Sicherheit, Hotels, Flugzeuge

09. Januar 2020 16:35; Akt: 09.01.2020 17:19 Print

Das bedeutet Trumps Besuch für das WEF

Trumps WEF-Besuch sorgt in Davos für Aufregung. Das Security-Aufgebot ist riesig, die Hotelpreise steigen und Plane-Spotter reisen extra in die Schweiz.

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Der amtierende US-Präsident Donald Trump kommt ans World Economic Forum in Davos. Er nahm bereits 2018 am WEF teil. Sein Besuch in der Schweiz bedarf einiger Sicherheitsvorkehrungen und Vorbereitungen. Die wichtigsten Punkte zu Trumps Besuch am Wirtschaftsforum:

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Trumps Besuch am WEF ist ...

Sicherheit

Donald Trump wird sicher nicht allein ans WEF kommen: 2018 reiste er mit geschätzt 1500 Leuten, die für seine Sicherheit sorgen nach Davos. Ansonsten sorgt die Kantonspolizei Graubünden für die Sicherheit am WEF. Dabei sei der Besuch des US-Präsidenten für die Kapo Graubünden kein Novum mehr und man könne auf langjährige Erfahrung zurückgreifen, wie es auf Anfrage heisst. Zudem betont die Kantonspolizei, dass es keine Rolle spiele, ob der chinesische, russische oder eben amerikanische Präsident in die Schweiz reise: «Der Kanton Graubünden richtet das Sicherheitsdispositiv danach aus, dass jeder Staatsgast empfangen werden kann.» Am Wirtschaftsforum leisten neben Polizisten auch Armeeangehörige einen Einsatz.

Hotelpreise

Mit Trumps Besuch werden wohl auch Gäste aus den USA im letzten Moment nach Davos reisen wollen. Doch im Bergdorf sind nur noch wenige Zimmer frei. Wer diese will, muss tief ins Portemonnaie greifen: Fast 6000 Franken kostet eine Übernachtung im Zentrum Haus Davos. Für 5500 Franken erhält man ein Bett im Hotel Derby. Das WEF bedauert solche Wucherpreise, denn die Organisatoren setzten sich für vernünftige Preise ein. Leider würden gewisse Hoteliers immer wieder die Preise extrem in die Höhe treiben. Auch die Gemeinde Davos steht deshalb in Verbindung mit den Hotels (siehe Box).

Plane-Spotting

Der Flughafen Zürich bestätigt, dass Trump über Zürich fliegen wird. Für Flugzeug-Fans ist die Ankunft von Trumps Air Force One ein absolutes Highlight – das WEF zieht jeweils zahlreiche Plane-Spotter an den Flughafen Zürich: «Einige reisen gar aus dem Ausland an, um die speziellen Flugzeuge der hochrangigen WEF-Gäste ablichten zu können», sagt Sonja Zöchling Stucki, Sprecherin des Flughafens Zürich, zu 20 Minuten. Speziell sei, dass den Spottern natürlich nicht die Gäste, sondern deren Flugzeuge wichtig seien. Der Star in Zürich dürfte also die Air Force One und nicht Trump sein.


Zuletzt war die Air Force One 2018 am Flughafen Zürich – ebenfalls wegen des WEF. (Video: 20M)

Stress am Flughafen

«Wenn ein amtierender amerikanischer Präsident via Flughafen Zürich ans WEF reist, bedeutet das bereits im Vorfeld einen grossen Koordinationsaufwand», so die Sprecherin. In Zürich werden darum schon vor der Ankunft des US-Präsidenten zahlreiche Frachtmaschinen landen. Weil der Platz in Zürich knapp ist, müssen die Frachtmaschinen nach dem Abladen gleich weiterfliegen. Sie transportieren etwa Fahrzeuge oder Helikopter.

Luftverkehr

Weil einige internationale Politiker wie Trump mit Hubschraubern von Zürich nach Davos fliegen, hat die Gemeinde einen temporären Helikopter-Landeplatz am See errichtet. Dieser wird nach dem WEF wieder zurückgebaut. Extra für Trump musste die Gemeinde aber keine zusätzlichen Massnahmen ergreifen, heisst es auf Anfrage. Ob Trump wirklich per Heli nach Davos fliegt, ist von den Wetterbedingungen abhängig.

Politische Beziehungen

Der Staatsbesuch ist für die Schweiz eine Möglichkeit, den Amerikanern zu zeigen, was sie zur US-Aussenpolitik beitragen kann, sagt Manfred Elsig vom World Trade Institute der Uni Bern: «Es geht zur Zeit weniger um ein Handelsabkommen, da die Schweizer Wirtschaft wenig offensive Interessen hat im Gegensatz zu den USA, wo auch noch Absatzmärkte für US-Landwirtschaftsprodukte gesucht werden.»

(rkn/bsc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hotelier am 09.01.2020 16:46 Report Diesen Beitrag melden

    Ich verstehe...

    die Diskussion über die Hotelpreise nicht. Nachfrage und Angebot. Wer das Angebot wegen der hohen Nachfrage nicht nutzen will, der soll halt an einem anderen Datum anreisen.

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  • Pragmatiker am 09.01.2020 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    Ausgezeichnet!

    Nur am WEF können diese Leute miteinander reden. Und reden bedeutet verstehen und de-eskalieren. Für mich unbegreiflich, wie jemand gegen das WEF sein kann-

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  • Eve am 09.01.2020 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuergelder... !

    Und wer bezahlt das alles ? Und so nebenbei für die AHV kein Geld. Es ist ein Hohn, was dem eigenen Volk zugemutet und geschröpft wird

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Fredy Bottlang am 15.01.2020 15:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nutzlos

    Der WEF ist genau so nutzlos wie die UN... und vernichtet (am Tag gerechnet) genau so viel Geld.

  • Heidi und der Geissenpeter am 14.01.2020 04:01 Report Diesen Beitrag melden

    Zimmermiete in Davos? Ich nicht!

    Es wird noch so weit kommen, dass das WEF Davos den Ruecken kehren und kuenftige Veranstaltungen in andern Laendern abhalten wird. Ehrlich gesagt, wuerde mich das freuen. Es ist unverschaemt, diese Wucherpreise fuer eine Nacht im Hotel, Privatzimmer oder Wohnung. Die Schweiz wird dadurch einen ganz schlechten Ruf bekommen -- und zwar zu Recht!

  • Thomas am 12.01.2020 20:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    WEF in China oder Russland

    Es wäre besser, das WEF künftig nicht mehr in der Schweiz durchzuführen. Ideal wären z.B. China oder Russland. Da könnte man nämlich "angemessener" z.B. auf Klima-Demonstranten reagieren als bei uns.

  • Davos 2020 am 12.01.2020 19:55 Report Diesen Beitrag melden

    die Bevölkerung denkt und sagt: ADIEU

    WEF Davos 2020. Es folgen hoffentlich keine weiteren Events. 50 Jahre und keine sichtbaren Erfolge? Es passt nicht mehr in unsere heutige Zeit, dass sich etliche Teilnehmer ungebührlich an solchen Anlässen bereichern.

  • Roger am 12.01.2020 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Grössenwahn

    Im heutigen computerzeitalter sollte das verboten werden. Oder können die mächtigen ihren grössenwahn nicht über skyp bereden Lieber sinnlos rumfliegen und steuern verschwenden