Kaffee

03. August 2019 20:52; Akt: 03.08.2019 20:52 Print

Coca-Cola macht Emmi und Starbucks Konkurrenz

von D. Vollenweider - Coca-Cola will Costa Coffee in die Schweiz bringen. Der Fokus liegt nicht auf Kaffee-Shops, sondern auf Vending-Automaten.

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Coca-Cola will Costa Coffee bald auch in die Schweiz bringen. Der Softdrink-Hersteller kaufte die britische Kaffeekette letztes Jahr für 4,9 Milliarden Franken. Nun plant Coca-Cola, Costa Coffee im nächsten Jahr in mindestens zehn europäischen Ländern einzuführen – darunter auch in der Schweiz.

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«Wir arbeiten momentan auf Hochtouren an der Lancierung von Costa Coffee in der Schweiz», sagt Martin Kathriner, Sprecher von Coca-Cola HBC Schweiz, zu 20 Minuten. «Der Launch wird im Jahr 2020 sein.» Es sei aber noch etwas früh, um über die Vertriebsstrategie und konkrete Produkte mehr zu sagen, so Kathriner.

Kalte Kaffeegetränke von Coca-Cola

Klar ist: Coca-Cola hat keine Kaffee-Shops im Visier, sondern will sich bei der Expansion laut eigenen Angaben vor allem auf Vending-Automaten, Foodservice-Maschinen und Ready-to-drink-Produkte fokussieren. Der Softdrink-Hersteller hat sich selbst zum Ziel gesetzt, Getränke für alle Tageszeiten im Angebot zu haben. Ein Fertigkaffee-Getränk fehlte da bisher noch. «Die Marke Costa Coffee erlaubt es uns, mehr Konsumgelegenheiten abzudecken», sagt Zoran Bogdanovic, CEO des Coca-Cola-Abfüllers HBC, in der Medienmitteilung zu den Expansionsplänen.

Als eine der ersten Handlungen nach der Übernahme lancierte Coca-Cola im Juni 2019 zusammen mit Costa Coffee drei kalte Kaffeegetränke in Dosen (siehe Bildstrecke). Es scheint eines der obersten Ziele des Softdrink-Herstellers gewesen zu sein: «Unsere Teams haben rund um die Uhr gearbeitet, um unsere gemeinsame Vision eines Ready-to-drink-Kaffees zu realisieren», sagte Jennifer Mann, Senior Vice President von Coca-Cola, damals. Die kalten Kaffeegetränke sind derzeit in Grossbritanien, China und Polen erhältlich.

Konkurrenz für Emmi, Starbucks und Nestlé

Kommen diese auch in die Schweiz, würde der US-Softdrink-Riese vor allem Emmi und Starbucks konkurrenzieren, die in der Schweiz bereits gekühlte Fertigkaffees in den Regalen der Detailhändler stehen haben. Für Emmi ist Costa Coffee kein unbekannter Mitbewerber. In Grossbritannien, wo es die kalten Kaffeegetränke von Costa Coffee bereits gibt, sind die Caffè Latte von Emmi ebenfalls erhältlich ist. «Einen negativen Einfluss auf den Absatz von Emmi Caffè Latte hatte dieser Markteintritt dort allerdings nicht», sagt Emmi-Sprecherin Sibylle Umiker. Nach 15 Jahren Erfahrung sei man überzeugt, für die qualitätsbewussten Schweizer Konsumenten nach wie vor das beste Produkt bieten zu können.

Aber auch Nestlé will Costa Coffee laut dem deutschen Branchenportal «Lebensmittelzeitung» (Abo plus) bald Konkurrenz machen. Denn die Marke Costa soll auch in Kapselform in die Schweiz kommen.

Ein lukratives Geschäft

Weitere neue Märkte, die Coca-Cola mit Costa Coffee erfassen will, sind Bulgarien, Griechenland, Polen, Russland, Ungarn und Rumänien. Dass Coca-Cola neu auf Kaffee setzt, kommt nicht von ungefähr. Denn Kaffee ist eines der lukrativsten und am schnellsten wachsenden Geschäftsfelder im Getränkemarkt. Laut dem Konzern werden in den 28 Märkten, in denen Coca-Cola aktiv ist, mit Kaffee derzeit mehrere Milliarden Dollar umgesetzt. Das Wachstumspotenzial wird jährlich auf rund 4 Prozent geschätzt.

Costa Coffee ist in Grossbritannien laut eigenen Angaben der führende Kaffeeanbieter. Zudem ist die Kaffeekette derzeit auch in Asien, im Mittleren Osten und in Afrika vertreten.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Claude am 03.08.2019 21:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Konkurrenz ist immer gut

    Gut so, Starbucks ist masslos überteuert und die Gülle kann man nicht trinken. Hat für mich nichts mit Kaffeegenuss zu tun. Natürlich ist das Geschmackssache.

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  • Romano am 03.08.2019 21:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Made in EU?

    Produziert Coca-Cola auch wie Emmi alles in der Schweiz? Oder günstig im Ausland Herstellen und teuer in der Schweiz verkaufen. Wird immer wichtiger, besonders wegen der Umwelt.

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  • Kaffee Geniesser am 04.08.2019 00:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tassenkaffee please

    Guter Kaffee aus Kartonbecher? Was für ein Widerspruch...nein Danke.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • LV am 05.08.2019 00:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Margen...

    ...sind gewaltig beim Kaffee, da verwundert es nicht, dass immer neue Konkurrenz im Markt auftaucht. Der Kaffeepreis ist im Rohwarenhandel auf einem absulten Tiefpunkt. Die billigen Preise werden aber nicht an den Endkonsumenten weitergegeben, sondern der Handel profitiert von enormen Margen.

  • Thomas am 04.08.2019 23:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ganz klar CH-Produkte

    Je länger je mehr werden von internationalen Grosskonzernen "Nachahmerprodukte" auf den Markt geworfen. Wenn ich ein Schweizerprodukt dafür kaufen kann, kaufe ich das Schweizerprodukt.

  • M.F. Jones am 04.08.2019 21:39 Report Diesen Beitrag melden

    Costa ist gut

    Ich kenne Costa Coffee schon lange, schmeckt gut, der Preis stimmt und die Lokale sind auch sehr nett. Starbucks ist masslos überteuert und nein ich brauche keine Nüsse in meinen Kaffee!!!

  • Mr. Coke am 04.08.2019 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    Freu mich schon...

    wenn nach einem Jahr fürs gleiche Geld dann auch o.2dl weniger Kaffee drin ist ....

  • Gintan Lenjanj am 04.08.2019 19:58 Report Diesen Beitrag melden

    A cocacolanestle

    Ich unterstütze solche Konzern-Giganten bei denen die Kunden nur Zahlen sind nie mehr.