Investitionen

31. Dezember 2015 12:57; Akt: 31.12.2015 12:57 Print

Das sind die Gewinner und die Verlierer an der Börse

Frankenschock, Nullzinsen, Preissturz bei Rohstoffen: 2015 war für viele Investoren ein turbulentes Jahr. 20 Minuten stellt einige der Gewinner und Verlierer vor.

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Das Wirtschaftsjahr 2015 hat für viele Schweizer Firmen und Anleger stürmisch begonnen. Am 15. Januar überraschte die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit der Aufhebung des Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro, der Eurokurs fiel danach zum Franken zeitweise unter Parität. Inzwischen hat sich der Kurs wieder um 1.10 Franken eingependelt. Der Entscheid der SNB dürfte auch viele der 20 Titel des Schweizer Leitindex SMI im ablaufenden Jahr beeinflusst haben. Insgesamt büsste der SMI im Jahr 2015 (Stand 30. Dezember) rund 1 Prozent an Wert ein. Am Mittwoch notierte der Index leicht unter 8900 Punkten.

Einige SMI-Aktien erwiesen sich aber auch 2015 als gute Investition. Wer zu Beginn des Jahres die Aktie des Agrochemiekonzerns Syngenta kaufte, konnte bis Ende Jahr einen Gewinn von rund 23 Prozent erzielen. Übernahmespekulationen liessen den Titel steigen. Ebenfalls zu den Gewinnern gehören im Jahr 2015 die Aktie des Biotechnunternehmens Actelion (+22 Prozent), jene des Rückversicherers SwissRe (+18 Prozent) sowie die der Grossbank UBS (+14 Prozent).

Zwei der grossen Verlierer waren die Titel des Luxusgüterkonzerns Richemont und des Uhrenherstellers Swatch. Die Richemont-Aktie wird an der Schweizer Börse 18 Prozent tiefer gehandelt als noch zu Jahresbeginn. Die Swatch-Aktie verlor im selben Zeitraum rund 20 Prozent an Wert. Beide Firmen sind exportorientiert und deshalb von der Aufwertung des Frankens besonders betroffen. Zudem wirkte sich die weniger schnell wachsende Wirtschaft in China auf die Geschäfte der beiden Konzerne aus. Insbesondere die rückläufigen Exporte nach Hongkong, einem der wichtigsten Absatzmärkte für Uhren, spürten Swatch und Richemont im vergangenen Jahr.

Die grössten Verluste aller SMI-Titel mussten der Baustoffkonzern LafargeHolcim (-25 Prozent) sowie der Ölplattformen-Betreiber Transocean (-32 Prozent) hinnehmen. Als einer der Gründe dafür gelten die getrübten Wirtschaftsaussichten in den Schwellenländern, wo LafargeHolcim einen Grossteil des Umsatzes erwirtschaftet. Bei Transocean hängt die grosse Wertminderung der Aktie mit dem tiefen Ölpreis zusammen. Lange wird die Transocean-Aktie allerdings nicht mehr an der Schweizer Börse gehandelt: Per Ende März 2016 zieht sich das Unternehmen von der hiesigen Börse zurück.

Generell erwiesen sich im ablaufenden Jahr Rohstoffe als schlechte Investition. Rohöl der Sorte Brent, das in Dollar gehandelt wird, kostete am 30. Dezember 35 Prozent weniger im Vergleich zu Anfang Jahr. Auch die Edelmetalle Platin (-26 Prozent), Silber (-12 Prozent) und Gold (-10 Prozent) haben deutlich an Wert verloren. Die fallenden Rohstoffpreise setzten Bergbaukonzernen wie Glencore stark zu. Die an der Londoner Börse gehandelte Aktie von Glencore verzeichnete 2015 ein Minus von 69 Prozent.

Erfolgreich verlief das Jahr hingegen für viele US-Tech-Firmen. Die Aktie des Streamingdiensts Netflix legte um ganze 139 Prozent zu. Auch der Online-Händler Amazon gehört zu den Gewinnern: Der Wert der Aktie hat sich im Jahr 2015 mehr als verdoppelt. Und auch die Kryptowährung Bitcoin kostet heute (in US-Dollar) 38 Prozent mehr als noch vor zwölf Monaten. Die beste Performance dürfte aber die schwedische Firma Fingerprint Cards verzeichnet haben: Die Aktie des Herstellers von Fingerabdrucksensoren legte 2015 um über 1500 Prozent zu.

(lin)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Steyri am 31.12.2015 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Warum bringt ihr nicht die Gewinner und Verlierer für das Jahr 2016? Würde vieles erleichtern....

  • 20min Leser am 31.12.2015 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Null Summen Spiel.

    Es gibt keine Gewinner oder Verlierer es gleicht sich immer bei jedem Deal aus. Das monetaene System ist so konzipiert, dass alles von Fleissig nach Reich fliesst.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • 20min Leser am 31.12.2015 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Null Summen Spiel.

    Es gibt keine Gewinner oder Verlierer es gleicht sich immer bei jedem Deal aus. Das monetaene System ist so konzipiert, dass alles von Fleissig nach Reich fliesst.

    • Peter am 31.12.2015 20:05 Report Diesen Beitrag melden

      widerspruch

      Sie nennen ja die Gewinner ;-)

    • Mike Meier am 01.01.2016 13:09 Report Diesen Beitrag melden

      Differenzieren sollte man schon...

      An der Börse tummelt sich die ganze Bandbreite: Reich bis arm. Investoren, Trader, Spekulanten und Kombinationen untereinander. Es sind schon viele mit wenig Geld reich geworden, aber auch zahlreiche Reiche arm. Das ist der Reiz an der Börse. Man kann fleissig sein oder faul, wenn das Resultat stimmt, ist's egal. Faule brauchen allerdings etwas mehr Glück,denn wie so oft muss schliesslich festgestellt werden: Wie gewonnen, so zerronnen.

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  • Steyri am 31.12.2015 14:21 Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Warum bringt ihr nicht die Gewinner und Verlierer für das Jahr 2016? Würde vieles erleichtern....