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12. Juni 2019 02:49; Akt: 12.06.2019 02:49 Print

Prämien könnten 2020 um bis zu drei Prozent steigen

Der Vergleichsdienst erwartet, dass die Krankenkassenprämien weiter steigen – weil die Patienten immer mehr medizinische Leistungen beanspruchen.

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Der Internetvergleichsdienst Comparis.ch erwartet, dass die Prämien für die Grundversicherung der Krankenkassen 2020 um zwei bis drei Prozent steigen. Kosten- und Prämientreiber seien nicht die Preise, sondern die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, schrieb Comparis.

Gesenkte Preise oder Tarife verpufften angesichts der zunehmenden Menge an Leistungen für die Patientinnen und Patienten, hiess es in der Mitteilung vom Dienstag. Comparis kritisierte den «Tarmed-Dschungel» bei der Abrechnung von ambulanten Leistungen.

Ärzte und Spitäler könnten «die besseren Tarifpositionen bei der Fakturierung nutzen und die schlechteren vermeiden», liess sich Felix Schneuwly, Krankenkassen-Experte von Comparis, zitieren. Die Kassen könnten nicht kontrollieren, ob die Tarifpositionen auf den Rechnungen den tatsächlichen Leistungen entsprächen.

Mehr für teure Medikamente ausgegeben

Auch der Effekt der Preissenkungen bei Medikamenten verpufft laut Comparis. Von Jahr zu Jahr werde mehr für teure Medikamente ausgegeben. Comparis hat ausgerechnet, dass jeder fünfte Franken gegen Krebs für Medikamente ausgelegt wird, die noch nicht zugelassen sind oder die nicht auf der Spezialitätenliste stehen.

Nachhaltige Wirkung zeigen dagegen in den Augen von Schneuwly die Fallpauschalen für stationäre Behandlungen im Spital und dass bestimmte Eingriffe statt stationär ambulant vorgenommen werden. Er hält es allerdings für unabdingbar, dass ambulante und stationäre Leistungen einheitlich finanziert werden. Heute werden ambulante Behandlungen von den Krankenkassen vergütet.

Bei stationär erbrachten Behandlungen von Spitälern übernehmen die Kantone 55 Prozent der Kosten. Die Gesundheitskommission des Nationalrates hat kürzlich eine Vorlage zur einheitlichen Finanzierung von stationären und ambulanten Behandlungen verabschiedet.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tex Wyler am 12.06.2019 03:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das kam ja unerwartet!

    Was denn sonst! Wird Zeit für eine Einheits-KK , alles andere ist nichtmehr tragbar da die meisten von Uns es praktisch nicht mehr bezahlen können!

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  • Franz K. am 12.06.2019 03:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ginge drastisch günstiger

    82,5 Milliarden verschlingt das Gesundheitswesen. Die Hälfte davon.für ärztliche und medizinische Leistungen, die zweite Hälfte für Verwaltung, Werbung, Aufsichtsratposten und Lobbyarbeit.

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  • EM am 12.06.2019 04:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blablabla

    Es kann doch einfach nicht sein. Die KK Prämien sind schon so, vor allem für Familien, trotz höchster Franchise fast nicht mehr tragbar. Nur die Schuld dem Volk zuzuschieben geht gar nicht..

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Malino am 27.06.2019 13:59 Report Diesen Beitrag melden

    Und der Markt passt sich schnell an!

    Das sieht man bei Online Shoping. Die einzige Möglichkeit den Förderalismus des Kapitals zu bremsen sind die Grenzen zu öffnen. Jeder geht zum Arzt Medikamente kaufen und Versichern wo die Versicherung es zulässt.

  • Regina am 25.06.2019 22:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kann mir esnicht mehr leisten

    Ich habe eine hohe Franchise damit uch die Pränien noch bezahlen kann! Dafür kann ich nicht zum Arzt, müsste schon lang mal wegen meinen Händen gehen, die mir in der Nacht immer einschlafen.Aber ich kann mir es einfach nicht leisten, muss ja die Franchise bis 2500 fr, selber bezahlen.

  • Sosos am 16.06.2019 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Hmmm...

    Man fragt sich bei solch exorbitanten Prämien schon, ob man dafür wenigstens auch bei Kleinigkeiten wenigsten eine Leistung einholen soll - so lohnt es sich wenigstens.

  • JaDe am 15.06.2019 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Frau

    Ich frage mich echt, wie lange die KK diese Narrenfreiheit noch ausleben können - die Politik ist sehr weit weg vom Bürger sonst würden sie merken dass immer mehr Menschen diese Prämien nicht mehr zahlen können! Guckt von die Politiker gesponsert werden! Die Mandststräger in den Verwaltungsräten der KK - unglaublich diese Governance!

  • Igel am 14.06.2019 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Nur das Allernötigste

    Packt noch mehr in die Grundversicherung. da liegt doch ein grosses Problem. Bald werden auch noch Zahnversicherung dazugepackt. Die ganze grundversicherung sollte dringendst abgespeckt werden. Öko und Hoemopathie sowie Akupunktur und ähnliches von der Liste streichen.