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23. November 2018 05:45; Akt: 23.11.2018 05:45 Print

Mit diesem Wissen glänzen Sie am Black Friday

Wieso heisst der Mega-Shoppingtag überhaupt Black Friday? Und wie umgeht man die Warteschlangen? Sieben überraschende Fakten.

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Die grosse Rabattschlacht am Black Friday läuft. Da kann es schon mal zu Gedränge in den Läden kommen – wie hier in Brasilien 2017. Laut Schätzungen von Blackfridaydeals.ch dürften Schweizer Händler innert 24 Stunden einen Umsatz von 440 Millionen Franken erzielen. Eigentlich gilt der Black Friday als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Dieses Jahr lancierte aber bereits der Singles' Day am 11. November den Weihnachtsverkauf in der Schweiz. Firmen bieten nicht nur Deals auf typische Produkte wie Fernseher oder Kleider, sondern auch zunehmend Abos und Dienstleistungen. Sogar beim Coiffeur gibts Black-Friday-Rabatt. Die Zahl der Geschäfte, die zum Black Friday spezielle Deals machen, steigt immer weiter. Sogar Globus ist dabei, obwohl die Firma dem Black Friday gegenüber bisher eher skeptisch war. Rund 20 Prozent des Umsatzes am Black Friday soll laut Schätzungen online erzielt werden. Das entspricht 88 Millionen Franken. Konsumenten sparen auf den Black Friday hin, wie Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch zu 20 Minuten sagt: «Das Interesse am Black Friday ist bereits im Vorfeld riesig.» Die Schweizer Plattform Rabattcorner hat für dieses Jahr einen Service lanciert, der das Cashback-Prinzip mit Black-Friday-Angeboten kombiniert. Cashback bedeutet: Die Website vermittelt die Besucher an Onlineshops, kassiert dafür eine Provision und teilt diese dann mit den Shoppern. Schweizer können am Black Friday auch direkt von Rabatten in den USA profitieren: Die US-Firma Big Apple Buddy ermöglicht es Online-Shoppern, bei Händlern aus dem Heimatland des Black Friday zu bestellen. Singles' Day 2018: Nach nur einer Stunde knackte Alibaba beim verkauften Gesamtwarenvolumen die Marke von 10 Milliarden Dollar. Das ist fast die Hälfte des Umsatzes, den Alibaba am Singles' Day 2017 erwirtschaftete. Über die gesamten 24 Stunden gaben Konsumenten vergangenes Jahr zum «11.11. Global Shopping Festival» von Alibaba rund 24 Milliarden Dollar aus. Auch in der Schweiz ist der Singles' Day angekommen: Über 50 Händler boten dieses Jahr Spezialangebote zum 11. November, darunter Vögele-Shoes, Media-Markt und Dosenbach. Der Singles' Day hat seinen Ursprung an chinesischen Universitäten. Sein Zweck war zu Beginn, den Single-Status der Studenten zu feiern. Innerhalb von zehn Jahren hat sich der Feiertag zum Grossevent gemausert. (Im Bild: ein Shopping-Festival von Alibaba in Shanghai.) Der Singles' Day am 11. November ist vor allem im asiatischen Raum sehr bekannt und beliebt. Letztes Jahr erzielte die Alibaba Group in 24 Stunden einen Umsatz von 25 Milliarden US-Dollar. Jetzt kommt dieser Shopping-Tag auch in die Schweiz. Weltweit wird am Singles' Day mehr Umsatz erzielt als am Black Friday. Das Datum 11.11. mit den vielen Einsen soll die Freiheit eines Singles symbolisieren. Da der Singles' Day in diesem Jahr auf einen Sonntag fiel, war er 2018 primär ein Onlineshopping-Event. Für Onlineshops ist der Sonntag klassischerweise der wichtigste Wochentag. Die Spezialangebote von Black Friday und Singles' Day klingen manchmal besser, als sie in Wirklichkeit sind. Die Preisreduktionen beziehen sich in vielen Fällen nicht auf den aktuellen Marktpreis, sondern auf die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers. Dieser kann oft merklich höher sein, weshalb die Aktion grosszügiger wirke, als sie wirklich ist. Vor allem im Elektronikhandel fallen Preisunterschiede auf. Ein Preisvergleich lohnt sich. Und man sollte sich nicht von psychologischen Tricks beeinflussen lassen. Der Black Friday ist eine US-Tradition. Inzwischen etabliert sich das Phänomen auch in der Schweiz. In den USA warten die Kunden oft schon um Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden auf die Öffnung der Geschäfte, um das beste Schnäppchen zu ergattern. Teilweise harren sie dabei auch in der Kälte aus ... ... und freuen sich dann, wenn sie zum Beispiel einen günstigen Fernseher abstauben können.

