Ueli Maurer in Südamerika

20. Juli 2018 22:52; Akt: 21.07.2018 00:40 Print

Die Schweiz verkauft sich als Fintech-Paradies

Bei seinem kurzen Besuch in Argentinien und Brasilien präsentiert Bundesrat Maurer die Schweiz als vertrauensvollen Partner im Fintech-Bereich.

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Bundesrat Ueli Maurer präsentierte die Schweiz am Freitag in Buenos Aires als «Krypto-Valley». (Bild: kle)

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Finanzminister Ueli Maurer hat Brasilien und Argentinien einen zweitägigen Arbeitsbesuch abgestattet. Auf der Reise wurde er von einem Dutzend Vertreter der Finanz- und Fintech-Branche begleitet.

Es werden Gespräche mit den Finanzministern beider südamerikanischer Länder geführt, sagte der Mediensprecher des Eidgenössischen Finanzdepartements (EFD), Peter Minder, auf Anfrage der Agentur Keystone-sda. Dabei wurden Chancen und Risiken für den Marktzugang besprochen. Der Austausch mit staatlichen und privaten Akteuren beider Länder soll der Privatbranche als Türöffner dienen.

Schweiz präsentiert sich als Krypto-Valley

Beim Arbeitsbesuch in Argentinien und Brasilien sei nebst Finanz- und Steuerfragen auch die Digitalisierung im Fintech-Bereich ein grosses Thema gewesen.

An einer Podiumsdiskussion am Freitag in Buenos Aires im Vorfeld des G20-Treffens vom Wochenende präsentierte Bundesrat Maurer die Schweiz einmal mehr als «Krypto-Valley». Dabei wurde unter anderem erstmals ein Video von Swiss Banking gezeigt, das die Schweiz als innovativen und vertrauensvollen Geschäftspartner im Fintech - und Insure-Tech-Bereich lobt.

«Diese Menge Fleisch ist irrelevant»

Bundesrat Maurer wird am Samstag und Sonntag am Treffen der G20-Finanzminister teilnehmen. Wie Minder sagte, ist die Schweiz Gastland, ihre Meinung sei aber am Treffen gefragt, unter anderem, was das Thema Strafzölle betreffe. Es sind auch rein bilaterale Treffen von Maurer mit G20-Arbeitskollegen vorgesehen.

Gefragt, wie die Verhandlungen der Schweiz und der anderen Efta-Länder mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Paraguay, Uruguay) in Bezug zum Import von südamerikanischem Fleisch stünden, sagte Maurer zu 20 Minuten, dass er davon ausgehe, dass das Abkommen zustande kommt.

Dabei war das vor Kurzem noch ganz anders: Der Bauernverband hatte lange den Freihandel mit Südamerika boykottiert, da er eine Import-Flut von Billigfleisch fürchtete. «Der Bauernverband zeigt sich dem Abkommen gegenüber offen», behauptet Maurer. Zudem profitierten Schweizer Unternehmen aus Branchen wie Pharma, Finanzdienstleistung und Maschinenindustrie mehr vom Abkommen, «als dass der Schweiz der Import diese relativ bescheidene Menge Fleisch» schaden könne.

(kle/sda)