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21. Februar 2011 09:22; Akt: 21.02.2011 09:22 Print

Deutsche Bank setzt auf den Osten

Die Deutsche Bank möchte in Osteuropa kräftig ausbauen. Vor allem in Russland sieht die Bank im Zuge der Privatisierungswelle grosse Wachstumschancen.

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In Osteuropa möchte die Deutsche Bank vor allem organisch wachsen. (Bild: Keystone)

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«Wir sehen grosses Wachstumspotenzial vor allem in Russland, Polen und Kasachstan», sagte Peter Tils, Bereichsvorstand Mittel- und Osteuropa, der «Financial Times Deutschland».

Dabei wolle das Institut grundsätzlich organisch wachsen. «Zukäufe schliessen wir nicht völlig aus, aber dann muss es ein wirklich attraktives Angebot sein», sagte Tils. In Osteuropa hat das Frankfurter Institut 2010 mit gut 4.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1 Milliarde Euro erwirtschaftet. Zum Vergleich: In Asien - ohne Japan - beschäftigt Deutschlands grösste Bank den Angaben nach 16.000 Angestellte.

Vor allem in Russland sieht Tils in diesem Jahr grosse Wachstumschancen. «Im Zuge der Privatisierungswelle in Russland erwarten wir für 2011 etwa 20 Börsengänge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 16 Milliarden Dollar», sagte er der Zeitung. «Wir hoffen auf interessante Mandate und haben auch schon einiges in der Pipeline.» Auch in Kasachstan sieht der Osteuropa-Experte Potenzial: «Dort werden in diesem Jahr beispielsweise wieder viele Banken mit Anleihen an den Markt kommen; da wollen wir dabei sein.»

(ap)