WEF-Analyse

28. Januar 2019 09:47; Akt: 28.01.2019 10:39 Print

Gegen Trump hat Greta keine Chance

Das WEF in Davos ist Geschichte. Umweltaktivistin Greta Thunberg war ständig in den Schlagzeilen. Sticht sie Donald Trump und Klaus Schwab aus?

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Wer das WEF 2019 mitverfolgt hat, kam nicht um ihren Namen herum: Greta Thunberg, die 16-jährige Umweltaktivistin aus Schweden, die am Forum den Mächtigsten der Welt ins Gewissen redete, bei Minusgraden campierte und mit Schweizer Jugendlichen für das Klima demonstrierte. Gefühlt war sie so präsent wie US-Präsident Donald Trump am WEF im Vorjahr, doch stimmt diese Einschätzung?

Die Redaktion von 20 Minuten hat Print- und Online-Medienberichte und Fotos der beiden Persönlichkeiten während des Forums 2018 und 2019 ausgewertet, um diese These zu überprüfen.

Mehr Medienpräsenz als Klaus Schwab

Ein erster Blick in die Schweizer Mediendatenbank SMD zeigt, dass Greta Thunberg im Vergleich zum WEF-Präsidenten Klaus Schwab schon mal die Nase vorne hat: Ihr Name wird im WEF-Zeitraum inklusive dem Samstag danach in der Mediendatenbank 222-mal aufgeführt. Der von Schwab nur 181-mal. Auch bei den Foto-Beschriftungen der international tätigen Schweizer Fotoagentur Keystone zeigt sich ein ähnliches Bild. Schwab ist am WEF 2019 mit 120 Bildern vertreten, Thunberg mit 208.

Sechsmal höhere Medienpräsenz

Beim Vergleich mit Donald Trump hat Greta Thunberg allerdings keine Chance. Sein Name wurde 2018 in der WEF-Zeit 1330-mal erwähnt. Er war dementsprechend in der deutschsprachigen Berichterstattung knapp sechsmal präsenter als Thunberg. Dies trifft selbst im Jahr 2019 zu, in dem Trump nicht am WEF teilgenommen hat. Sein Name wurde in der WEF-Zeit 2019 immer noch 965 Mal erwähnt. Bei den WEF-Foto-Tags kann Greta das ein bisschen wettmachen: Donald Trump wurde 2018 280 Mal von Keystone markiert, Greta Thunberg immerhin 208 Mal.

Fazit: Die Medienpräsenz von Greta Thunberg war gross, doch an das Medienspektakel, das am WEF 2018 um Donald Trump veranstaltet wurde, kommt sie nicht heran.

(vay)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex dEr Realist am 28.01.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Künstliche Medienwirksamkeit

    Die Medienpräsenz wurde von den Medien hochgeschraubt, da Greta ein nettes Bild abgab. Ist doch herzig wenn ein 16-jähriges Mädchen (das notabene wie 12 Jahre aussieht) sich gegen die Welt erhebt. Ne Menge Staub wurde aufgewirbelt, der sich bald wieder setzen wird. Der "Greta"-Effekt wird bald verpuffen.

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  • Reto am 28.01.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    Wieder so ein gehyptes Kind

    morgen vergessen, aber heute gibt's noch Klicks & Likes dafür.

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  • Michi am 28.01.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Nur mal so

    Ist die wirklich schon 16 Jahre alt oder wird sie einfach dafür gemacht damit ihr Vater endlich in seinem Business (informiert euch) vorwärts kommt?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tja am 28.01.2019 14:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht besser

    Ich finde es schlimm wie abschätzig hier viele über ein 16-jähriges Mädchen reden. Ich gebe zu, ihre Ansichten sind ziemlich naiv, aber wenn man sich manche wichtigen Politiker anhört, ist deren Gefasel nicht wertvoller. Ich nenne jetzt keine Namen...

  • Kusi am 28.01.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Macht Greta nicht runter, wir alten Habens verbock

    Also: 1. Greta ist aus Stockholm die Hauptstadt Schwedens. 2. Die Hurtigruten sind Postschiffe von Norwegen. 3. Die Postschiffe sind nur Arbeitsschiffe die die Fjorde mit Lebensmittel und Güter versorgt inkl. den Lofoten. 4. Auf den Hurtigruten kann mann als Passagier mitfahren, aber nur eine begrenzte Anzahl von davon. Wie auf einer Fähre. 5. Die Postschiffe von Norwegen sind wesentlich älter als Greta. 6. Greta hat recht....unser Haus brennt...die Waldbrände 2018 auf der ganzen sind doch ein Zeichen das man was ändern muss....Herzlichen Dank Greta für deine Bemühungen...

  • Ver Zichter am 28.01.2019 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ehrlichkeit fehlt

    Alle diejenigen die hier auf Greta schimpfen wissen genau, dass nur eine radikaler Verzicht auf alles was Emissionen verursacht den Klimawandel stoppt. Nur stehen sie nicht dazu und wollen nicht verzichten. Lieber konsumieren sie weiter und machen sich über die Warner und Verzichter lustig. Klar, der radikale Konsumverzicht würde weltweit Millionen von Arbeitsplätzen vernichten. Alle wissen das und darum wollen es die wenigsten konsequent umsetzen. Siehe dieses Wochenende die Info in Sachen Kohle in D. Am Ende gehts auch da um Job vs Umweltschutz.

  • Björn Svenson am 28.01.2019 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Aufgepasst

    Ich hatte das dumpfe Gefühl die kleine spreche zur Bevölkerung und nicht wie angenommen zu den WEF-Teilnehmern. Uns wird angedroht dass die Welt sich ändern wird egal ob wir wollen oder nicht. Wer Ohren hat der höre, wer Augen hat der sehe.

  • markus am 28.01.2019 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    OKEY ABER

    Also im Internet stehen paar interessante Gerüchte zur ach so lieben Greta. Man beachte den offenen Brief ihrer ehem. Lehrerin (terrorisierte andere Kids, etc.).