Unfallversicherung

30. Juni 2011 10:36; Akt: 30.06.2011 13:37 Print

Deutsche überholen Italiener

Die Einwanderung wirkt sich auch auf die Unfallstatistik aus. Erstmals führten 2010 die Deutschen die Liste der ausländischen Verunfallten an.

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Die Deutschen lösen die Italiener ab, die bisher an der Spitze der Unfallstatistik lagen. Das zeigt eine Auswertung der Unfallversicherung Suva.

Die Zahl der Unfälle ist im letzten Jahr um 1,3 Prozent auf 782 000 angestiegen. Während die Berufsunfälle um 3,2 Prozent auf 267 000 zulegten, gingen die Freizeitunfälle leicht um 0,3 Prozent auf 497 000 zurück. Markant angestiegen um 18,1 Prozent auf 18 000 sind Unfälle von Arbeitslosen.

Rund jeder dritte Berufsunfall und jeder vierte Freizeitunfall betrifft ausländische Arbeitnehmende. Dort liegen neu die Deutschen mit 36 000 Unfällen (+128 Prozent seit 2002) an der Spitze. Auf Platz zwei kommen die bisherigen Spitzenreiter, die Italiener, mit 35 000 Unfällen (-14 Prozent).

Es folgen die Portugiesen mit 29 000 (+31 Prozent), Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien mit 28 000 (+21 Prozent) sowie die Franzosen mit 26 000 Unfällen (+19 Prozent).

Portugiesen in gefährlicheren Berufen

Bei den Portugiesen ereignen sich die Unfälle zu rund 60 Prozent am Arbeitsplatz. Umgekehrt ist es bei den Deutschen, den Franzosen und den Österreichern, wo die Freizeitunfälle mit rund 60 Prozent überwiegen. Am höchsten ist der Anteil der Freizeitunfälle mit 70 Prozent bei den Schweizern.

Hauptgrund für den hohen Anteile der Portugiesen bei Berufsunfällen ist laut Mitteilung der Suva der Umstand, dass sie viel stärker in Branchen mit überdurchschnittlichem Unfallrisiko (Personalausleihe und Bau) vertreten sind als beispielsweise die Deutschen.

Die Statistik basiert auf den Ergebnissen der 35 Unfallversicherer, die derzeit unselbständige Erwerbstätige obligatorisch gegen Berufs- und Freizeitunfälle versichern. Ausgewertet wurden die Zahlen von der Sammelstelle für die Statistik der Unfallversicherung (UVG), die von der Suva geführt wird.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimmy am 30.06.2011 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es Jugoslawien noch ?!

    Guter Beitrag, endlich ist statistisch erwiesen, das nicht die "ehemaligen Jugoslawen" die Raser sind. Wird also Zeit, dass diese Schikane (Teurere Autoversicherung für Ex-Jugoslawen) aufhört. Zudem wäre es wünschenwert, bei der nächsten statistischen Erfassung die einzelnen Länder aufzuzeigen(Kroatien, Serbien, Bos-Herz. etc). Jugoslawien gibt es nicht mehr und dieses Land gehört daher in keine Statistik mehr. Oder wollen wir jetz Schweizer, Österreicher und Deutsche in der selben Statistik führen?!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jimmy am 30.06.2011 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Gibt es Jugoslawien noch ?!

    Guter Beitrag, endlich ist statistisch erwiesen, das nicht die "ehemaligen Jugoslawen" die Raser sind. Wird also Zeit, dass diese Schikane (Teurere Autoversicherung für Ex-Jugoslawen) aufhört. Zudem wäre es wünschenwert, bei der nächsten statistischen Erfassung die einzelnen Länder aufzuzeigen(Kroatien, Serbien, Bos-Herz. etc). Jugoslawien gibt es nicht mehr und dieses Land gehört daher in keine Statistik mehr. Oder wollen wir jetz Schweizer, Österreicher und Deutsche in der selben Statistik führen?!

    • Safi am 30.06.2011 12:39 Report Diesen Beitrag melden

      Richtig lesen und Deutsch verstehen

      Hast du etwas nicht mitgekriegt? Es geht um Unfälle z. B. Arbeitsunfälle oder Freizeitssportumfälle usw... Also lass die Autoversicherung aussen vor. ZZZZZZ.....

    • Adrian am 30.06.2011 13:32 Report Diesen Beitrag melden

      @Jimmycic :)

      und Schweiz, Österreich & Deutschland war nie ein gemeinsamer Staat, desswegen ist der Vergleich mit Jugoslawien ein schlechter Vergleich. Aber ich gebe Dir Recht, Jugoslawien existiert so nicht mehr und sollte so auch nicht mehr Verwendung finden.

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