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21. März 2011 10:34; Akt: 21.03.2011 13:39 Print

China verbietet Luxuswerbung

Um die Kluft zwischen Arm und Reich nicht noch grösser werden zu lassen, verbietet Peking Werbung für Luxusgüter. Bereits hängende Plakate müssen innert drei Wochen weg.

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Drakonische Strafe für Werber: In China müssen sie auf Begriffe wie «königlich» und «Luxus» verzichten. (Bild: Keystone)

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Kurioses Werbeverbot von Chinas Regime: Die Wörter wie «königlich», «Luxus» oder «hochwertig», die häufig in Werbungen für Häuser, Autos oder Weine verwendet würden, sind laut der Zeitung «China Daily» für die Werbebranche tabu.

Die Industrie- und Handelskammer der Hauptstadt hatte Firmen demnach vergangenen Woche eine Frist bis Mitte April gesetzt, entsprechende Luxuswerbungen sowie Reklamen für «ausländische Kult-Produkte» zu beseitigen. Dem Bericht zufolge drohen im Fall der Missachtung des Verbots Strafen von bis zu 30 000 Yuan (über 4100 Franken).

Auch in der südwestchinesischen Metropole Chongqing hatten die Behörden vergangene Woche ein ähnliches Verbot erlassen: Sie untersagten in Immobilienwerbungen Wörter wie «bestes», «einzigartig» oder «unersetzlich».

Ungerechte Einkommensverteilung beseitigen

Ziel der Verbote ist es offenbar, die grösser werdende Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter zu vertiefen. China ist bemüht, Kritik an der sich ausweitenden Einkommenskluft zu beruhigen. Die hohe Inflation traf vor allem die hundert Millionen einkommensschwachen Bauern und Industriearbeiter.

Ministerpräsident Wen Jiabao hatte erklärt, die «Überwindung der ungerechten Einkommensverteilung» sei ein wichtiges Ziel des neuen Fünfjahresplans.

(sda)