Alles per App

19. Januar 2019 17:45; Akt: 21.01.2019 08:52 Print

Das kann die Handy-Bank besser als andere Banken

von R. Knecht - Die Smartphone-Bank N26 kommt in die Schweiz. Das deutsche Start-up dürfte vor allem bei jüngeren Konsumenten auf Interesse stossen.

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Für dieses Jahr hat die Smartphone-Bank N26 den Schweizer Marktstart angekündigt. Die Bank steckt quasi komplett in der App. Von der Eröffnung bis zur Saldierung ist alles aufs Smartphone ausgerichtet. Kunden können laut N26 mit der Mastercard gratis bezahlen – und zwar in jeder Währung. Eine weitere Gebühr, auf die N26 im Vergleich zu vielen traditionellen Banken verzichtet, ist diejenige beim Geldbezug am Automaten. Die Bank verspricht Gratisbezüge in der Landeswährung an allen Bancomaten, die die Mastercard akzeptieren. N26 hat laut Graf den Vorteil, im Bankingbereich ein neues Erlebnis zu bieten. Für viele Konsumenten dürfte das ein Grund sein, das Angebot auszuprobieren – gerade auch weil es nichts kostet. Das Angebot von N26 dürfte vor allem jüngere Menschen interessieren, die viel reisen, vermutet Sandro Graf, Dozent für Customer Experience Management an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Das Basisangebot der Bank ist gratis und beinhaltet bereits die Mastercard von N26. Doch die Firma bietet auch ein Bezahlmodell namens N26 Black. Das kostet in Europa derzeit 9,90 Euro und ermöglicht kostenlose Geldbezüge weltweit, unabhängig von der Währung. Dazu kommt ein Versicherungspaket der Allianz. Es beinhaltet eine Reiseversicherung für medizinische Notfälle und extreme Flugverspätungen. Auch eine Diebstahlversicherung bis zu vier Stunden nach Geldbezug am Bancomaten gehört zum Paket. Die 2013 gegründete Bank ist noch jung und sie ist erst in Europa tätig. Trotzdem hat die Fintech-Firma bereits einen Marktwert von 2,7 Milliarden Franken. (Im Bild: Gründer Valentin Stalf)

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Eine App und eine Mastercard – das ist alles, was das deutsche Start-up N26 für Banking braucht. Die Berliner Fintech-Firma, die damit wirbt, versteckte Gebühren abzuschaffen, hat für 2019 den Schweizer Markteintritt angekündigt. Das berichtet die «Basler Zeitung».

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Das Angebot von N26 dürfte vor allem jüngere Menschen interessieren, die viel reisen, vermutet Sandro Graf, Dozent für Customer Experience Management an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Die Affinität für solche neuartige Angebote setze ähnlich wie bei Mobile Payment eine gewisse Risikobereitschaft voraus, die man insbesondere bei jungen Männern mit guter Ausbildung und überdurchschnittlichem Einkommen finde. «Wer hingegen bereits eine halbe Million gespart hat, wird die wohl kaum auf ein Konto bei einer Start-up-Bank legen wollen», sagt Graf zu 20 Minuten.

Ob N26 in der Schweiz etwas am Angebot verändern wird, hat das Unternehmen auf Anfrage von 20 Minuten bisher nicht beantwortet. In diesen Punkten sticht das bestehende Angebot der Handy-Bank besonders hervor:

Alles in der App

Die Bank steckt quasi komplett in der App. Von der Eröffnung bis zur Saldierung ist alles aufs Smartphone ausgerichtet. «Neue Banken wie N26 haben den Vorteil, dass sie ihre App und Onlineerscheinung von Grund auf neu konzipieren», sagt Graf zu 20 Minuten. Im Gegensatz dazu sei das Interface der Apps mancher etablierter Anbieter veraltet. Schon bei der Kontoeröffnung spürt man den Vorteil von N26: Sie findet entweder direkt in der App oder im Browser statt und dauert rund zwei Minuten, sofern man sich mit den Nutzungsbedingungen bereits auskennt. Zwar kann man auch bei den grossen Schweizer Banken per App oder Browser ein Konto eröffnen. Doch der Prozess ist meist etwas komplizierter als bei N26. Bei der Credit Suisse und der UBS etwa muss sich der Nutzer während der Kontoeröffnung per E-Mail oder SMS verifizieren. Eine solche Unterbrechung gibt es bei N26 nicht.

Gratis in Fremdwährung bezahlen

Kunden können laut N26 mit der Mastercard gratis bezahlen – und zwar in jeder Währung. Das ist in der Finanzwelt selten: Die meisten Banken verlangen einen Aufschlag, wenn ein Kunde in Fremdwährungen bezahlen will. Laut der Preisliste der UBS etwa beträgt diese Gebühr bei Transaktionen unter 100'000 Franken je nach Währung zwischen 1,7 und 3,6 Prozent. Wer beispielsweise 500 Dollar braucht, muss somit rund 8.45 Franken zusätzlich zahlen.

