Inserate

18. Januar 2011 12:23; Akt: 18.01.2011 12:31 Print

Die Presse spürt den Aufschwung

Die Jahre der Depression scheinen für Printmedien zu Ende zu gehen. Laut neuester WEMF-Statistik können die Verlage für 2010 die Inserateeinnahmen steigern.

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Dank des Wirtschaftsaufschwungs konnte die Schweizer Presse im vergangenen Jahr mehr Werbefläche verkaufen: Ihre Inserateeinnahmen stiegen um 4,7 Prozent auf 1,64 Mrd. Franken, wie die WEMF AG für Werbemedienforschung am Dienstag mitteilte.

Vor einem Jahr waren die Inserateverkäufe der Printmedien noch um gut ein Fünftel eingebrochen.

Den Aufschwung spürten die Verlage insbesondere bei den Prospektbeilagen und den kommerziellen/übrigen Anzeigen. In diesen beiden Kategorien erhöhten sich die Einnahmen um 6,6 beziehungsweise 5,7 Prozent. Bei den Stellenanzeigen blieb das Niveau unverändert, bei den Liegenschaftsanzeigen sanken die Einnahmen im Vergleich zu 2009 um 8 Prozent.

Die wichtigste Printmediengattung, die Tagespresse, verkaufte 4,4 Prozent mehr Inserate als vor einem Jahr (total 919 Mio. Franken). Noch besser lief das Inserategeschäft bei der Publikumspresse ( 7,3 Prozent) und der Spezialpresse ( 8,9 Prozent).

Die Sonntagspresse konnte in Franken gerechnet 2,8 Prozent mehr Inserate verkaufen, bei der Finanz- und Wirtschaftspresse betrug das Plus 1,8 Prozent. Nicht vom Aufschwung profitieren konnte hingegen die Fachpresse (-0,1 Prozent) und die Regionale Wochenpresse (-3,8 Prozent).

Der Jahresabschluss 2010 verlief erfreulich: Im Dezember stiegen die Inserateeinnahmen gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 137,3 Mio. Franken. Mit Ausnahme der Fachpresse verzeichneten sämtliche Medienkategorien ein besseres Geschäft als im Vorjahr.

(sda)