Märkte

16. Dezember 2011 08:59; Akt: 16.12.2011 09:00 Print

China treibt Yuan auf Rekordhoch

China hat riesige Mengen an Dollar in den Geldmarkt gepumpt. So will die Regierung die nationale Währung Yuan stützen.

Fehler gesehen?

Die chinesische Notenbank (PBOC) hat zur Stützung der nationalen Währung Yuan am Geldmarkt interveniert. Händlern zufolge pumpte die PBOC über grosse staatliche Banken riesige Mengen an Dollar in den Kreislauf, was den Yuan am Freitag auf ein Rekordhoch von 6,3294 pro Dollar steigen liess.

«Dies ist ein klarer Eingriff durch die Regierung, um den Yuan zu stützen», sagte ein Händler einer europäischen Bank in Schanghai. Eine schwächere Exportnachfrage und die Sorge darüber, wie China den Rückgang am Wohnungsmarkt überstehen wird, haben Schatten auf den wirtschaftlichen Ausblick für 2012 geworfen. Das belastet auch den Yuan.

Hoffnung an den asiatischen Börsen

Die Börsen in Asien haben überwiegend positiv auf gute Arbeitsmarktdaten aus den USA reagiert. Händlern zufolge verdrängten neue Zeichen der Stärke in der US-Wirtschaft etwas die Sorgen über die Euro-Schuldenkrise.

Vor allem die Hoffnung auf einen Rückgang der störrisch hohen Arbeitslosigkeit in den USA stimmte die Anleger zuversichtlich. In der vorigen Woche stellten so wenig Amerikaner erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe wie zuletzt im Mai 2008.

Auch für die US-Industrie gab es einen Hoffnungsschimmer. Die Geschäfte im wichtigen Staat New York liefen im Dezember so gut wie seit über einem halben Jahr nicht mehr. Der glatt verlaufene Verkauf spanischer Anleihen am Mittwoch beruhigte den Markt ebenfalls etwas.

Olympus im Fokus

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,3 Prozent im Plus bei 8401 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab dagegen 0,2 Prozent auf 723 Punkte ab.

Die Börsen in Seoul und Hongkong sowie die Aktienmärkte in Taiwan, Singapur und Australien konnten zwischen 0,3 und 1,2 Prozent zulegen.

Bei den Einzelwerten fiel erneut die Olympus-Aktie auf. Vor einem Treffen mit Gläubigern des Unternehmens gab sie weitere 7 Prozent nach. Eine Bilanzrevision hatte ein Milliardenloch bei Olympus zutage gefördert. Auch die Papiere von Fujifilm gaben 1,3 Prozent nach, nachdem das Unternehmen die geplante Übernahme des US- Medizintechnikherstellers SonoSite bekanntgegeben hatte.

Zu den Gewinnern gehörten die Spiele-Entwickler Gree und DeNa. Nomura Securities hatte eine Kaufempfehlung für die Spezialisten für Handyspiele und Anwendungen in sozialen Netzwerken ausgesprochen. Die Anteilsscheine von Gree legten um 0,5 Prozent zu, die Papiere von DeNa gewannen 5,2 Prozent.

(sda)