Zürich

15. September 2010 22:58; Akt: 15.09.2010 22:54 Print

Der Schlüssel der Zukunft ist elektronisch

von Alex Hämmerli - Der gute alte Schlüssel verliert an Bedeutung. In Hotels, aber auch zuhause werden biometrische Schlösser sowie Kombinationen mit Unterhaltungselektronik immer beliebter.

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Überall einsetzbar: Elektronische Schlösser. (Bild: kaba)

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Die Zeit des mechanischen Schlüssels ist gezählt. Die Zukunft bringt biometrische Scans und spielerische Kombinationen mit der Heimelektronik. «In 20 Jahren werden ­viele unserer Hausschlüssel elektronisch sein», prophezeit Rudolf Weber, Chef des Schweizer Schliesstechnologiekonzerns Kaba. «Wenn ich in Zukunft die Türe aufschliesse, dann weiss mein System genau, welche Raumtemperatur, welche Musik, welches Licht oder welchen Fernsehsender ich mag und stellt dies entsprechend ein.»

Was im Privatbereich noch eine Vision ist, ist in modernen Hotels – insbesondere in den USA und in Asien – bereits Realität. Weber nennt etwa den neuen Hotelkomplex City Center in Las Vegas, dessen 5700 Zimmer Kaba mit ­seinem Zugangssystem ausgerüstet hat.

Auch biometrische Zutrittslösungen werden laut Weber eine immer grössere Rolle spielen – insbesondere im Geschäftsbereich. «Anstelle eines Schlüssels benutzt man dann den Finger oder das Auge», sagt Weber. Welches System sich durchsetze, hänge von den jeweiligen Ansprüchen ab. Ein Iris-Scanner koste heute 700 Franken, günstige Fingerabdruckscanner dagegen lediglich 50 Rappen. Letztere könne man aber auch einfach überlisten. «Für den Hochsicherheitsbereich eines Flug­hafens sind sie daher nicht geeignet.»