Asien

04. Januar 2016 06:41; Akt: 04.01.2016 07:35 Print

China stoppt Aktienhandel nach Verlusten

Der Börsenhandel in China wurde nach Verlusten von fast sieben Prozent ausgesetzt. Auch in Japan schwächelt die Wirtschaft.

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Schwieriger Jahresbeginn: Die Börsen in Asien sind auf Talfahrt. (Archivbild / 24.8.2015) (Bild: Keystone/Rolex dela Pena)

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Schwache Wirtschaftsdaten und die neuen Spannungen im Nahen Osten haben die Aktien in China auf Talfahrt geschickt. Knapp sieben Prozent Verlust verbuchten die Kurse in Shanghai zum Start der ersten Börsenwoche im neuen Jahr. Damit erreichte der Shanghai Composite Index den niedrigsten Stand seit fast drei Monaten. Der japanische Nikkei-Index fiel um mehr als drei Prozent, der Hang Seng in Hongkong verlor in derselben Grössenordnung.

Nach einem Einbruch ist der Aktienhandel in China vorübergehend für 15 Minuten ausgesetzt worden. Gleich am ersten Tag seiner Einführung kam damit ein neuer Sicherungsmechanismus zum Zuge, der zu grosse Schwankungen an Chinas Aktienmärkten verhindern soll.

Der schlechte Start ins neue Jahr folgte auf die Nachricht von einem unerwartet starken Rückgang der Industrieaktivitäten im Dezember, der darauf hindeutet, dass die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt weiter an Schwung verliert.

Monatstief in Japan

Auch andere asiatische Börsen fielen. In Japan gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index im Handelsverlauf 2,7 Prozent auf 18'518 nach und markierte ein Zweieinhalb-Monatstief. Der breiter gefasste Topix verlor 2,2 Prozent auf 1512 Zähler. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans verlor 1,8 Prozent.

Die Ergebnisse der Umfrage des Markit-Instituts und des Medienhauses Caixin hatten die Märkte in China gedrück. Der Shanghai-Composite-Index gab fast vier Prozent nach. Der MSCI-Index asiatisch-pazifischer Aktien ausserhalb Japans verlor 1,8 Prozent.

(ij/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tim am 04.01.2016 06:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    China langsam aber sicher zu teuer zum produzieren

    Na ja, China wird halt zum produzieren langsam zu teuer. Indien, Vietnam und weitere Länder sind günstiger.

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  • Lars Iller am 04.01.2016 06:56 Report Diesen Beitrag melden

    2016 wird ein schwieriges Jahr

    Dieses Jahr wird wirtschaftlich kompliziert sein. Es wird gezwungener Massen zur längst fälligen Normalisierung des Wachstums führen und das dürfte auf dem gesamten Globus zu Stellenabbauten führen.

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  • gutes neues! am 04.01.2016 06:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    börse

    na, das ist doch ein freundlicher start ins neue jahr:-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nervensäge am 04.01.2016 13:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch kein Problem

    Am besten macht man es wie im GTA5 den konkuenten von einer am boden zerstörten Aktie ummähen und die andere Aktie steigt. Oder man jagt etwas nach das nie funktionieren wird. Erfindet sachen die wiederum neue Erfindungen benötigen so das man etwas erfinden muss das die Erfindung auch neu erfunden werden kann.

  • Rudolf Meier am 04.01.2016 11:52 Report Diesen Beitrag melden

    Zusammenfassung...

    Das Problem ist, dass vieles aus den Fugen geraten ist. Wenn ein T-Shirt 2 Fr. kostet und der Arbeiter 0.14 Rp. verdient oder das Natel für 350 Fr. produziert, für 980 Fr. verkauft wird und der Arbeiter 11 Fr. erhält, dann stimmt einfach was nicht. Diese "ich will mehr für weniger" Mentalität und der Irrglaube, das könne geliefert werden, das führt in den Abgrund. Und das ist jetzt kein linkes-Gewäsch. Ich sehe nur, dass die Wirtschaft auf diese Art zusammenbricht und zwar weil (um mal ein Zitat zu nehmen) "der Arbeitsmarkt nicht wie ein Kartoffelmarkt funktioniert!"

    • Supermario am 04.01.2016 13:59 Report Diesen Beitrag melden

      Noch kürzer

      Solange fleissig weitergekauft (konsumiert) wird; jeder hat das in seiner eigenen Hand. Nur mit einem schnöden Kommentar ändert sich nichts.

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  • Johnny am 04.01.2016 07:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verlust

    Zuerst 7% Verlust an der Börse in Shanghai, dann weiter unten im Text 4%.... Was stimmt denn nun???

    • Frank am 04.01.2016 09:05 Report Diesen Beitrag melden

      kommt drauf an...

      4% ist der Shanghai-Composite-Index gefallen. 7% wohl der Hang Seng (der typischerweise als Hauptindex für China gilt).

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  • Banker am 04.01.2016 07:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2016

    Dieses Jahr denke ich sieht nicht mehr so rosig für Aktienmärkte aus. Wir sind auf einem übertrieben hohen Level. Das wird so weiter gehen, nicht nur in China.

  • MarkusG am 04.01.2016 07:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alle 7 Jahre Crash

    2008 Uas Immo Crash 2001 Dorcom 1995 1987 US Aktiencrash, trotz Trilliarden RNB Stuetze kollabiert der China Immo Sektor, im Vergleich zu 2008 betrug distressed US Immo ca 16% am gesamt Bestand, heute China 3x mehr, geschaetzte 45-50% distressed !!!! Heisst Klartext, China geht von der heutigen Rezession direkt in eine Aktien Kollaps, ca -50%, die globalen wirtschaftliichen Folgen gravierend, Oil auf max $30 usw

    • Pedro am 04.01.2016 07:16 Report Diesen Beitrag melden

      Illuminati confirmed

      Was sagt uns das? Ich finde es ist langsam ganz klar.

    • MarkusG am 04.01.2016 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      China National Bank..

      ..versucht seit mehr als 2 Jahren diesen "Dammbruch" zu verhindern, mit allen Mitteln, in China stehen u.a. ganze Retortenstaedte leer ! Darueber hinaus sind viele staatl Statistiken frisiert, die Auswirkungen auf bereits rezessive Maerkte zB Japan, enorm, Impact auf Asien dann Europa, USA werden davon profitieren.

    • MarkusG am 04.01.2016 07:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Was sagt uns das ?

      Jemand profitiert, aber Wetten von ausserhalb China. Kuerzl Verschwinden des China Nr.1 Milliardrs spricht Baende (Warnung China an Specs). Bei unter 11% Wachstum liegt China in Rezession, wir stehen bei 7%, und Westen spricht von "Wachstum". Risiko besteht dass ganze Industrien einbrechen, wegen fehlender Kaufkraft, Arbeitslosigkeit...China kennt die politischen Risiken ebenso, und deren Konsequenzen (Tiamen). Deshalb wird kraeftig frisiert, und genau dies fuehrt zur geopolitischen Ketten Reaktion!

    • Supermario am 04.01.2016 13:55 Report Diesen Beitrag melden

      Vielleicht kommt es anders....

      Da bin ich ja richtig beruhigt; die innerchinesischen Börsen haben in den letzten 6 Monaten bereits ca. 35% korrigiert; da kann ich mit den verbleibenden 15% Verlustrisiko durchaus leben :-)

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