Ein Drittel weniger Zucker

11. Juni 2014 13:50; Akt: 11.06.2014 14:02 Print

Coca-Cola wird grün – zumindest von aussen

von Laura Frommberg - Der Getränkehersteller bringt ein neues Produkt auf den Markt. Coca-Cola Life soll zu einem gesünderen Leben anregen. Der enthaltene Süssstoff Stevia ist allerdings umstritten.

Werbespot für die neue Cola.
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Acht Jahre nach Cola Zero kommt ein neues Produkt des Getränkeherstellers auf den Markt. Coca-Cola lanciert Coca-Cola Life. Die neue Variante soll ein Drittel weniger Zucker und Kalorien enthalten als das normale Cola. Dose, Flaschenetiketten und -deckel sind grün – ganz im Sinne des Mottos, welches Coca-Cola mit dem neuen Produkt vermitteln will. Das Getränk soll zu einem glücklicheren und gesünderen Leben inspirieren, heisst es von Coca-Cola. Es sei das ideale Produkt, um den Trends in Sachen Lebensstil zu begegnen, so Coca-Cola-Europachef James Quincey.

Zunächst kommt Coca-Cola Life nur in Chile und Argentinien auf den Markt. Der Grund: Dies sind die Herkunftsländer des enthaltenen Süssstoffes Stevia. Der Blätter-Extrakt wird in Südamerika schon länger genutzt. In Europa ist er erst seit Kurzem als Nahrungsmittel erlaubt. Er ist 400 Mal süsser als Zucker.

Umstrittener Süssstoff

So ganz natürlich, wie er von Coca-Cola und anderen Herstellern verkauft wird, ist der Süsstoff indes nicht. Aus Stevia wird der Süssstoff Stevioglycosid gewonnen – und das unter Einsatz von Chemikalien wie etwa Aluminiumsalzen. Auch wenn die Pflanze in Südamerika beheimatet ist, ist China der Hauptproduzent. Umweltschützer prangern an, dass viele Hersteller in der Volksrepublik die Chemikalien einfach in Flüsse oder in die Natur kippen und diese so verschmutzen.

Europapremiere feiert Coca-Cola Life im September in Grossbritannien. «Coca-Cola Life ist eine vielversprechende Innovation, die wir uns für den Schweizer Markt sehr genau ansehen», erklärt Coca-Cola-Schweiz-Sprecher Matthias Schneider gegenüber 20 Minuten. «Ob und wann wir das Getränk tatsächlich in der Schweiz lancieren, steht zurzeit noch nicht fest.»