Briefmarkenautomaten

16. Februar 2011 13:26; Akt: 16.02.2011 13:35 Print

Das Aus für die gelben Maschinen

Es gibt davon noch 680 Stück. Doch Ende Mai ist Schluss: Bis dann werden die Briefmarkenautomaten der Post in der Schweiz schrittweise abgebaut.

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Verschwinden bis Ende Mai aus den Schweizer Städten: die Briefmarkenautomaten der Post stammen aus den 70er Jahren.

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Sie sehen ein bisschen klobig aus und müssen mit den passenden Münzen gefüttert werden, denn Retourgeld geben sie keine. Noch rund 680 gelbe Briefmarkenautomaten stehen in Schweizer Städten und Dörfern.

Bald sind sie nur noch ein Stück Geschichte. Denn sie werden bis Ende Mai nach und nach abgebaut, wie es in der Personalzeitung der Post heisst. Und das im hundertsten Jahr ihrer Existenz. Immer weniger Leute benutzen heute die gelben Kästen noch, sagt die Post: «Durchschnittlich hat im letzten Jahr jede Person in der Schweiz am Automaten Wertzeichen im Wert von nur gerade mal einem Franken bezogen. Tendenz abnehmend.»

Alternative Verkaufskanäle

Vandalenschäden und die mit zunehmender Einsatzdauer immer anfälligere Technik der aktuellen, aus den 70er Jahren stammenden Automaten, sowie fehlende Ersatzteile seien weitere Gründe für den definitiven Abbau der Geräte.

Wer nach dem Ende der Automaten «notfallmässig» eine Briefmarke kaufen muss, kann dies neben den Poststellen auch bei anderen Verkaufsstellen tun. So gibt es die gängigsten Wertzeichen an rund 1000 K-Kiosken der Valora AG und seit Dezember 2010 auch an den Westschweizer Naville-Kiosken. Auch die Migros Aare verkauft in vier Filialen versuchsweise Briefmarken.

Zudem gibt es übers Internet Briefmarken. Mit «WebStamp» kann die elektronische Briefmarke ohne Aufpreis sogar individuell mit eigenen Fotos oder Textbotschaften gestaltet werden.

(uwb)