 60 Milliarden tiefer als noch Ende September.

Schwieriger Dezember

Nach dem schwierigen vierten Quartal 2018 und einem besonders schwierigen Dezember habe sich im laufenden Jahr eine Verbesserung eingestellt, heisst es von der Bank. «Nachdem sich in den ersten sechs Wochen des Jahres 2019 eine Normalisierung abgezeichnet hat, ist das Handelsumfeld nun nicht mehr so ungünstig wie im vierten Quartal 2018, jedoch immer noch schwieriger als im ersten Quartal 2018.»

Angesichts der Bedenken über einen Regierungsstillstand in den USA, den Handelskrieg zwischen den USA und China sowie dem Brexit sei die weitere Entwicklung im laufenden Jahr mit hoher Unsicherheit verbunden, erklärte die Bank.

(20 Minuten)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Reto Schmid am 14.02.2019 07:23 Report Diesen Beitrag melden

    Egal

    Wen kümmert's? Ob Gewinn oder Verlust die unteren Leute werden sowieso entlassen.

    einklappen einklappen
  • Tina C. am 14.02.2019 07:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn vs Kündigungen

    Gewinn????? Ja auf den Buckel der entlassenen Mitarbeiter... und den Verbliebenen, die schamlos ausgenutzt werden. Das ausländische Management (nicht nur bei der CS) kassiert umsomehr ein. Das liberale Arbeitsgesetz muss dringend angepasst werden, denn der soziale Pakt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer wird bei denen missachtet. Liberal bedeutet heute schamlose Ausbeutung und ungerechtfertigte Kündigungen!

    einklappen einklappen
  • Foxtrott am 14.02.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Bussen aus den USA

    Merke: Der Gewinn von Schweizer Banken hält nur so lange, bis die nächste Busse aus den USA reinflattert.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sir Walton am 17.02.2019 12:12 Report Diesen Beitrag melden

    Technologie

    Devise eines exBankers: Bitcoin halten. Vergleicht man die Vorraussetzungen zu 2016 so sieht man jetz trotz der Wertberichtigung eine rosige Infrastruktur sowie seitens Aufsicht, Regulierung und auch Bankinnovation. Storage Solutions von Fidelity und diversen CH startups sowie die JPM coin tuhen Ihr uebriges. Beim naechsten Preisrun gibt es nun ein Umfeld fuer Massadoption welches es im Bonanza 2017 noch nicht gab. Luft holen und Tee trinken. Banken brauchts weiter aber nicht in jetziger Form.

  • Kurt am 16.02.2019 01:16 Report Diesen Beitrag melden

    Abwicklung heisst das Zauberwort

    Um weiteren Schaden zu vermeiden, sollte dies bei der maroden Credit Suisse baldmöglichst und professionell organisiert in Angriff genommen werden!

  • glücklicher Schweizer am 15.02.2019 15:19 Report Diesen Beitrag melden

    Gewinn und Boni durch Entlassungen...

    Ü50 auf die Strasse stellen und gleichzeitig junge EU-Bürger günstig einstellen. Hauptsache der Boni stimmt und die Aktionäre sind glücklich. Sind dies noch Schweizer Werte, auf die wir stolz sein können?

  • Blasius am 15.02.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    CEO

    Mein Gefühl sagt mir, mit diesem CEO ist kein Blumentopf zu gewinnen.

  • Ratzapak am 15.02.2019 06:54 Report Diesen Beitrag melden

    Nur Verluste mit der CS

    Kein einziger Rappen kommt den Kunden zu gut. Wir bezahlen nur Depotgebühre auf Papiere die keine Rendite ausschütten, oft zeigen nur Kursverluste, obwohl sie uns von der Bank empfohlen wurde. Da fragt man sich schon wie sie selbst so viel gewinnen können ?

    • Tom am 15.02.2019 15:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ratzapak

      Die Bank gewinnt immer! Keine Zinsen für die PK aber Gewinn für die Banken...

    einklappen einklappen