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Der Schweizer Handel ist im Black-Friday-Fieber – und das schon die ganze Woche. Die Rabattschlacht begann schon am Montag. Den Höhepunkt erreicht die Schnäppchenjagd heute, am eigentlichen Black Friday.

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Wie kam der Shoppingtag aus den USA überhaupt in die Schweiz? Und welche Black-Friday-Mythen sind gar nicht wahr? Sieben Fakten, die so manchem wohl noch unbekannt sind:

• Der Name
Dem Vernehmen nach hat der Name Black Friday mit einem Begriff aus der Buchhaltung zu tun: Die Händler verkaufen an diesem Tag so viel, sodass sie schwarze Zahlen schreiben. Eine andere Theorie besagt, dass Polizisten aus Philadelphia dem Shoppingtag seinen Namen gegeben haben – und zwar aus Frust: Der Black Friday war für sie ein schwarzer Tag, weil der Mehrverkehr in den Strassen so viel Smog und Unfälle auslöste.

• Die Wartezeit
Jedes Jahr kursieren am Black Friday Bilder von Schnäppchenjägern, die schon lange vor der Eröffnung vor den Läden Schlange stehen. Den Rekord beim Warten haben wohl zwei junge Frauen aus Kalifornien im Jahr 2014 geknackt: Sie campierten 22 Tage vor dem Elektronikgeschäft BestBuy, um einen günstigen Fernseher zu ergattern.

• Die Nebeneffekte
Vom Black-Friday-Hype profitieren nicht nur die Händler. Rund um den Shoppingtag entstehen auch allerlei weitere Geschäftsideen. Eine davon: der Line-sitting-Service. Das funktioniert ganz einfach: Anstatt sich selber in die lange Warteschlange vor dem Geschäft zu stellen, stellt man jemanden dafür an – und bezahlt ihn entsprechend. In den USA verdienen diese professionellen «Platzhalter» bis zu 45 Dollar pro Stunde.

• Der Erste
Der Black Friday wird in der Schweiz dieses Jahr zum vierten Mal zelebriert. Rund ein Fünftel der Umsätze in der Schweiz wird mittlerweile in Onlineshops erzielt, schätzt die Schnäppchenplattform Blackfridaydeals.ch. Das entspricht etwa 88 Millionen Franken. Der Grossteil der Käufe findet also immer noch im stationären Handel statt. So war es denn auch kein Online-Händler, der den Black Friday in die Schweiz brachte – sondern die Warenhauskette Manor. Ende November 2015 bekamen Besitzer einer Manor-Kundenkarte bis zu 30 Prozent Rabatt auf ihre Käufe.

• Der Tumult
Jeder kennt die Geschichten über Shoppingwütige, die ob der vielen Rabatte durchdrehen und in ihrem Wahn andere Konsumenten attackieren. Der Onlineticker «Black Friday Death Count» zählt die Opfer: Von 2010 bis 2017 soll es 10 Tote und 111 Verletzte gegeben haben. Doch nicht alle Handgreiflichkeiten haben direkt mit dem Run auf das herabgesetzte elektronische Gadget zu tun – sondern manchmal einfach mit dem Kampf um den letzten Parkplatz.

