Auftragseingang bricht ein

03. Oktober 2011 21:56; Akt: 03.10.2011 22:03 Print

Das Rezessionsrisiko steigt

von Hans Peter Arnold - Die Indizien einer bevorstehenden Rezession mehren sich: Die Industrie im Euroraum ist so stark geschrumpft wie zuletzt im August 2009.

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Schlechte Nachrichten aus der Industrie: Der Index der europäischen Einkaufsmanager sank im September auf 48,5 Punkte (Vormonat: 49 Punkte). Damit verharrt der Index unter der kritischen Marke von 50 Punkten. Werte unter 50 Punkten weisen auf eine schrumpfende Wirtschaftsentwicklung hin. Das Problem: Die Auftragssituation verschlechterte sich so dramatisch wie seit August 2009 nicht mehr. «Die Industrie in der Eurozone steckt in der tiefsten Krise seit zwei Jahren», kommentierte gestern Chris Williamson, Chefanalyst des mit der Umfrage betrauten Unternehmens Markit Economics.

Der Schweizer Einkaufsmanagerindex ist im September ebenfalls unter die kritische Marke gefallen, und zwar auf 48,2 Zähler (Vormonat: 51,7 Zähler). Damit rutschte der Index erstmals seit August 2009 wieder aus der Wachstumszone. «Offensichtlich hat sich der Sommerschock aus Frankenaufwertung bis zur Parität, Börseneinbruch und ständigen Krisenmeldungen aus der Eurozone lähmend auf die Realwirtschaft ausgewirkt», schreibt die Credit Suisse. Die Commerzbank erwartet, dass die Wirtschaft der Eurozone im Winter in eine Rezession fällt. Hauptursache seien die Belastungen durch die Schuldenkrise, erläuterte Chefökonom Jörg Krämer. Er präzisiert: «Ich bin immer weniger der Meinung, dass wir es mit einer blossen Wachstumsverlangsamung zu tun haben.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Max Headroom am 04.10.2011 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auf unsere "internen" Stärken besinnen..

    Nun, da ja rundherum gross propagiert wird, dass so ziemlich die gesamte Weltwirtschaft den Bach runter gehen dürfte, sollten wir uns Schweizer auf die eigenen Hinterbeine stellen und beweisen, dass es auch geht, wenn die "Globalisierung" gescheitert ist. Ich meine damit, dass wir uns auf unsere Stärken berufen sollten, unsere Ressourcen (wenn diese auch sehr "schwach" sind) gezielt nutzen und uns selbst am Leben erhalten, anstatt zu jammern, dass der Euro tief ist und die Amis überschuldet sind. LEUTE DENKT,wir sind Schweizer...und nicht in der "toten" EU!

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  • Max Headroom am 04.10.2011 09:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auf unsere "internen" Stärken besinnen..

    Nun, da ja rundherum gross propagiert wird, dass so ziemlich die gesamte Weltwirtschaft den Bach runter gehen dürfte, sollten wir uns Schweizer auf die eigenen Hinterbeine stellen und beweisen, dass es auch geht, wenn die "Globalisierung" gescheitert ist. Ich meine damit, dass wir uns auf unsere Stärken berufen sollten, unsere Ressourcen (wenn diese auch sehr "schwach" sind) gezielt nutzen und uns selbst am Leben erhalten, anstatt zu jammern, dass der Euro tief ist und die Amis überschuldet sind. LEUTE DENKT,wir sind Schweizer...und nicht in der "toten" EU!