Milliarden-Minus

09. Juli 2019 09:38; Akt: 09.07.2019 09:38 Print

Die Ultrareichen verlieren massiv an Vermögen

Erstmals seit sieben Jahren sind die Reichen rund um den Globus in der Summe nicht mehr reicher geworden – im Gegenteil.

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Verluste an den Aktienmärkten haben im vergangenen Jahr Spuren hinterlassen. Das Vermögen der Reichen weltweit verringerte sich gegenüber 2017 in der Summe um fast 3 Prozent auf 68,1 Billionen Dollar, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervorgeht. Es war das erste Minus seit sieben Jahren. «Ein Rückgang an den Aktienmärkten schlägt in der Regel besonders stark durch», erläuterte Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer.

Zugleich verlor der Club der Dollar-Millionäre erstmals seit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 Mitglieder. Das Gesamtvermögen verringerte sich um 3,9 Prozent auf gut 5 Billionen Dollar. Neben internationalen Handelskonflikten, die die Weltwirtschaft belasten, hätten auch die Unwägbarkeiten des Brexits für Verunsicherung gesorgt.

China verliert viel

An der Spitze der Länder mit den meisten Dollar-Millionären stehen die USA, gefolgt von Japan, Deutschland und China. Die vier Länder stehen Capgemini zufolge zusammen für 61,2 Prozent der Vermögenden weltweit.

Für mehr als ein Viertel des weltweiten Vermögensverlustes stand China. Die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt wächst nicht mehr so rasant wie in der Vergangenheit. Spuren hinterlässt unter anderem der Handelskrieg mit den USA.

Rund um den Globus gab es den Angaben zufolge im vergangenen Jahr 18 Millionen Dollar-Millionäre. Das waren 0,3 Prozent weniger als im Jahr 2017. «Persönlich würde ich mir aber keine Sorgen um die Dollar-Millionäre machen», sagte. Es sei normal, dass es im Laufe der Jahre mal einen kleinen Rückgang gebe.

«Millionäre von nebenan» am geringsten betroffen

Die grössten finanziellen Verluste verzeichneten der Studie zufolge die Ultrareichen, die über mehr als 30 Millionen Dollar verfügen. Ihr Gesamtvermögen sank um rund sechs Prozent. «Der weltweite Vermögensrückgang konzentriert sich ganz klar auf diese Gruppe», sagte Meyer. Die «Millionäre von nebenan» (1 bis 5 Mio. Dollar) waren am geringsten betroffen. Ihr Vermögen verringerte sich in der Summe um 0,4 Prozent.

Capgemini berücksichtigt bei seinem jährlich erstellten «World Wealth Report» Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, alternative Investments wie Rohstoffe oder Hedgefonds, Bargeld sowie Immobilien, sofern sie nicht selbst genutzt werden.

Mehr Bargeld statt Aktien

Angesichts weltweiter Unsicherheit wegen internationaler Handelskonflikte und der Abkühlung der Weltkonjunktur liessen vermögende Privatleute Anfang des laufenden Jahres Vorsicht bei ihren Investitionen walten.

Laut einer Umfrage unter 2500 Reichen weltweit ersetzten sie im ersten Quartal 2019 teilweise Aktien durch Bargeld. Bargeld machte 28 Prozent des Finanzvermögens aus, Aktien rutschten mit knapp 26 Prozent (minus fünf Prozentpunkte) auf den zweiten Rang ab. «Cash ist eine klassische Parkposition in Zeiten der Unsicherheit», erläuterte Meyer.

(sda)

sentifi.com

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bruno S. am 09.07.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Blablabla

    Die Aktienindezes sind allesamt auf Rekordhoch. Aber wenn die Geldsäcke noch aktiver Steuern hinterziehen als bisher dann taucht der Zaster auch nicht mehr offiziell auf und es wird gejammert was das Zeugs hält.

    einklappen einklappen
  • Armer am 09.07.2019 09:46 Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Sie werden darüber hinweg kommen.

  • Belmam am 09.07.2019 09:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    mimimi

    ohhhh Made my Day. Zäglich sterben Menschen auf Gtund solcher Geschäfte, denen Trauert man quch nicht Hinterher. Also Heult Leise.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Oh Oh am 09.07.2019 18:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht gut.. :/

    Ihr könnt jetzt schon lachen und haha und hihi, lasst uns sammeln etc. Lustig lustig. Aber: Wisst ihr denn nicht, von wem sie es dann nehmen werden?? War Griechenland nicht nahe genug? Muss es Italien treffen oder Deutschland? (Frankreich ignoriert man ja komplett) Oder fällt der 20er erst dann, wenn es die Schweiz trifft? Also bekommen werden Sie es. Sie bekommen es immer.

  • Aktionär am 09.07.2019 18:35 Report Diesen Beitrag melden

    So wie die Verluste waren auch die Gewinne reine B

    Solange man diese nicht durch Verkäufe oder Käufe realisiert.

  • Oje am 09.07.2019 18:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur mal so

    Immer jammern über die Reichen und das System. Man kann sich ja schon fragen: "Warum lassen die das nicht?" Aber man kann auch einfach fragen: Warum machen wir das mit?

  • teleblocher am 09.07.2019 17:36 Report Diesen Beitrag melden

    steuern senken

    Das kommt vom Sozialismus, der um sich greift. Leistungsträger werden bestraft. Steuern müssen massiv gesenkt werden.

  • Luzifer am 09.07.2019 15:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld kann auch stinken

    Sowas könnte man ständig schreiben, auch da gibt es einige Verlierer. Jedoch eins wird sich nur verändern wenn alle mitmachen... Wir ermöglichen mit unserer Arbeit den Reichtum der Chef's und Politiker und kassieren dafür einen verhältnismässigen Hungerlohn... Hauptsache Steuerzahler, denn die Superreichen wollen immer mehr.