Geldpolitik

18. Februar 2011 13:16; Akt: 18.02.2011 13:22 Print

China nimmt Banken an die kurze Leine

Im Kampf gegen eine Überhitzung der Wirtschaft zügelt China die Kreditvergabe der Banken weiter, um das Wachstum und die Teuerung auszubremsen.

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Die Mindesteinlage, die Geldinstitute bei der Zentralbank halten müssen, steigt um einen halben Prozentpunkt, wie die Notenbank PBOC am Freitag mitteilte. Die Erhöhung wird zum 24. Februar wirksam. Dann wird der Satz mit 19,5 Prozent auf einem Rekordhoch liegen. Die jüngste Anhebung ist die zweite im laufenden Jahr und folgt auf sechs Erhöhungen im vergangenen Jahr.

Hohe Teuerung

Zudem hatte die Notenbank seit vergangenem Herbst den noch wichtigeren Leitzins dreimal angehoben, um das Wachstum in dem boomenden Schwellenland im Zaum zu halten und Preisblasen - etwa am Immobilienmarkt - entgegenzuwirken.

Besonders die rapide steigenden Lebenshaltungskosten und die anhaltend hohe Kreditvergabe machen Chinas Notenbank zu schaffen. Im Januar stieg die Jahresteuerung in der Volksrepublik auf 4,9 Prozent. Traditionell ist die Kreditvergabe zu Jahresbeginn besonders hoch. Die Regierung macht den Instituten klare Vorgaben, wie viel Geld sie verleihen dürfen.

Weitere Schritte erwartet

Experten gehen davon aus, dass die Notenbank weitere Schritte einleiten wird: «Es ist möglich, dass die Mindestreserveanforderung weiter erhöht wird, doch der Spielraum dafür wird enger. Wir erwarten zudem eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr», sagte Wang Hu von Guotai Junan Securities in Shanghai.

(sda)