Tapit

01. Juli 2014 22:03; Akt: 01.07.2014 22:03 Print

Das kann das neue digitale Portemonnaie

von Yves Hollenstein - Seit Dienstagmorgen ist die Swisscom-Bezahl-App Tapit in Betrieb. Das Bezahlen wird massiv schneller, wie der Selbsttest zeigt. iPhone-Besitzer bleiben jedoch vorerst aussen vor.

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Mit einer Neuheit auf dem Schweizer Markt wollen die Telekomanbieter das kontaktlose Zahlen revolutionieren. Doch Tapit soll mehr können: Digitales Portemonnaie, Treuekarte und Zutrittsbadge in einem sein. Am Dienstag stellten die drei Telekomanbieter, Swisscom, Sunrise und Orange gemeinsam Tapit der Öffentlichkeit vor. «Das Ziel ist eine offene Transaktionsplattform, ein eigenes Ökosystem», sagte Swisscom-CEO Urs Schaeppi an einer Medienkonferenz.

Umfrage
Smartphone statt Portemonnaie - wird sich das neue Bezahlsystem durchsetzen?
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Was kann das «Schweizer Portemonnaie der Zukunft»? Wie funktioniert es? Und wo liegen die Hürden? 20 Minuten gibt Ihnen eine Übersicht:

- Das kann Tapit bereits

In einem ersten Test von 20 Minuten hält der Name Tapit («halt es dran»), was er verspricht. Sei es für ein Päckchen Hustenpastillen in einer Kioskfiliale im Zürcher Hauptbahnhof oder für ein Duschgel, bezahlt an der Migros-Kasse. Einfach das Handy an das Bezahlterminal halten und innert weniger Sekunden ist der Zahlungsvorgang abgeschlossen. Mehr als Bezahlen ist derzeit aber nicht möglich.

- So funktioniert es

Als Erstes muss der Nutzer die App auf sein Smartphone laden. Die Bezahlung erfolgt kontaktlos über NFC (Near Field Communication), ab 40 Franken muss der Kunde eine PIN eingeben. Dazu ist aber auch eine NFC-fähige SIM-Karte nötig, auf der sich die Kreditkartendaten hinterlegen lassen. Die Übersicht über die einzelnen Buchungen erhält der Kunde mit der Kreditkartenabrechnung.

- Das soll Tapit in Zukunft können

Mithilfe der App soll das Smartphone auch für Gebäudezutritte benutzt werden und damit den herkömmlichen Badge ersetzen. Die Anbieter arbeiten dafür mit Spezialisten von Legic und Siemens zusammen. Auch das Bezahlen an Kaffee- oder Snackautomaten soll möglich sein. Erste Tests hierfür seien gemäss Angaben der Hersteller erfolgreich verlaufen. Ebenso sollen Privatpersonen ihre Haustür mit solchen Systemen absichern können. Das Sammeln von Treuepunkten wird ab Mitte 2016 erstmals für Besitzer der Coop-Supercard möglich. Weitere Anbieter sollen dazukommen.

- Diese Handys sind Tapit-tauglich

Derzeit kann Tapit nur mit NFC-fähigen Android-Smartphones wie Samsung oder HTC genutzt werden. Die aktuelle Liste ist auf der Homepage von Tapit ersichtlich. Nicht darauf zu finden ist auch das iPhone, welches ebenfalls nicht NFC-tauglich ist. Analysten der Grossbank Morgan Stanley rechnen aber fest damit, dass bereits das iPhone 6 mit der NFC-Technologie ausgerüstet ist, wie das Portal NFC World vermeldet. Auch Swisscom-CEO Urs Schaeppi gibt sich überzeugt, dass bis Ende Jahr eine Lösung für iPhone-Besitzer gefunden wird.

- Diese Partner sind mit an Bord

Zum Start ist die Nutzung von Tapit nur für Kunden der Swisscom möglich. Dazu müssen diese auch noch eine Visa-Karte der Firma Cornèrcard besitzen. Ab August sind auch Mastercard und weitere Kreditkartendienste wie die Aduno Gruppe mit von der Partie. Auch die UBS prüft eine Zusammenarbeit. Und im Verlauf des Jahres sollen auch Orange- und Sunrise-Kunden den Dienst nutzen können. Mit der SBB sei man noch in den Verhandlungen.

