14 Millionen Franken

03. November 2019 13:15; Akt: 03.11.2019 13:15 Print

Chinesen schnappen sich jetzt Thomas Cook

Wende nach der Pleite: Der chinesische Konzern Fosun kauft für über 14 Millionen Franken diverse «Überreste» von Thomas Cook.

Bildstrecke im Grossformat »
Trotz des Konkurses des britischen Reiseunternehmens lebt die Marke Thomas Cook weiter: Ein chinesischer Konzern hat dem britischen Reiseveranstalter den Namen abgekauft. Elf Millionen Pfund hat Fosun Tourism für die Namensrechte der bekannten britischen Hotelmarke hingeblättert. In den umgerechnet 14 Millionen Franken sind auch das Markenzeichen und diverse Lizenzen des insolventen Reisekonzerns inklusive. Der Käufer aus Shanghai will jetzt von der stetig wachsenden Reiselust seiner Landsleute profitieren: «Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es uns, die Tourismusgeschäfte weiter auszubauen», schreibt Chef Qian Jiannong in einer öffentlichen Mitteilung. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden. Der asiatische Konzern ist in Europa nämlich schon länger verankert: Seit vier Jahren gehört ihm etwa die französische Kette Club Med, ein in Paris gegründetes Tourismus-Unternehmen, das weltweit Ferien-Resorts sowie das Kreuzfahrtschiff Club Med 2 betreibt. Ursprünglich beabsichtigte Fosun Tourism, auch Thomas Cook zu übernehmen. Der Deal kam jedoch nie zustande. Doch war Fosun mit 18,6 Prozent der grösste Aktionär des mittlerweile insolventen britischen Reiseunternehmens. In der Nacht vom 22. zum 23. September 2019 hat die Thomas Cook Group die Zwangsliquidation beantragt. Der Schweizer Peter Fankhauser war der CEO von Thomas Cook, der die Insolvenz anmelden musste. Er verdiente während seiner Amtszeit über 10 Millionen Franken. Vorab versuchte man, mit einem Rettungsplan den Konkurs abzuwenden. Ende August 2019 erklärte der Konzern, er verhandele ein Rettungspaket von 900 Millionen Pfund mit dem chinesischen Fosun-Konzern. Der war damals bereits der grösste Aktionär der Firma. Dem Konzern misslang es, von den Investoren das nötige Geld zu erhalten. Mehrere Beteiligte seien verantwortlich gewesen für das Scheitern des Rettungsplans, sagte der CEO. Obwohl jetzt doch noch Millionen Franken von China nach England geflossen sind, ändert sich für die über 20'000 Mitarbeitenden und die Hunderttausenden von geschädigten Feriengäste nichts: Der Riesenschaden rund um die Insolvenz bleibt bestehen.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der kürzliche Konkurs von Thomas Cook hat die Chinesen auf den Plan gerufen: Der Riesenkonzern Fosun aus Shanghai nutzt künftig den Namen Thomas Cook für seine eigenen Tourismus-Angebote. Elf Millionen Pfund hat Fosun Tourism für die Namensrechte der bekannten britischen Hotelmarke hingeblättert. In den umgerechnet 14 Millionen Franken sind auch das Markenzeichen und diverse Lizenzen des insolventen Reisekonzerns inklusive.

Umfrage
Reisen Sie gerne?

Chinesische Ferien in Europa

Der Käufer aus Shanghai will jetzt nämlich von der stetig wachsenden Reiselust seiner Landsleute profitieren: «Der Erwerb der Marke Thomas Cook erlaubt es uns, die Tourismusgeschäfte weiter auszubauen», schreibt Chef Qian Jiannong in einer öffentlichen Mitteilung. Zudem sollten Synergien mit anderen Marken geschaffen werden.

Der asiatische Konzern ist in Europa nämlich schon länger verankert: Seit vier Jahren gehört ihm etwa die französische Kette Club Med, ein in Paris gegründetes Tourismus-Unternehmen, das weltweit Ferien-Resorts sowie das Kreuzfahrtschiff Club Med 2 betreibt.

