Gestiegene Nachfrage

02. März 2011 22:45; Akt: 02.03.2011 20:24 Print

Calida setzt auf grosse BH-Grössen

von Valeska Beck - Auch Schweizerinnen werden obenrum immer draller. Calida baut deshalb das Sortiment bei den grossen BH-Körbchen aus.

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Schweizer Frauen haben in Sachen Oberweite aufgeholt. Nachdem in England die Körbchengrösse E schon zum Standard zählt, verzeichnen jetzt auch Unterwäschehersteller in der Schweiz eine deutlich stärkere Nachfrage nach grossen BHs. Die Wäscheproduzentin Calida hat reagiert: Seit Februar führt das Unternehmen auch die Grössen E und F. «Das gute alte 75 B hat als Standardgrösse ausgedient», sagt Produktmanagerin Simone Wirichs.

Der Run auf grössere BHs forderte die Entwicklungsabteilung von Calida. Zwei Jahre tüftelte sie an den neuen BHs. «Denn die Anforderungen einer grossen Brust ans Material sind viel höher», erklärt Wirichs. Das Ergebnis: BHs aus Polyamid-Fasern mit einem deutlich höheren Elasthan-Anteil, 2,5 cm breiten, extrastarken ­Trägern und einem verstärkten Rückenteil. «Das gibt mehr Halt und Komfort», sagt Wirichs.

Getestet wurden die neuen Power-BHs an Calida-Mitarbeiterinnen sowie an Frauen ausserhalb des Unternehmens. «Da wurde getragen und gewaschen, was das Zeug hält», so Wirichs. Obwohl die Produktion teurer sei, wolle Calida das nicht mit einem höheren Preis an die Kunden abwälzen. «Im Gegensatz zu Deutschland, wo man für grössere Körbchen 10 Euro mehr verlangen kann», sagt Wirichs.

Laut Calida-CEO Felix Sulzberger will sich der Konzern dieses Jahr stärker im BH-Geschäft profilieren. Der Verkauf von Damen-Tagwäsche macht etwa einen Drittel des Umsatzes aus.