Flug, Hotel, Party

01. Februar 2019 10:59; Akt: 01.02.2019 10:59 Print

Das sind die Zahlen zum Luxus-Reisli der Post

100'000 Franken für Flugtickets, 19'000 Franken für eine einzige Party – so teuer war das Luxus-Reisli der Post.

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Für rund 200'000 Franken reiste das Kader von Swiss Post Solutions (SPS) im Januar nach Vietnam. Die Tochter der Schweizerischen Post erntete für die Luxusreise Kritik, etwa von der Gewerkschaft Syndicom: «Für die Angestellten sind die Arbeitsbedingungen bei der SPS miserabel. Für das Management ganz offensichtlich nicht», sagt Sprecher David Roth.

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Nun hat der «Blick» die genauen Kosten für die extravagante Reise anhand eines Dokuments der Post, das auch 20 Minuten vorliegt, offengelegt:

Flug
99'700 Franken

Der Grossteil der 103 Kadermitglieder reiste aus der Schweiz, Deutschland, England, Frankreich, Österreich und den Niederlanden nach Ho-Chi-Minh-Stadt / Saigon. 91 Teilnehmer flogen Economy – die Tickets kosteten insgesamt 63'700 Franken. Dazu kommen 36'000 Franken für zwölf Top-Manager. Die Flüge kosteten insgesamt also rund 100'000 Franken.

Hotel
31'827 Franken

Die SPS-Angestellten übernachteten im Pullman Saigon Centre. Die 103 Teilnehmer verbrachten drei Nächte in dem Hotel auf Firmenkosten. Inklusive Frühstück macht das 309 Franken pro Person, insgesamt 31'827 Franken. Dazu kommt, dass einige Manager bereits etwas früher anreisten und zusätzliche Übernachtungen erstattet erhielten.

Abendessen
6200 Franken

Auch das Essen schenkte ein: Ein Abendessen auf dem Dinner-Schiff Bonsai River Cruise kostete 60 Franken pro Person. Das sind rund 6200 Franken auf der Spesenrechnung.

Party
18'905 Franken

Besonders teuer war ein Fest auf dem Dach des Centec Towers. Allein das Essen kostete dort 135 Franken pro Person. Laut dem Dokument der Post wurde die gesamte Party mit 18'905 Franken beziffert.

(rkn)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sauerstein am 01.02.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    wirklich..?

    Wirklich...? Und in der Postfinance werden Mitarbeiter welche rund 20+ Jahre dabei waren entlassen. Schämt euch Post. Wann wehren sich die Leute in diesem Land gegen die offensichtliche Ausbeutung endlich...

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  • Captain Hindsight am 01.02.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Problem?

    Bestimmt haben die das Geld einsparen können, als die drei mir am nächsten liegenden Filialen geschlossen wurden. Also kein Problem. Das Geld ist da.

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  • Schweizer am 01.02.2019 11:05 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts neues

    Das ist nichts neues und auch nur die Spitze des Eisbergs bei der Post. Habe selbst mal eine Zeitlanf bei der Post gearbeitet, die haben einfach zu viel Geld, das man dort einfach verschwenden kann. Da gab es Projekte, wo das Budget total überschritten wurde, das Kader hat es nicht interessiert, warum dies so ist, einfach zusätzliche Mittel abgenickt. Misswirtschaft wird einfach geduldet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • kalauer am 02.02.2019 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    organisierer?

    Wäre doch schön zu lesen wer das organisiert hat bei der Post...

  • Gloor Alfred am 02.02.2019 16:32 Report Diesen Beitrag melden

    Neue Technologien

    Hat die "Post" auch schon mal was von Video- Konferenz gehört???

  • Ueli dr Chnächt am 02.02.2019 16:22 Report Diesen Beitrag melden

    Halloooo?

    Ach herrje.. Das sind pro Person ca.1500 Franken. Für Kaderleute akzeptabel. Wir geben pro Jahr sinnloseres Geld für unsere"soziale Wohlfahrt" aus. Hoffe sie haben es wenigstens richtig krachen lassen...!

  • Manager am 02.02.2019 12:06 Report Diesen Beitrag melden

    Papperlapapp

    Es ist halt so: das Management schaut für sich, was da unten gelabert wird ibteressiert uns nicht. Jeder ist freiwillig im Unternehmen

  • Huldrich Würgli am 02.02.2019 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Skandal mehr...

    CVP der neuen Genration, ein mix zwischen Intershop der ehemaligen DDR und einer Karton Hostie