Ändert sich jetzt etwas für die Geschädigten?

Ursprünglich beabsichtigte Fosun Tourism, auch Thomas Cook zu übernehmen. Der Deal kam jedoch nie zustande. Doch war Fosun mit 18,6 Prozent der grösste Aktionär des mittlerweile insolventen britischen Reiseunternehmens.

Obwohl jetzt doch noch Millionen von China nach England geflossen sind, ändert sich für die über 20'000 Mitarbeitenden und die Hunderttausenden von geschädigten Feriengäste nichts: Der Riesenschaden rund um die Insolvenz bleibt bestehen.

(miw / sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • roro am 03.11.2019 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wir verkaufen noch unsere Grossmutter

    Wann wachen wir endlich auf??? Wir lassen China noch ein Entwicklungsland sein, sie dürfen in der Umwelt machen was sie wollen und wir (in der Schweiz) diskutieren über eine Flugabgabe, während die Chinesen uns aufkaufen.

    einklappen einklappen
  • Enme am 03.11.2019 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Noch nicht fertig

    .....die Einkaufstour der Chinesen geht weiter und ist noch lange nicht fertig.....

    einklappen einklappen
  • ASIA am 03.11.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DIE WISSEN WIE

    SCHLAUE CHINESEN :) ..... EU Politik kümmert sich lieber um das Problem WEN und WER ALLES aufgenommen werden kann. Wo noch Geld eingenommen werden kann damit noch mehr Überfremdung stattfindet in ganz Europa. Europäische Kultur zerstören und durchmischen. Die eigene Bevölkerung und das eigene Land ZULETZT...ist die Devise in Europa.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Malino am 08.11.2019 21:21 Report Diesen Beitrag melden

    Schnäppchen für die Chinesen

    Die Chinesen bauen und erwerben alles was wir Nachhaltigkeit nennen. Thomas Cook ist sowas von - wie der Inbegriff "Welt und Reisen"

    • Markus48 am 08.11.2019 21:32 Report Diesen Beitrag melden

      STÜCK FÜR STÜCK

      Allein der Name lässt Abenteuer in jedem Reise-Blut erhitzen. Das einfach den Chinesen überlassen zeugt nicht gerade auf gute Geschäfts Spürnase des heutigen Westen

    einklappen einklappen
  • L.Z am 05.11.2019 08:53 Report Diesen Beitrag melden

    alles China oder was?

    einfach nicht jammern, wenn es diesmal wieder in die Hosen geht.

  • Groro am 05.11.2019 07:49 Report Diesen Beitrag melden

    Oeffnet die Augen

    Genau und Umweltbewusst sein ist gut und recht. Diejenigen die sich noch mehr einsetzen wollen, sollen auch bei Ferien das Auto stehen lassen und mit dem ÖV reisen und am besten mit der ganzen Familie, viel Spass. Und zum Einkaufen auch. Aber da ist niemand konsequent, deshalb hört doch mit dem Co2 und etc auf.

  • Daniel Seiler am 04.11.2019 22:14 Report Diesen Beitrag melden

    Wacht auf

    Unsere Nationalbank würde auch besser Firmen anstatt wertlose Euros aufkaufen. Schon verrückt was man sich mit gedrucktem Geld alles kaufen könnte.

    • Xeno72 am 05.11.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      wäre lustig@Daniel Seiler

      Wenn die SNB einzelne Unternehmen kaufen würde, was ich übrigens als falsch betrachte, würden die Loser im SNB-Thread möögen, dass man es bis nach London hören würde.

    einklappen einklappen
  • Alfmann am 04.11.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Mandarin

    Wieso lernen unsere Kinder in der Schule Englisch, die Sprache von Trump? Chinesisch ist die Zukunft, die neue Seidenstrasse lässt grüssen!