Wachstumsranking

02. Oktober 2011 23:02; Akt: 03.10.2011 00:38 Print

Die Schweizer Städte fallen ab

Die Schweizer Vorzeige-Städte in Sachen Wachstum sind Zürich, Bern und Genf. Sie zählen diesbezüglich zu den attraktivsten weltweit. Doch sie haben 2011 Federn lassen müssen.

storybild

Blick auf das Münster – Bern rutschte auf den 20. Platz ab. (Foto: Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Auch 2011 finden sich drei Schweizer Städte unter den Top 20 im Wachstumsranking des Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle.

Der internationale Vergleich von 33 europäischen Ländern und 326 Regionen zeigt eine höchst unterschiedliche Beurteilung des mittelfristigen wirtschaftlichen Entwicklungspotenzials. So zählt die Schweiz zwar nach wie vor zu einer der wirtschaftlich stabilsten Regionen Europas. Doch die Topstädte Zürich, Bern und Genf mussten Federn lassen: Spitzenreiter Zürich büsste seit dem letztem Jahr drei Ränge ein und liegt nun auf Platz 12. Genf verlor gegenüber 2010 zwei Plätze und behauptet sich noch auf Platz 18. Bern rutschte gar fünf Positionen zurück und schaffte es gerade noch auf den letzten Rang der Top 20.

Donato Scognamiglio, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens IAZI, sieht folgende Gründe: «Die wirtschaftliche Wachstumsrate in diesen Städten hat sich seit dem letzten Jahr verlangsamt.» Ganz anders präsentiere sich zum Beispiel die Situation in Dublin. «Die irische Hauptstadt glänzt mit einer zweistelligen Wachstumsrate – die Lohnkosten in ­Irland zählen eben zu den niedrigsten in ganz Europa.»

Die Analysten von LaSalle sehen punkto Perspektiven für Schweizer Städte aber nicht schwarz: «Die Schweiz zählt in Europa zu einem der Länder mit dem niedrigsten Risiko auf eine mögliche Staatsverschuldung», schreiben die Autoren.

(20 Minuten)

sentifi.com

20min_ch_app Sentifi Börseneinblicke aus den sozialen Medien

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tom D. am 03.10.2011 00:09 Report Diesen Beitrag melden

    Seltsame Aussage!

    "Die irische Hauptstadt glänzt mit einer zweistelligen Wachstumsrate"...Und wo genau ist Dublin in diesem Rating zu finden? Zudem: Wer schon sehr weit oben ist, hat natürlicherweise weniger Steigerungspotential, nicht? Was sagt uns eine Topplatzierung nun genau?

    einklappen einklappen
  • Aendu K. am 03.10.2011 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Irgendwann machts "Bäng"

    Man kann nicht immer nur wachsen. Man muss mal auskommen mit dem was man hat. Ständiges Wachstum geht nicht ewig gut. In unserem kleinen Land schon gar nicht.

  • Kim Dällenbach am 03.10.2011 06:29 Report Diesen Beitrag melden

    Décroissance

    Ewiges Wachstum ist ein gefährliches Hirngespinnst unserer Ökonomen. Besonders in einem so kleinen Ländchen wie der Schweiz. Eine Wachstumsbremse ist eine große Chance.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ivo Steinmann am 03.10.2011 12:03 Report Diesen Beitrag melden

    Gut so

    Leider verlangt unser Wirtschafts-Schneeballsystem Wachstum. Ein Grund dafür kann das Zinssystem sein. Trotzdem bin ich stolz darauf, wenn wir weniger Wachstum haben. Von mir aus kann es auch auf 0 gehen. Einfach negativ sollte es nicht werden.

  • Zürcher am 03.10.2011 11:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wachstum um jeden Preis?

    Es wäre wirklich an der Zeit, das Wachstum zu bremsen.Unsere Lebensqualität soll und darf nicht noch weiter schwinden! Einmal ist jedes Glas voll und es käme ja auch niemandem in den Sinn, dieses zum überlaufen zu bringen.

  • Marco am 03.10.2011 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    Super!

    Wachstum ist das grösste Problem unserer Zeit. Fragt mal das römische Imperium, was zu viel Wachstum so mit sich bringt ;). Weniger Wachstum? Na endlich! Weiter so!

  • Broke82 am 03.10.2011 09:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut so....

    Die schweizer Städte müseen nicht immer die Nase vorn haben! Ich bin eher der Meinung, dass wir in 10Jahren einen Kollaps bekommen, weil die Natur immer mehr den Memschen Platz machen muss.. Weil immer mehr Menschen das Gefühl haben, in der Schweiz leben zu müssen um akzeptiert zu werden! Würde man im eigenen Land aufräumen und die Oberhäupte vom hohen Roos absteigen, könnten auch diese Länder zu einem der schönsten werden. Aber klar, es ist einfach abzuhauen und im fremdem Land anforderungen zu stellen und die Schweiz macht mit... Wie weit / lange wird das noch gehen? Ich hoffe bus 23. oktober! Darum, scheut euch nicht und geht wählen.. Als hier über alles her zu ziehen!

    • kenny am 03.10.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

      Dabei

      wäre noch gut zu wissen welche Parteien all die Leute zum Arbeiten holten- und immer auf Wachstum und Kapitalismus schwören! Ansonsten bin ich mit Ihnen gleicher Meinung!

    • Mensch am 03.10.2011 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      Man seit Ihr gut!

      Ich war in der Schweiz, weil ich einen guten Job angeboten bekommen habe und Lust drauf hatt Auslandserfahrung zu sammeln. Machen Schweizer auch. Aber dass jeder immer denkt, dass man aus der Gosse kommt, wenn man nicht in der Schweiz geboren ist??? Das ist doch Arrogant...

    einklappen einklappen
  • Growy Grower am 03.10.2011 09:05 Report Diesen Beitrag melden

    reiten, reiten in den Untergang

    Top-Ranking bedeutet bei uns, dass a) alles schweineteuer wird (was für Adoboli keine Rolle spielt) und b) jeder Fleck überbaut wird. Mit Wachstum lässt sich natürlich im Moment viel leichter die grosse Kohle verdienen, darum predigen die FDP-Grosserben und die Wirtschaftsverbände Wachstum, Wachstum. Hat aber seine Schattenseiten, und etwas einfache Mathematik zeigt, dass ewiges Wachstum zuletzt den Kollaps bedeutet (auch wenn es als "nachhaltig" bezeichnet wird)

    • suchender am 03.10.2011 12:13 Report Diesen Beitrag melden

      Mathematik

      Unendliches (wirtschafts) Wachstum ist möglich, jedenfals wenn man nur das Resultat anschaut. Es gbit dafür mehrere Möglichkeiten: 1. Produtivitätssteigerung, ist jedoch nicht überall und z.T. nur begrenzt möglich. 2. neue Produkte (z.B Smartphones, Tablet-PC) die es vorher nicht gab (funktioniert jedoch nur wenn dadurch nicht etwas bestehendes ersetzt wird) 3. und das ist das wichtigste: Infaltion. Dadurch werden die Produkte teurer --> Firmen machen mehr Umsatz, du kriegst mehr Lohn und das BIP steigt. Da das Verhältniss (lohn-kosten) gleich bleibt ist das ein Nullsummenspiel.

    einklappen einklappen