Auswertung Taschengeldrechner

03. September 2018 05:42; Akt: 03.09.2018 05:42 Print

Die Hälfte der Teenager zahlt Handykosten selbst

von S. Spaeth - Übers Taschengeld lernen Jugendliche mit Geld umzugehen. Das gilt auch fürs Smartphone. Jeder zweite 13- bis 19-Jährige zahlt selbst fürs Handy.

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Der Taschengeldrechner von 20 Minuten und dem Internet-Vergleichsdienst Comparis.ch hilft beim Ermitteln der Höhe des Sackgelds. Zudem gibt der Rechner Auskunft über sogenanntes erweitertes Taschengeld, das unter anderem fürs Bezahlen der Mobilfunkkosten eingesetzt wird. Laut der Auswertung der Daten des Taschengeldrechners zahlt knapp die Hälfte der Teenager (13 bis 19 Jahre) die Mobilfunkkosten selbst. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt fürs Handy pro Monat zusätzlich ein erweitertes Taschengeld von 20 bis 30 Franken. «Für Jugendliche wird das Smartphone immer früher zum wichtigsten Kommunikationsgerät», sagt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick. Laut Frick reicht für Kinder bis 10 Jahre für die Erreichbarkeit ein Prepaid-Abo ohne Internetnutzung. Danach empfiehlt der Experte ein Prepaid-Abo mit Datenoption, bei der die Jugendlichen lernen, selber mit der zur Verfügung stehenden Datenmenge auszukommen. Wird das Smartphone ab 14 Jahren unverzichtbar, rät Frick zu Jugendabos mit Datenflatrate. Anhand der Daten des Taschengeldrechners zeigt sich auch, dass die Jugendlichen fürs Kleiderbudget früher selbst verantwortlich sind als für die Mobilfunkausgaben. Erst ab 15 Jahren sind sie auf demselben Niveau. Die Auswertungen der Daten des Taschengeldrechners zeigen einen Unterschied zwischen den Sprachregionen: Während in der Deutschschweiz Eltern ihren 12- bis 15-Jährigen (Sekundar-/Realstufe) monatlich 40 Franken gewähren, sind es im Tessin nur gut 30 Franken. «Das Sackgeld ist auch vom Familienbudget abhängig. Im Tessin liegen die Löhne tiefer als im Rest der Schweiz, und auch in puncto Kaufkraft schneidet der Kanton vergleichsweise schlecht ab», sagt Comparis-Finanzexperte Dominik Weber.

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Die Höhe des Sackgelds gibt in manch einer Familie Anlass zu Diskussionen. Jugendliche finden, sie würden knapp gehalten. Den Eltern geht es hingegen darum, den Kindern übers Taschengeld Eigenverantwortung zu vermitteln. Um diesen Familienzoff zu entschärfen, hat 20 Minuten 2017 zusammen mit dem Internet-Vergleichsdienst Comparis.ch den Taschengeldrechner lanciert. Seit dem Start Mitte November haben die Leser 120'000 Abfragen getätigt. Dabei wurden die Teilnehmer auch nach dem Taschengeld gefragt.

Die Daten-Auswertung zeigt nun, dass die Höhe des Taschengeldes nicht in allen Regionen gleich ist. Während Schüler der Unterstufe (7 bis 9 Jahre) im gesamtschweizerischen Mittel pro Monat 5 Franken erhalten, bezahlen Eltern in Stadtgebieten ihren Kindern mehr. In Zürich, Basel und Bern sind es 8 Franken pro Monat, in Genf sogar 10 Franken. Mit dem Alter der Kinder nehmen die Stadt-Land-Unterschiede aber ab.

Deutschschweizer Kinder erhalten mehr Taschengeld

Die Auswertungen der Daten des Taschengeldrechners zeigen auch einen Unterschied zwischen den Sprachregionen: Während in der Deutschschweiz und in der Romandie Eltern ihren 12- bis 15-jährigen Kindern (Sekundar-/Realstufe) monatlich 40 Franken gewähren, sind es in der italienischen Schweiz nur gut 30 Franken.

«Das Sackgeld ist auch vom Familienbudget abhängig. Im Tessin liegen die Löhne tiefer als im Rest der Schweiz, und auch in puncto Kaufkraft schneidet der Kanton vergleichsweise schlecht ab», sagt Comparis-Finanzexperte Dominik Weber. Es sei denkbar, dass Tessiner Eltern deshalb nicht so tief in die Tasche greifen würden.

Während das Taschengeld für die persönlichen Wünsche des Kindes da ist, stellt sich mit zunehmendem Alter der Jugendlichen die Frage, welche zusätzlichen Ausgaben sie selbst tragen sollen – beispielsweise Kosten für Handy oder Kleider. Dieses sogenannte erweiterte Taschengeld, auch Jugendlohn genannt, soll Selbstverantwortung fördern. Will heissen: Wer teure Turnschuhe kauft oder viel Geld für mobiles Surfen im Ausland ausgibt, muss den Kauf neuer Jeans verschieben.

«Bis zur 3. Klasse reicht ein Abo ohne Datennutzung»

Laut den Daten des Taschengeldrechners zahlt knapp die Hälfte der Teenager (13 bis 19 Jahre) die Mobilfunkkosten selbst. Bei den Unterstufenschülern sind es 10 Prozent, ab der Mittelstufe steigt der Wert rapide an und beträgt 20 bis 33 Prozent. Bei den 15-Jährigen sind es 43 Prozent. Und von den 18-Jährigen berappt die Hälfte ihre Mobilfunkkosten selbst.

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«Für Jugendliche wird das Smartphone immer früher zum wichtigsten Kommunikationsgerät», sagt Comparis-Digitalexperte Jean-Claude Frick. Laut Frick reicht für Kinder bis 10 Jahre für die Erreichbarkeit ein Prepaid-Abo ohne Internetnutzung. Danach empfiehlt der Experte ein Prepaid-Abo mit Datenoption, bei dem die Jugendlichen lernen, selber mit der zur Verfügung stehenden Datenmenge auszukommen. Wird das Smartphone ab 14 Jahren unverzichtbar, rät Frick zu Jugendabos mit Datenflatrate.

Eltern interessierter als Kinder

Anhand der Daten des Taschengeldrechners zeigt sich auch, dass die Jugendlichen fürs Kleiderbudget früher selbst verantwortlich sind als für die Mobilfunkausgaben. Erst ab 15 Jahren liegen die Anteile auf demselben Niveau. Dass die Jugendlichen die Verantwortung für die Ausgaben der auswärtigen Verpflegung übernehmen, spielt erst im Alter von 16 bis 20 Jahren eine Rolle, was mit dem Start der weiterführenden Schulen und der Lehre zu tun hat. Dennoch zeigen die Daten, dass nur knapp die Hälfte aller 17-Jährigen das Budget fürs Mittagessen selbst verwaltet.

Obwohl die ursprüngliche Idee hinter dem Taschengeldrechner war, den Jugendlichen ein Werkzeug zur Überprüfung ihrer Taschengeldhöhe in die Hände zu geben, interessieren sich mehr Eltern als Kinder für das von 20 Minuten und Comparis.ch lancierte Tool. Von den 120'000 Abfragen stammen 25'000 von Kindern und Jugendlichen, 95'000 von Eltern.

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