Munch-Versteigerung

03. Mai 2012 20:40; Akt: 03.05.2012 23:20 Print

Das sind die teuersten Kunstwerke

Munch hat Picasso vom Thron gestossen. Bislang war der Spanier der teuerste Künstler gewesen. Doch die Preise für Kunst kennen weiter nur eine Richtung: nach oben.

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Sagenhafte 119,9 Millionen Dollar zahlte an einer Auktion in New York der neue Besitzer für «Der Schrei» des norwegischen Künstlers Edvard Munch. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die in den 1980er Jahren begonnen hat: die rasante Explosion von Kunst-Preisen.

Der erste Verkauf, an dem erstmals mehr als 35 Millionen Dollar geboten wurde, fand 1987 statt. Damals kam eines von Vincent van Goghs «Sonnenblumenbildern» unter den Hammer und fand für umgerechnet 40 Millionen Dollar einen neuen Besitzer. Der Verkauf markierte nicht nur preislich eine neue Epoche, sondern auch geschmacklich.

Asiaten und Araber als Treiber

Zuvor waren es hauptsächlich die Werke alter Meister aus der Epoche zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert gewesen, die Höchstpreise erzielt hatten. Ende der Achtzigerjahre kamen demgegenüber französische Impressionisten und die moderne Kunst bei Sammlern in Mode. Nach der Jahrtausendwende erreichten vermehrt auch jüngere Werke schwindelerregende Preise, so etwa Damien Hirsts - «For the love of god». Eine Investmentgruppe kaufte den Diamanten-Schädel im Jahr 2007 für 100 Millionen Dollar.

Höhepunkt der Entwicklung war die Versteigerung von Pablo Picassos «Akt mit grünen Blättern und Büste». Das Bild ging 2010 für 106,5 Millionen Dollar an seinen neuen Besitzer. Treiber des mit rund 60 Milliarden Dollar Jahresvolumen florierenden Kunstmarktes sind immer mehr Asiaten und Käufer aus dem Nahen Osten. Schauen Sie in der nachfolgenden Bildstrecke, welche anderen Bilder in den letzten Jahren Rekordpreise erzielten.

(eri)