• Der Umsatz
Der Black Friday gilt als der Shopping-Event, der übers ganze Jahr gesehen am meisten Umsatz bringt – zumindest in den USA. Doch das ist noch nicht lange so. Von 1993 bis 2002 war der Samstag vor Weihnachten der Tag, an dem die Händler am meisten umsetzten. Der weltweit umsatzstärkste Shoppingtag ist übrigens der Singles' Day in China, zu dem dieses Jahr auch erstmals Schweizer Händler Sonderangebote machten.

• Die Deals
Die Händler überbieten sich am Black Friday mit Rabattaktionen. Viele dieser Deals mögen echte Schnäppchen sein – doch wohl nicht alle: Händler versuchen allerlei Tricks, um ihre Angebote lukrativer erscheinen zu lassen, als sie in Wirklichkeit sind. Wie die «Washington Post» berichtet, verkaufen manche sogar qualitativ schlechtere Versionen eines Produkts – beispielsweise eines Fernsehers –, die extra für den Black Friday gefertigt wurden.

(vb)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Perry am 23.11.2018 06:15 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    22 Tage campieren?? Sie wären lieber 22 Tage arbeiten gegangen. So hätten sie sich den TV auch sonst kaufen können.

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  • Schweizer am 23.11.2018 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    doof

    Und die Schweiz muss natürlich bei jedem Mist mitmachen: sei es Singles Day aus China oder Black Friday aus den USA, Hauptsache, wir schmeissen unser Geld wieder raus, wofür wir uns abgerackert haben...

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  • Der Verweigerer am 23.11.2018 06:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alternativprogramm

    Wenn ich mir die Bilder zum Beitrag ansehe, dann werde ich heute lieber einen längeren Spaziergang unternehmen. Bei Regen eben mit Pelerine.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • soma am 23.11.2018 18:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ich konnte eine menge Geld sparen

    habe am Black Friday nichts gekauft :-)

  • mth.sch. am 23.11.2018 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mit Freunden

    Ich glänzte mit Abwesenheit. Schau dann Ende Dezember 2018/Anfang Januar, sowie Ende März 2019 rein ;) Jetzt freue ich mich auf einen gemütlichen Abend und feines Nachtessen

  • Mamon am 23.11.2018 14:52 Report Diesen Beitrag melden

    Ladenhüter für kidies

    Kein Vergleich zu den USA wo ein Artikel statt 1000 $ plötzlich nur noch 100 kostet und das meist mit aktueller Ware nicht wie bei uns mit Ladenhütern.

    • Träumen Sie weiter am 23.11.2018 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mamon

      Die Hauptsache, Sie glauben daran.

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  • Bauer Fritz am 23.11.2018 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sie wird kommen

    Super für euch und übt schön für die ganz grosse Krise, dann nämlich wenn die Regale schon fast leer sind. Aber dann ist vorbei mit Schnäppchen!

  • Ökonom am 23.11.2018 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ramsch und Überfluss

    Viel gescheiter wäre es, wenn mal alle nur noch kaufen würden, was sie wirklich brauchen. Dem eigenen Konto und der Umwelt zuliebe. Vielleicht würde das auch zu einem etwas sozialeren Kapitalismus und minimer Umverteilung führen, würden doch die Löhne erhöht, damit die Leute wieder kaufen;).

    • Maria-Theresia S. am 23.11.2018 17:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ökonom

      Genau das tue ich. Oft habe ich das Glück, dass drei, vier Artikel, welche ich auf dem Einkaufszettel habe, Aktionen sind. Da ich ja die Normapreise kenne, greife ich dann zu. Meistens handelt es sich um Lebensmittel, Haushaltartikel oder Wasch-Geschirrspülmittel.

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