- Das kostet Tapit

Die Nutzung von Tapit ist gratis – für den Kunden fallen keine Gebühren an. Die Telekomanbieter verlangen von den Partnern eine Gebühr für die Bereitstellung der Plattform.

- So sicher ist Tapit

Laut den Herstellern ist Tapit gleich sicher wie das Bezahlen mit kontaktloser Kreditkarte. Dazu funktioniert Tapit auch, wenn der Handy-Akku leer ist. Geht das Handy verloren, kann der Telekomanbieter die App sperren.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M.......... K................. am 02.07.2014 04:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nein ...Nein ....und nochmals

    Nein....keine Verschwörung mehr... am besten gleich noch den Refid-Chip...mit sämtlichen persönlichen Daten...wie Ignorant und tief muss man sinken sich so etwas antun zu lassen...

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  • Felix am 01.07.2014 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ich bin da skeptisch

    Mal schauen wie lange es geht bis die Leute reihenweise drahtlos beklaut werden. Bei 10cm Reichweite braucht man lediglich den Leser an die Handtasche zu halten und schon sind 40Fr weg. Selbes Thema bei Kreditkarten mit NFC

  • ITler am 01.07.2014 22:35 Report Diesen Beitrag melden

    Es gibt bereits Chip-Scanner

    welche nach dem exakt gleichen Prinzip die Daten einer jeden Kreditkarte (welche einen solchen Chip hat) auslesen kann. Die passen bequem in die Hosentasche - wer denkt dass es über ein (von Sicherheitslücken verseuchtes) Smartphone (Hersteller/Betriebssystem EGAL) sicherer sei, ist definitiv auf den Kopf gefallen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Sunrise Kunde am 03.07.2014 00:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Überteuert

    Warum können sie nicht mal allgemein die Mobilfunkpreise senken? Das wären die Schlagzeilen auf die der/die Schweizer/in warten...

  • CH-Meinung am 02.07.2014 20:07 Report Diesen Beitrag melden

    BIG BROTHER - TOTAL-ÜBERWACHUNG

    auf der ganze Linie. Hirnzellen aktivieren ist angesagt.

  • marko rizoli am 02.07.2014 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schönen abend

    alle jammern wieder wegen der sicherheit.. 1. handy ist verschlüsselt 2. kann man die app in einen verschl7sselten ordner stecken 3. kann mam die app mit einer anderen app "tarnen" und bis der dieb das herausgefunden hat, hat man das handy schon lange via fernbedienung gesperrt oder georted...aber ja tooootttaaaal unsicher das zeugs ;)

    • M.......... K................. am 05.07.2014 09:47 Report Diesen Beitrag melden

      mit Sicherheit ist

      die digitale Währung wertlos...so wie das Geld das im Umlauf ist...untergedeckt ist. Nur mit der Digitalisierung ....1 und 0...wird werte geschaffen die nicht existieren und deswegen besteht ein Sicherheits Risiko....nicht wegen der Verschlüsselung...Beispiel am super Tresor mit tollen Schlössern....aber eben OHNE INHALT..:P nur die Fantasie lässt dich noch an Werte glauben.

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  • jack the ripper am 02.07.2014 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schlecht

    auf das warte ich schon seit jahren! leider funktioniert die app zu 80 prozent nicht.. funktioniert nicht mit allen nfc telefonen, funktioniert nicht mit duo sim von swisscom, funktioniert nicht mastercard. was soll ich dan mit dem..?? andere länder sind uns schon um jahren voraus..

    • Roli am 06.01.2015 21:50 Report Diesen Beitrag melden

      Ich warte nicht

      Ja. jack the ripper, gottlob funktioniert nicht alles, so kann man noch ein wenig mit Bargeld zahlen.

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  • B. Real am 02.07.2014 17:15 Report Diesen Beitrag melden

    Mehrwert???

    Und wo ist da bitteschön der Mehrwert gegenüber der "Kontaktlosen Kreditkarte"??? Cool weil auf (hackbarem) Smartphone? Das wird wohl nix...