Ackermann korrigiert

04. Oktober 2011 14:15; Akt: 04.10.2011 14:42 Print

Deutsche Bank schockt mit Gewinnwarnung

Die Deutsche Bank hat ihren für 2011 angepeilten Rekordgewinn von zehn Milliarden Euro zurückgenommen. Dafür will die Bank 500 Stellen abbauen.

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Für einmal strahlt der Deutsche-Bank-Chef Joe Ackermann nicht. (Bild: Keystone)

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In seinem letzten Jahr als Deutsche-Bank-Chef muss Josef Ackermann zurückrudern: Das in Aussicht gestellte Rekordziel von zehn Milliarden Euro vor Steuern für 2011 lasse sich unter dem Druck der Staatsschuldenkrise nicht mehr aufrechterhalten, sagte der Vorstandsvorsitzende am Dienstag auf einer Investorenkonferenz in London. Im kriselnden Investmentbanking werde der Konzern bis Ende März 2012 zudem 500 Stellen streichen. Deutsche-Bank-Aktien gaben bis 12.30 Uhr 5,8 Prozent auf 24,26 Euro nach.

Die sich ausweitende Staatsschuldenkrise in Europa habe im dritten Quartal stark auf Volumina und Erträge gedrückt, erklärte Ackermann. Das operative Ergebnis werde daher deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben. Für den Zeitraum Juli bis Ende September müsse die Bank zudem zusätzliche Abschreibungen auf Griechenland-Anleihen in Höhe von rund 250 Millionen Euro berücksichtigen.

Rekordergebnis im klassischen Geschäft

Für das dritte Quartal werde gleichwohl ein positives Ergebnis erwartet, sagte Ackermann. Die Bank sei zuversichtlich, in ihren klassischen Geschäftsfeldern in Summe ein Rekordergebnis zu erzielen.

Finanzvorstand Stefan Krause hatte vor einigen Tagen erklärt, dass die Bank um ihr Rekordziel kämpfe. Gerade das Investmentbanking leide unter den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise in Europa.Das Institut will den vollständigen Zwischenbericht zum dritten Quartal 2011 am 25. Oktober vorlegen.

(ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Helmut Lehmann am 04.10.2011 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bombe tickt

    Ja klar, die Griechen-Pleite zieht eine Bank nach der andern runter. Mal abwarten bis ein grosses EU-Land wie Italien oder Spanien hops geht. Dann ists endgültig passiert, denn keine Grossbanken können solche Länder jemals auffangen.

  • Rocky Balboa am 04.10.2011 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    schockt????

    Was ist hier den das "Schockierende"? Statt 10 Milliarden gibt es halt nur 7.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rocky Balboa am 04.10.2011 16:18 Report Diesen Beitrag melden

    schockt????

    Was ist hier den das "Schockierende"? Statt 10 Milliarden gibt es halt nur 7.

  • Helmut Lehmann am 04.10.2011 15:43 Report Diesen Beitrag melden

    Die Bombe tickt

    Ja klar, die Griechen-Pleite zieht eine Bank nach der andern runter. Mal abwarten bis ein grosses EU-Land wie Italien oder Spanien hops geht. Dann ists endgültig passiert, denn keine Grossbanken können solche Länder jemals auffangen.