Staatskredite

28. April 2011 16:49; Akt: 28.04.2011 16:56 Print

Chrysler versucht den Befreiungsschlag

Mit Milliardenkrediten der amerikanischen und kanadischen Regierungen konnte sich Chrysler vor dem Bankrott retten. Jetzt will man die Schuld begleichen.

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Der US-Autohersteller Chrysler will sich bis zur Jahresmitte aus den staatlichen Fängen der US- und kanadischen Regierung befreien. Bis zum 30. Juni sollten die Staatskredite im Umfang von rund sieben Mrd. Dollar zurückgezahlt werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Damit wird auch der Weg frei für eine Mehrheitsübernahme durch Fiat. Der italienische Autokonzern war im Zuge des Insolvenzverfahrens, in dem die Staaten USA und Kanada den kleinsten der drei grossen US-Autobauer mit Staatshilfen vor dem Untergang retteten, bei Chrysler eingestiegen. Seitdem führt Fiat-Chef Sergio Marchionne Chrysler in Personalunion.

Um die Staatshilfen zurückzuzahlen, sollen langfristige Anleihen und Schuldverschreibungen an institutionelle Investoren begeben werden. Hinzu kommen 1,27 Mrd. Dollar, die Fiat für einen zusätzlichen 16-Prozent-Anteil am US-Autobauer zahlen will.

Bislang hat Fiat für die 30-prozentige Beteiligung kein Geld ausgegeben, sondern Know-how zur Verfügung gestellt. Beim Erreichen eines weiteren Meilensteins sollen den Italienern weitere fünf Prozent zufallen, so dass die Mehrheit erreicht wäre. Fiat will Chrysler voraussichtlich zu Beginn des nächsten Jahres zurück an die Börse bringen.

(sda)