Teures Grünzeug

24. Mai 2017 12:58; Akt: 24.05.2017 13:17 Print

Die UBS streicht aus Spargründen die Pflanzen

Die UBS spart jetzt auch bei den Zimmerpflanzen. Doch statt die Gewächse wegzuwerfen, sollen sie die Mitarbeiter zu sich nach Hause nehmen.

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Kostensenkungen treiben manchmal komische Blüten, so auch bei der UBS. Am Mittwochmorgen erreichte die Mitarbeiter der Standorte Zürich und Opfikon eine E-Mail mit dem ungewöhnlichen Betreff «Haben Sie einen grünen Daumen?». Absender des Schreibens ist die Einheit Group Corporate Services.

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Wie aus dem Schreiben, das 20 Minuten vorliegt, hervorgeht, steht hinter dem Verzicht auf Zimmerpflanzen ein Sparprogramm. «Um die Kostensenkungsmassnahmen von UBS aktiv zu unterstützen, wurde entschieden, in der Schweiz einen Teil unserer heute grosszügigen Anzahl Büropflanzen zu reduzieren», schreibt der Stabsdienst. Die Gewächse wurden bis anhin von einem externen Dienstleister gehegt und gepflegt.

Auf Anfrage bestätigt die UBS die Reduktion des Pflanzenbestandes und teilt mit: Grundsätzlich seien die Arbeitsplätze sehr grosszügig mit Pflanzen ausgestattet. «Die UBS hat nicht die Absicht, alle Zimmerpflanzen zu entfernen. Hier ist ein ausgewogenes Kosten-Nutzen-Verhältnis gegeben», so eine Sprecherin zu 20 Minuten.

Mitarbeiter dürfen Pflanzen nach Hause nehmen

Die UBS will die Pflanzen und Töpfe aber nicht einfach entsorgen. Sie sollen in den Wohnungen und Häusern der Angestellten ein neues Zuhause finden. Die Mitarbeiter können sich in einem Online-Tool für die Pflanzen registrieren und diese später in einer Gärtnerei im aargauischen Berikon abholen.

Bei den Pflanzen das Messer angesetzt hat vor einigen Jahren bereits die Credit Suisse. Denn auch dort wurde die Pflege als ungerechtfertigter Kostenfaktor eingestuft. Die CS hat das Grünzeugs aber auch nicht einfach entsorgt, Mitarbeiter durften die Gewächse ebenfalls mit nach Hause nehmen.

(sas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter am 24.05.2017 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sparmassnahmen vs Boni

    Das wird mehr Spielraum für weitere Boni geben

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  • Otto am 24.05.2017 13:04 Report Diesen Beitrag melden

    Oops

    Macht sich aber gar nicht gut...! Da kriegt man doch wirklich den Eindruck, dass die Grossbanken aus dem letzten Loch pfeifen....

    einklappen einklappen
  • Alex Keller am 24.05.2017 13:07 Report Diesen Beitrag melden

    Die Kosten und die Frage

    So eine Pflanze kostet zwischen 10-40 CHF... dazu kommen noch die Wasserkosten pro Woche. Schon ein grosser Kostenfaktor oder nicht? Und wieviel kostet ein Burnout-Mitarbeiter? Pfanzen hätten hier eigentlich eine proaktive Wirkung auf das Ganze.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • so laut nachgedacht am 26.05.2017 12:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur mal

    .... ist es so kompliziert die Pflanzen selber zu giessen? Oder haben die UBS Mitarbeiter keine Zeit dafür? Oder müssten die Mitarbeiter das Wasser von zu Hause mitnehmen? Ist schon spannend wie man zu solchen Ideen kommt, hier Geld zu sparen.

  • LLLL am 26.05.2017 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dicke Luft

    In dieser Bank wird die Luft immer dicker. Es wird soweit kommen, dass sie vor soviel dicke Luft abstürzt. War ja schon mal der Fall. Wenn es soweit kommt, sollte sich das SCHWEIZERVOLK wehren. Wenn man nicht effizienter in so einem Betrieb arbeiten kann, hat sie auch keine Berechtigkeit für ihr Dasein. Würde mein Geld nie bei einer solchen Bank deponieren.

  • anna am 25.05.2017 20:30 Report Diesen Beitrag melden

    naja

    Bei uns, Verwaltung, wurde das Warmwasser abgestellt. So sparen wir sehr viel um nicht zu sagen Millionen ;-)

  • xxlbmw am 25.05.2017 20:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch

    Ja klar pflanzen weg, mehr boni für die teppichetage. Würde ich als chef auch machen. Zum glück nimmt niemand sein geld mit ins grab, vergessen aber viele.

  • Ficcus Yucca am 25.05.2017 19:17 Report Diesen Beitrag melden

    So weit haben wir es schon gebracht!

    Wollen gewisse Grossfirmen ein paar Pflanzen loswerden, müssen sich die MA dafür in ein Online-Tool einschreiben und dafür "bewerben" - es handelt sich schliesslich um Firmeneigentum! Was das Programmieren dieses Online-Tools gekostet hat, ist Nebensache! In unseren Büros hegen und pflegen meine MA die Pflanzen selber - die sie im übrigen zum grossen Teil selber angeschafft haben. Dafür braucht es keinen "externen Dienstleister"!