Valentinstag

13. Februar 2011 22:44; Akt: 13.02.2011 19:14 Print

Die Kassen der Blumenhändler klingeln

von Elisabeth Rizzi - Der 14. Februar ist der Tag der roten Rosen. Am Valentinstag haben Blumenhändler Hochkonjunktur – aber auch Diebe.

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Ralph Ruckstuhl kommt in diesen Tagen kaum zum Schlafen. Pausenlos müssen bei Sunflor rote Rosen hin- und herchauffiert werden. 15 Tonnen der verderblichen Fracht hat der Zürcher Blumenimporteur diese Woche aus Ecuador eingeflogen. Das ist dreimal mehr als in einer normalen Woche. «Viele Farmen steuern die Produktion extra auf die Valentinswoche hin», erklärt er. Bereits in der ersten Januarwoche hat er mit der Bestellplanung für das Fest der Verliebten begonnen. Dabei können die Blumen aus Gründen der Frische erst 72 Stunden vor Verkauf gepflückt werden. Auch Konkurrent Bernhard Bürgisser von Agrotropic verarbeitet derzeit mit 1,5 Mio. Rosenstielen doppelt so viel wie sonst. Die Nachfrage der Schweizer nach roten Rosen ist am Valentinstag enorm. Bei Migros gehen am 14. Januar jeweils drei- bis viermal mehr Rosen über den Ladentisch als sonst, bei Coop doppelt so viel. Wegen der grossen Nachfrage klettern aber auch die Preise: Laut Beat Thomann von der Zürcher Blumenbörse steigen die Einkaufspreise für Grossisten auf das Zwei- bis Zweieinhalbfache der normalen Preise an.

Das hat mitunter auch bizarre Folgen: Diebe machen sich an den Rosen zu schaffen; nicht in den Geschäften in der Schweiz, aber auf den Zwischenstationen des Transports. «Insbesondere der Transitbereich in Miami ist kritisch», sagt Ruckstuhl von Sunflor. Ihm sind hier schon bis zu 800 rote Rosen auf einmal abhandengekommen.