Geld beziehen ohne Gebühren

Eine weitere Gebühr, auf die N26 im Vergleich zu vielen traditionellen Banken verzichtet, ist jene beim Geldbezug am Automaten. Die Bank verspricht Gratisbezüge in der Landeswährung an allen Bancomaten, die die Mastercard akzeptieren. Mit Ausnahme von Grossbritannien ist die Währung in allen Ländern, in denen N26 bisher aktiv ist, der Euro. Falls Schweizer Kunden allerdings statt Euro nur gratis Franken beziehen könnten, wäre der Nutzen eher klein: Die meisten Bancomaten im Ausland geben ohnehin keine Franken aus.

Neues Erlebnis

N26 hat laut Graf den Vorteil, im Banking-Bereich ein neues Erlebnis zu bieten. Für viele Konsumenten dürfte das ein Grund sein, das Angebot auszuprobieren – gerade auch weil es nichts kostet. Die etablierten Institute müssen sich deswegen aber noch keine Sorgen machen: «Die meisten Konsumenten bleiben in der Regel lange bei dem, was sie kennen», sagt Graf. Mittelfristig müssten sich die traditionellen Banken aber doch überlegen, wie sie ihr Angebot für innovationshungrige Kunden interessant machen können.

Zusatzangebote

Das Basisangebot der Bank ist gratis und beinhaltet bereits die Mastercard von N26. Doch die Firma bietet auch ein Bezahlmodell namens N26 Black. Das kostet in Europa derzeit 9,90 Euro und ermöglicht kostenlose Geldbezüge weltweit, unabhängig von der Währung. Dazu kommt ein Versicherungspaket der Allianz. Es beinhaltet eine Reiseversicherung für medizinische Notfälle und extreme Flugverspätungen. Auch eine Diebstahlversicherung bis zu vier Stunden nach Geldbezug am Bancomaten gehört zum Paket. In Deutschland bietet N26 noch das Metal-Paket für 16,90 Euro. Es umfasst zusätzlich einen persönlichen Kundendienst und Spezialangebote von Partnern.

Junge Bank, viel Geld

Die 2013 gegründete Bank ist noch jung, und sie ist erst in Europa tätig. Trotzdem hat die Fintech-Firma bereits einen Marktwert von 2,7 Milliarden Franken. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung der Schweizer Investmentbank Vontobel beträgt 3,3 Milliarden Franken. An die Schweizer Platzhirsche UBS (52 Milliarden Franken) und Credit Suisse (30,9 Milliarden Franken) kommt N26 allerdings noch nicht heran.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • max meier am 19.01.2019 17:56 Report Diesen Beitrag melden

    Revolut

    und warum wird Revolut mit keinem Wort erwähnt, obwohl schon lange in der Schweiz erhältlich? schliesslich ist N26 ja eine 1:1 Revolut-Kopie, mit nicht einer einzigen Neuerung...

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  • Jason am 19.01.2019 18:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts ist kostenlos

    Viele Banken haben in den letzten Jahren auch alles mögliche kostenlos angeboten und sobald der Kundenstamm genug gross war, kamen die kostenpflichtigen Gebühren. Hier wird das gleiche passieren.

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  • ök87 am 19.01.2019 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues -> Revolut

    Eine Kopie von Revolut

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Die neusten Leser-Kommentare

  • bf am 23.01.2019 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und von was leben die ?

    wenn alles gratis ist , wovon lebt diese bank ???

  • ShaBijan am 22.01.2019 01:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    gut und günstig

    Mein Tipp Icard top Debitkarte Konto visa und Master virtuell und als Karte möglich.... Oder Viabuy deutscher IBAN hochgeprägte Debitkarte sieht aus wie eine echte die normale Kreditkarte zwar 100 jedoch einmalig

  • Eric am 21.01.2019 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Gähn

    Und was ist jetzt der News-Gehalt dieser Meldung? Mit Zak gibt es bereits eine Smartphone-Bank. Die ist erst noch aus der Schweiz, von der Bank Cler.

  • Rolf D am 21.01.2019 10:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Revolut muss hier erwähnt werden

    Revolut ist N26 weit voraus. Ich nutze Revolut seit Jahren. Die beste App-Bank aus meiner Sicht. Das sollte man hier erwähnen. Revolut besitzt überdies eine Bankenlizenz.

  • Tomson1994 am 21.01.2019 06:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut

    Aber Monzo in der UK ist um einiges besser :)