Einreisestopp

12. März 2020 21:25; Akt: 14.03.2020 18:47 Print

So schlimm ist Trumps Reiseverbot für die Airlines

von F. Pöschl - Die USA machen die Grenze für Reisende aus dem Schengen-Raum wegen des Coronavirus zu. Ein Experte sagt, was Airlines und Flugpassagieren nun droht.

Das hat Donald Trump zum Einreisestopp für Europa zu sagen. (Video: 20 Minuten)
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US-Präsident Donald Trump hat auf Freitag einen Einreisestopp für Reisende aus dem Schengen-Raum in die USA verhängt. Von dem Verbot betroffen sind auch Schweizer Passagiere und Fluggesellschaften. Michael Winkler, Analyst für Airlines bei der ZKB, beantwortet die wichtigsten Fragen zum Einreisestopp:

Was bedeutet Trumps Entscheid für die Fluggesellschaften?
Das Coronavirus setzte dem Flugverkehr schon vorher stark zu, als etwa Reisen nach China gestoppt wurden. Doch der jetzige Einreisestopp trifft die Airlines noch stärker. Vom Volumen seien Flüge in die USA um ein Vielfaches bedeutender als nach Asien, sagt Winkler zu 20 Minuten. Um variable Kosten zu senken, würden Flugzeuge gegroundet. Fixkosten wie etwa Löhne liessen sich mit Kurzarbeit abfedern.

Droht den Airlines nun eine Krise wie nach den Terroranschlägen am 11. September 2001?
Damals war der Flugverkehr über den USA nur für wenige Tage eingestellt. Das jetzige Verbot gilt vorerst für 30 Tage. Die Situation könnte für die Airlines also noch viel schlimmer werden. Weil die Entwicklung unklar ist, will ZKB-Analyst Winkler aber keine Prognose machen. «Wir wissen nicht, wie schnell die Menschen nach dem Verbot wieder Lust aufs Fliegen haben, insbesondere, falls sich Wirtschaft und Konsumenten bald in einer Rezession befinden sollten», sagt Winkler.

Wen trifft der Entscheid besonders hart?
Besonders für kleine Fluglinien mit schlechter Kapitalausstattung wird es schwierig, die Durststrecke zu überstehen, wie Winkler sagt. Bei nationalen Fluggesellschaften geht er davon aus, dass der Staat versuchen wird, eine Pleite abzuwenden. Mit weiteren Flugverboten könne sich aber alles wieder ändern.

Was müssen Flugreisende nun beachten?
Die Swiss und Lufthansa bieten an, alle Tickets umzubuchen, wie ZKB-Analyst Winkler sagt. Er weist aber darauf hin, dass Fluggesellschaften in Konkurs gehen könnten, wenn das Verbot länger dauert. «Dann verfällt auch das Ticket, das ich gebucht habe», sagt Winkler. Wer also demnächst zu einer exotischen Destination mit einer heute schon finanziell schwächelnden Airline fliegen will, muss sich bewusst sein, dass es die Fluggesellschaft dann eventuell gar nicht mehr gibt.

Wie geht es weiter und was ist mit dem Frachtverkehr?
Das Verbot gilt für 30 Tage. Es betrifft nur den Personenverkehr. Handel und Frachtverkehr sind von dem Stopp ausgeschlossen, wie Trump auf Twitter schreibt.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter von Salis am 12.03.2020 22:18 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder hat gesehen was kommt

    Wir sind alle selber Schuld. Wäre die Geldgier nicht so gross gewesen hätten wir einen Einreisestopp für China frühzeitig beschliessen können aber es hätte halt 1 % Wirtschaftswachstum gekostet. Nun haben vor lauter Gier die ganze Weltwirtschaft an die Wand gefahren.

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  • Kinta Kunte am 12.03.2020 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Werden Klimaziele doch erreicht

    Sehen wir es so die Klimaziele werden umgesetzt. Nur nicht auf die Art wie wir es geplant hatten.

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  • Tempo am 12.03.2020 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Doch nicht nur eine normale Grippe?

    Der König von Moronien... Das Virus ist längst im Land und nur weil man ewig nicht konsequent getestet hat, hatte man lange tiefe Zahlen. Ohne wirklichen Nutzen fährt er jetzt noch kurz die Wirtschaft an die Wand! "Numbers going down!" ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • lesch am 02.04.2020 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    peinlich peinlich

    Milliatden für W Affen... aber kein Geld für Gesundheit.

  • Ueli am 01.04.2020 19:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Tja

    Alle Regierungen und zwar alle Regierungen der Welt haben geschlafen. Die Grenzen von und nach China hätten sofort geschlossen werden müssen. Jene die sich noch in China aufgehalten haben, hätten halt leider im Land bleiben müssen; Hotel und Unterhaltskosten hätte der Staat übernehmen können. Aber nein man musste die Grenzen schön offen lassen und alle schön brav zurück bringen; es ist ja total unfair sie von der Familie zu trennen. Jetzt haben wir das Geschenk; das kommt davon, wenn man Flachzangen als Entscheidungsträger hat.

  • Man In Orange am 29.03.2020 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Master of Desaster

    Man rufe sich die Selbstverliebten Ansagen von SIR Donald Trump in Erinnerung

  • Peter Kunz am 29.03.2020 18:14 Report Diesen Beitrag melden

    Trump kann einfach nichts richtig machen

    und wie schlimm ist Xi's Reiseverbot? häää wer? Orange Man Bad

  • S.z am 27.03.2020 19:59 Report Diesen Beitrag melden

    Genau

    Genau.. auch die grenzen zu italien waren viel zu lange offen. Und die gastarbeiter kommen immer noch. Auch wenn sie keine ärzte sonder taxi chauffeur oder sonst was sind

    • Vasallenstaat am 02.04.2020 19:18 Report Diesen Beitrag melden

      @S.z.

      Die Schweiz kann/darf die Grenzen nicht schliessen. Nie. Dreyfuss hat's mal mit ca. fünf Worten allen, wirklich allen, erklärt. Immer noch nicht kapiert?

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