Manipulationen

01. November 2013 15:58; Akt: 01.11.2013 16:57 Print

Devisenhandel-Skandal weitet sich aus

Bislang standen vor allem europäische Banken im Zentrum der Ermittlungen - etwa die Deutsche Bank oder die Schweizer Grossbank UBS. Jetzt geraten auch US-Banken ins Visier der Ermittler.

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Jetzt wird auch die JP Morgan unter die Lupe genommen. (Bild: Reuters)

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Die internationalen Ermittlungen gegen Banken wegen angeblicher Manipulationen am Devisenmarkt ziehen immer weitere Kreise. Die beiden US-Grossbanken JPMorgan Chase und Citigroup gaben am Freitag bekannt, dass mehrere Behörden ihr Währungsgeschäft genauer unter die Lupe nehmen - darunter auch US-Regierungsstellen.

Die Citigroup hat Berichten vom Wochenanfang zufolge bereits ihren Londoner Chef-Devisenhändler beurlaubt. Bislang standen vor allem europäische Geldhäuser im Zentrum der Ermittlungen - etwa das britische Institut Barclays, die Deutsche Bank oder die Schweizer Grossbank UBS. Vor rund einem Monat hatte auch die Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) Untersuchungen eingeleitet.

Barclays suspendierte Händler

Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Finanzkreisen erfuhr, suspendierte nach einer Reihe anderer Banken auch Barclays mehrere Händler. Im Zentrum der Ermittlungen in Europa und Asien stehen bislang elektronische Nachrichten von Händlern. Die Aufseher durchforsten Tausende dieser kurzen Botschaften, um der Frage nachzugehen, ob diese sich unerlaubt über die Kurse ausgetauscht haben.

Von den ähnlich gelagerten Untersuchungen über die Manipulation von Interbanken-Zinssätzen wie dem Libor verschreckt, händigen vielen Banken inzwischen aus eigenem Antrieb das Material an die Aufseher aus.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L. Zuber am 01.11.2013 17:12 Report Diesen Beitrag melden

    Gäll Herr Dougan...

    Da kommen dann auch die Sünden der CS an die Oberfläche.

  • E.Meyer Schweiz am 01.11.2013 17:57 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrecher-Banken

    Die Zeit ist reif, dass diese Verbrecher-Banken liquidiert werden!

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  • Niall am 01.11.2013 19:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wer regiert die Welt ?

    Stell Dir vor, Du planst eine Reise in die U.S.A. oder in ein Euro Land. Du kaufst $ oder Euro. Ergebnis: Du zahlst mehr, weil alle Banken den Preis abgesprochen haben. Das ist Betrug. Warum koennen wir dies nicht einklagen ? Was macht der Staat, um uns vor Verbrechern zu schuetzen ? NICHTS. So einfach ist das.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • A.Ziller am 02.11.2013 22:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Jetzt sollen die Schweizer Behörden mit gleicher Härte gegen die US. Banken klagen

  • Mgmt am 02.11.2013 11:44 Report Diesen Beitrag melden

    Und wieder müssen Mitarbeiter gehen

    Ich kenne keine Mitarbeiter die einfach so krumme Geschäfte machen ohne Einwilligung der Chefs. Denn die wissen genau was in ihrem Laden abgeht. Je mehr die Mitarbeiter rein holen um so grösser ist auch der Bonus des Chefs. Und keiner kann mir sagen das es die nicht interessiert wie sie zu diesem Bonus kommen, denn die wollen jedes Jahr einen noch höheren haben. Das Mgmt. weiss ganz genau was läuft, denn die müssen auch die Neider zurück binden, ansonsten würde der Beschiss viel zu schnell ans Licht kommen. Deshalb muss das Mgmt auch zur Verantwortung gezogen werden.

  • B.K. am 02.11.2013 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verurteilen

    Die Banken haben die ganze Wirtschaftsmisere angezetelt & sind dabei habgierig geworden. Die gehören alle vor den Richter & danach ins Gefängnis.

  • Sylvia am 01.11.2013 20:00 Report Diesen Beitrag melden

    Mal angenommen

    Angenommen eine US-Bank käme ins Strudeln, wie die UBS damals, wie oder womit möchte Horch-Obama die Bank retten? Mit Hosenknöpfen?

    • @Sylvia am 02.11.2013 11:20 Report Diesen Beitrag melden

      Banken retten in den USA?

      Der FED wird auf Anordnung Obamas einfach die Gelddruckmaschine doppelt so schnell laufen lassen. Den Verlust tragen am Schluss die Besitzer des farbigen Papiers ohne Wert.

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  • Karl Meierhans am 01.11.2013 19:48 Report Diesen Beitrag melden

    Verbrecher hinter Gitter

    Da gibt's nur eins: Aufklären, verurteilen, abwickeln. Offensichtlich ist die UBS teil des organisierten Verbrechens. Unser Staat hat die Aufgabe - und rechtfertigt viele Verletzungen der Privatsphäre damit - gegen das organisierte Verbrechen vorzugehen. Klare Schlussfolgerung: Die Verantwortlichen gehören abgeurteilt und hinter Gitter und die UBS ist abzuwickeln und zu liquidieren! Passiert das nicht, macht sich die Politik lächerlich und wird völlig unglaubwürdig in ihrem Bestreben, gegen das org. Verbrechen anzugehen!

    • Maia Me am 02.11.2013 08:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ironie

      Genau eine Liquidation der UBS ist aufgrund Ihrer scharfsinnigen und sachlichen Argumente angebracht. Wir sollten sowieso alles und jeden radikal liquidieren und auflösen wenn Einzelpersonen sich in Ausübung ihres Jobs deliktisch verhalten. Das ist ja ganz offensichtlich das qualifizierende Merkmal für organisiertes Verbrechen! Wenn wir dann eine so "saubere" Welt haben, dürfte Ihre Privatsphäre das Letzte sein worum Sie sich sorgen. Die Weltwirtschaft wäre inexistent geworden -genauso wie viele Staaten- da Ihre Definition von organisiertem Verbrechen auf ihre Teilnehmer oder sie selbst zutrifft. Ich stelle Ihnen dann gerne unseren alten Holzpflug zur Verfügung damit Sie Kartoffeln anbauen und Ihre Familie ernähren können.

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