Wachstum

21. Juni 2011 11:48; Akt: 21.06.2011 12:39 Print

Das Geschäft mit der Umwelt floriert

Der Umweltmarkt wird zum bedeutenden Arbeitgeber. In der Schweiz generieren rund 116 000 Personen in diesem Sektor einen Umsatz von 29 Milliarden Franken.

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Der ökologische Bausektor boomt: Das sind keine Bauern, die mit Stroh hantieren, sondern hier entsteht in Lausanne ein Haus mit Strohwänden. (Bild: Keystone)

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Die Schweizer Umweltwirtschaft ist seit 2001 mehr als doppelt so stark gewachsen wie die Gesamtwirtschaft, nämlich um jährlich 6,3 Prozent. Die Zahlen belegten, wie dynamisch die Umweltmärkte seien, teilte das Bildungszentrum WWF am Dienstag mit. Zum Vergleich: Das jährliche Wachstum der Gesamtwirtschaft seit 2001 betrug 2,9 Prozent.

Einzelne Umweltmärkte haben sich besonders erfolgreich entwickelt, darunter der ökologische Bausektor (+ 43 Prozent) und die nachhaltigen Finanzanlagen (+ 31 Prozent). Stark zugelegt haben auch die ökologische Energiewirtschaft (+ 13 Prozent) sowie die biologische Nahrungsmittelindustrie (+ 6 Prozent). Nur leicht gewachsen ist die nachhaltige Mobilität (+ 3 Prozent).

Weiterer Wachstumsschub erwartet

In die Studie nicht einbezogen wurde der industrielle Cleantech- Bereich. Ergänze man die Ergebnisse mit den Zahlen der Cleantech- Erhebung des Bundes, so erwirtschafteten 2009 im Umweltbereich 260 000 Beschäftigte einen Umsatz von 49 Milliarden Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Damit seien 6,2 Prozent aller Beschäftigten in Umweltmärkten tätig.

In den kommenden Jahren sei mit einem weiteren Wachstumsschub zu rechnen. So sei davon auszugehen, dass bis 2020 74 000 neue Jobs entstehen und in der gesamten Umweltwirtschaft inklusive Cleantech dann 334 000 Personen tätig sein werden. Der Umsatz der Umweltmärkte würde demnach auf 87 Mrd. Franken steigen.

In der vom Bildungszentrum WWF in Auftrag gegebenen Studie «Umweltmärkte in der Schweiz – Perspektiven für Wirtschaft und Beschäftigung» wurde zwischen klassischen Umweltschutzaktivitäten und ökologischen Wirtschaftszweigen unterschieden. Bei der Studie handelt es sich um die Aktualisierung und Erweiterung einer WWF- Untersuchung zur Umweltwirtschaft aus dem Jahr 2005.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • der Nachdenkliche am 21.06.2011 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Bäuerliche Ressource geht verloren

    Aus Stroh Häuser bauen - energetisch sicher sehr sinnvoll und auch lobenswert! Kehrseite ist jedoch, dass den Bauern so eine wichtige Ressource abhanden kommt... Vor Jahren die Zucht kurzhalmiger Frucht, heute Häuser aus Stroh, was kommt als nächstes?

  • Peschä am 21.06.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wachstum auf Kosten des Mittelstands

    Dieses Geld, das vom Umweltsektor einkassiert wird, fehlt u.a. den Menschen im Mittelstand. Sie sind es, die mehr Geld für Solarzellen und Windrädli ausgeben müssen und deswegen sonst weniger von ihrem Lohn haben. Dieser Effekt wird immer stärker werden, wenn wir nicht Grenzen setzen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 21.06.2011 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    Wachstum auf Kosten des Mittelstands

    Dieses Geld, das vom Umweltsektor einkassiert wird, fehlt u.a. den Menschen im Mittelstand. Sie sind es, die mehr Geld für Solarzellen und Windrädli ausgeben müssen und deswegen sonst weniger von ihrem Lohn haben. Dieser Effekt wird immer stärker werden, wenn wir nicht Grenzen setzen.

  • der Nachdenkliche am 21.06.2011 12:54 Report Diesen Beitrag melden

    Bäuerliche Ressource geht verloren

    Aus Stroh Häuser bauen - energetisch sicher sehr sinnvoll und auch lobenswert! Kehrseite ist jedoch, dass den Bauern so eine wichtige Ressource abhanden kommt... Vor Jahren die Zucht kurzhalmiger Frucht, heute Häuser aus Stroh, was kommt als nächstes?